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Fredy Gareis

König der Hobos

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ZUSAMMENFASSUNG
Als blinder Passagier durch die USA Sie pfeifen auf den amerikanischen Traum und führen ein Leben außerhalb der Gesellschaft. Getrieben vom Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung, reiten die Hobos illegal auf Güterzügen durch das Land, ständig auf der Flucht: vor der Polizei, paranoiden Bürgern - und sich selbst. Dreieinhalb Monate reiste Fredy Gareis mit diesen Überlebenskünstlern durch ein Amerika, das die wenigsten kennen, und erzählt in seiner großen Reportage von einer Parallelwelt voller Gefahren, Tragik und Komik. »Fredy Gareis ist ein genauer Beobachter und kluger Interpret. Damit hat er sich endgültig in die erste Reihe der Reiseliteraten hierzulande geschrieben.« Süddeutsche Zeitung
BIOGRAFIE
Fredy Gareis, 1975 geboren, arbeitete als freier Journalist für Die Zeit, Tagesspiegel und Deutschlandradio. Von 2010 bis 2012 berichtete er aus Israel und dem Nahen Osten. Für die in der Zeit veröffentlichte Reportage »Ein Picasso in Palästina« wurde er mit dem Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet. Bei Malik erschienen von ihm »Tel Aviv - Berlin« sowie »100 Gramm Wodka« und »König der Hobos«, für die ihm der ITB BuchAward verliehen wurde. www.fredygareis.com.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.10.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783492405027
Sprache
German
Seiten
256
Schlagworte
Obdachlose, USA, Tramps, Güterzug, Züge, blinder Passagier, reisen, Zugreisen, Eisenbahn, Jack London, Wilder Westen, Hobo, Abenteuer, Reiseerzählungen, Subkultur
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REZENSIONEN
Bewertet von stefanb
stefanb
Per Frachtzug durch die Vereinigten Staaten Was macht man, um ein anderes Amerika zu erleben? Richtig: Man reist 3 Monate per Güterzug durch die Vereinigten Staaten. Diese Unternehmung ist der Autor Fredy Gareis eingegangen und erlebte mit den Hobos bleibende Eindrücke, und nicht nur landschaftliche. Heraus kam ein unterhaltsames Buch, welches auch Einblicke in die amerikanische Seele verschafft. Es lässt sich wunderbar lesen. Zu den letzten Vagabunden Amerikas zählt auch Shoestring, ein waschechter Hobo. Mit ihm und nur dem nötigsten ausgerüstet begann die Reise. Eigentlich braucht ein Hobo nicht viel. Sie pfeifen ja schließlich auf den amerikanischen Traum und führen ein Leben außerhalb der Gesellschaft. Aber ein Smartphone und GoogleMaps dürfen es schon sein. Dies hilft natürlich beim Zugreiten, obwohl man auch den Crew Change Guide (CCG) von Traindoc nehmen könnte, so etwas wie dem Lonely Planet- Reiseführer für die verschworene Gemeinschaft. Ohne den CCG kommt man nicht weit. Wahrscheinlich aber genauso wenig wie ohne einen erfahrenen Hobo, welcher gerne auch mal Drogen, Alkohol und Co konsumiert. Obwohl der Zusammenhalt unter den freiheitsliebenden Bürgern groß ist, sind es meist Einzelgänger mit einer klaren Vorstellung. Eine Hobo ist quasi immer auf der Flucht oder zumindest auf Achse. Gareis stellt treffend fest, dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch ein Land der extreme ist. Manchmal werden sie als „Fucking home bums“ beschimpft und ein andermal bekommen sie genügende Dollars und Gutscheine, um es sich gut gehen zu lassen. Fazit Sehr gut haben mir die geschichtlichen Fakten gefallen, die der Autor Gareis immer wieder einfließen lässt. Aber auch die englischen Zitate fand ich treffend. Sie geben dem Buch das gewisse etwas. In der Mitte von „König der Hobos“ findet sich eine gelungene Bilderstrecke, die die Ausführungen des Autors unterstützt und dem Leser das Erzählte visuell darstellt. Bei der Landschaft kann man verstehen, warum sich die Strapazen lohnen. Meine Leseempfehlung für 2018.
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