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Krieg und Frieden
Leo N. Tolstoi

Krieg und Frieden

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ZUSAMMENFASSUNG
Krieg und Frieden treffen in diesem meisterhaften Roman als gegensätzliche Kräfte und Welten aufeinander, die das Schicksal ihrer Hauptfiguren in der Zeit der Napoleonischen Kriege bestimmen. Das pralle Leben der »Friedensepisoden« - Familienfeste, Duelle, Geburten und Sterbeszenen -, steht der Mechanik des Krieges mit seinen Truppenschauen, Märschen und Lagebesprechungen gegenüber. Hier wie dort dringt Tolstoi hinter die Oberfläche einer historisch authentischen Abfolge der Geschehnisse und fördert zutage, was den Menschen allein ausmacht: sein Charakter und sein Handeln. Diese Übersetzung folgt der Urfassung von 1867.
BIOGRAFIE
Lew Nikolajewitsch Tolstoi, geboren am 28.8.1828, stammte aus einer alteingesessenen Adelsfamilie, wuchs jedoch seit seinem neunten Lebensjahr als Waise auf. Nach dem Abbruch seines Orientalistik- und Jurastudiums ging er 1851 zum Militär und nahm am Krimkrieg teil. Sein literarisches Werk ist geprägt durch sein Interesse an der Psychologie des Menschen.Als seine größten Erfolge gelten die beiden Romane Krieg und Frieden (1868/69) und Anna Karenina (1878). Tolstoi starb am 20.11.1910.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.09.2010
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783596902965
Sprache
German
Seiten
1280
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REZENSIONEN
Bewertet von Gabriele
lieberlesen
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich schon einmal sechs Wochen am Stück an einem einzigen Buch gelesen habe. Manchmal war es zum Verzweifeln, weil Tolstoi sehr ausführliche Kriegsszenen beschrieben hat. Doch kurz bevor ich das Buch am liebsten zugeklappt hätte, nahm er mich wieder mit ins gesellschaftliche Leben, in den Tratsch der russischen Hautevolee zwischen 1805 – 1813. Er belauschte reiche Adelige und die, die mit dem geerbten Geld nicht umgehen konnten. Er erzählte von schönen und hässlichen Menschen, von Liebschaften und Eheschließungen. Der Kleidungsstil wurde ebenso sichtbar wie die damals in gehobenen Kreisen gesprochene französische Sprache. Besonders gefallen haben mir die amüsanten Abschnitte, in denen sich der Autor über die Lebensgewohnheiten der besseren Gesellschaft lustig gemacht hat. Dass er wohl kein Freund des Theaters war, zeigt die Beschreibung einer solchen Aufführung, in der die Schauspieler „mit den Armen fuchteln“. Doch nicht nur hier ließ mich der Autor, der fünf Jahre an dieser „russischen Ilias“ geschrieben hat, laut auflachen. Insgesamt teilt sich das Buch in drei Bereiche, die sich immer wieder abwechseln: 1. das gesellschaftliche Leben in Russland, das sich wunderbar lesen lässt und häufig zur Erheiterung beiträgt. 2. die Napoleonischen Kriege, vor allem den Russlandfeldzug von 1812. Hier erhält der Leser Einblick in die unterschiedlichen Leben der Generäle und des Fußvolks, sind aber für meinen Geschmack teilweise zu ausführlich abgehandelt 3. strategische Überlegungen zu den Schlachten. Der dritte Bereich ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen – zumindest ich konnte die Ausführungen nicht so richtig nachvollziehen. Sie hätten mich beinahe an dem Buch scheitern lassen. Doch ich bin froh, bis zum Schluss durchgehalten zu haben. Denn das Buch hat mich gut unterhalten, allerdings wegen seiner Ausführlichkeit zum Schluss etwas ermüdet. Seit ich mich im Internet noch ein wenig über Tolstois Leben schlau gemacht habe, empfinde ich große Hochachtung vor seine Ehefrau Sofia: Sie hat ihm neben 13 Kindern den Rücken zum Schreiben freigehalten, seine Seitensprünge ertragen und „Krieg und Frieden“ sieben Mal kopiert, da seine Schrift nahezu unleserlich war!
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