Alexander Krützfeldt

Letzte Wünsche

Gesellschaft
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ZUSAMMENFASSUNG
Frank Wenzlow hat seine große Liebe an einen hochaggressiven Krebs verloren. Aber anstatt aufzugeben und in Trauer zu versinken, hat er einen Verein gegründet, der sterbenden Menschen ihren letzten Wunsch vor dem Tod erfüllt: einmal noch ins Stadion, Weihnachten bei der Familie, das letzte Mal ans Meer. Der Journalist Alexander Krützfeldt hat Wenzlow über Monate begleitet, um herauszufinden: Was ist das eigentlich, dieses Leben? Und wie halten wir die wirklich wichtigen Dinge im Leben präsent? Ein augenöffnendes Buch, das vor allem dazu ermuntern will, bewusster zu leben. Ein Buch über Trauer, große und kleine Abschiede, letzte Schrebergärten und neunjährige Enkel. Aber auch ein Buch über das Wichtigste im Leben: Freundschaft und die ganz große Liebe.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
20 Nov 2018
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783499634024
Sprache
German
Seiten
240
Schlagworte
Lebenshilfe, Sterben, Sternenfahrten, Hospiz, Bronnie Ware, Wunscherfüller, Lizzy, Frank
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REZENSIONEN
Bewertet von gabyf und Marcus Jordan
gabyf
marcusjordan
Zugegeben, ich hatte was anderes erwartet. Ich dachte, das ist ein Buch, in dem beschrieben wird, was Sterbende am Ende ihres Lebens am meisten bereuten. Aber das hatte ich verwechselt, zum Glück. Denn das was Alexander Krützfeldt hier "abgeliefert" hat, ist ein Prachtexemplar von Buch. Seine Sprache ist die eines Kolumnisten des SZ-Magazins. Vielleicht ist/war er das. Mir gefällt das jedenfalls. Die 25 wahren Geschichten, die er erzählt, fühlen sich an wie ein Roman. Unglaublich starke Charaktere, die der Autor brillant beschreibt, ohne dass er seitenweise darüber lamentiert. Ich hatte bei allen sofort ein Bild im Kopf und Lust, mich mit ihnen zu unterhalten und ihnen Fragen zu stellen. Also genau das, was Krützfeldt gemacht hat. Ein Jahr lang hat er Frank Wenzlow, sein Team und seine Familie begleitet und von ihren unglaublich intensiven Leben erfahren. Solche Geschichten kann man sich nicht ausdenken. Weil er den letzen Wunsch seiner Frau nicht erfüllen konnte, tut Frank das nun für andere Sterbende. Er bietet Sternenfahrten an, in einem Krankenwagen, der den Namen Lissy 1 trägt. Die Ziele der Fahrten sind ganz unterschiedlich, ebenso die Passagiere. Beim Lesen wird einem vieles klar: wie wertvoll das Leben ist, wie nah der Tod sein kann und wie weit weg wir ihn gerne schieben. Ich konnte kaum aufhören zu lesen, und mein Taschentuchverbrauch war ziemlich hoch. Mein großer Respekt gilt dem Autor aber ganz besonders Frank Wenzlow, seinem Team und all den Menschen, die Sterbende menschlich begleiten. Vielen Dank.
2 Wows
Alexander Krützfeldt hat ein Buch über den Tod geschrieben. Das heißt, eigentlich ist es ein Buch über das Leben unmittelbar vor dem Tod. Das heißt, eigentlich ist es ein Buch über das Leben. Das Buch heißt "Letzte Wünsche" und ist bei "rowohlt" erschienen. Das Buch hätte auch "Sternenfahrten" heißen können. Ich sehe gar nicht recht ein, dass es nicht Sternenfahrten heißt. So heißt nämlich das Projekt von Frank, den Alexander ein Jahr lang begleitet hat. Frank konnte seiner sterbenden Liebsten den letzten Wunsch nicht erfüllen, sie wollte ans Meer. Es gab kein Geld, kein Fahrzeug, keine Zuständigkeit. Und nun erfüllt eben Frank solche letzten Wünsche. Frank macht sonst Erste-Hilfe Kurse. Erste Hilfe und letzte Hilfe macht er also sozusagen. Eine wollte noch mal nach Rumänien zu ihrer Familie - das ging nicht. Einer wollte zu Jagger auf die Bühne - das ging. Krützfeldt ist Journalist und kann halt auch nicht aus seiner Haut raus. Er ist auch in dieser Rolle ein Reporter - aber was für einer! Er beschreibt mit ungeheurer Empathie immer genau die Details, die man als Leser braucht, um die Szene zu sehen und zu verstehen. Das gelingt ihm so gut, dass das Lesen sich anfühlt, wie die körperliche Anwesenheit in einer intimen Szene. Man wird geradezu zum Voyeuristen. Ton, Tempo und Intensität wechseln so geschickt und schnell, dass man gar nicht dazu kommt gefühlsduselig zu werden. Oder traurig. Oder abgeklärt. Krützfeldt schreibt brillant. Er ist ein "Emo-Reporter", er drängt einem keine Gefühle auf - weder seine, noch die eigenen. Er berichtet so, dass man teilhaben kann an den Gefühlen, die dort waren, von wo er berichtet hat. Ist echt ein bisschen wie ein Zaubertrick. Das Buch trieft vor ganz sachlicher, unverklärter Menschenliebe. Helden sind die, die für andere da sind und dafür ist immer Platz und immer noch Zeit. Ich glaube solche Helden sind auch selber dem Glück am nächsten.
4 Wows

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