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Michelle Marly

Madame Piaf und das Lied der Liebe

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BIOGRAFIE
Hinter Michelle Marly verbirgt sich die deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in der Welt des Kinos und der Musik aufwuchs. Durch ihren Vater, den Komponisten Michael Jary, entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft für französische Chansons. Lange Jahre lebte sie in Paris, heute wohnt sie mit Mann und Hund in Berlin und München.
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REZENSIONEN
Bewertet von Elizas Bücherpara..., SternchenBlau und 3 andere
elizas_buecherparadies
sternchen_blau
meinnameistmensch
coffee_and_goodbooks
buecherinmeinerhand
Elizas Bücherparadies
Als der Kunst sehr positiv zugewandter Mensch habe ich den Roman über eine der berühmtesten Persönlichkeiten der französischen Musikgeschichte in die Hand genommen. Nach wenigen Seiten war mir bereits bewusst, dass ich sehr schnell von der besonderen „Persönlichkeit“ Edith Piafs begeistert war. Desto mehr habe ich mich in die Geschichte hineinversetzt und bin durch die facettenreiche und tiefgründige Darstellung der Autorin von der „Karriere“ des kleinen Spatz von Paris tief berührt worden. Das Cover ist mit dezenten Farben gestaltet. Im Vordergrund erkennt der Leser eine Frau, welche in ein elegantes schwarzes Kleid gehüllt ist und den Kopf leicht verlegen zur Seite neigt. Im Hintergrund zeigt sich dem Leser der berühmte Arc de Triomphe, welcher sich auf dem einmaligen Champs-Elysées in Paris befindet. Der Klappentext ist sehr kurzgehalten und hinterlässt beim Leser nur einen sehr kleinen Vorgeschmack für die sehr turbulente Geschichte von Edith Piaf. Die Story handelt von dem Aufstieg und dem Leben im Licht und Schatten der Bühne von Edith Piaf. Am Anfang: Das einfache Mädchen von der Straße, nach und nach wird sie ein leuchtender Stern des Chansons. Gerade durch die Zeit gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zwischen 1944 und 1945 wird die ganze Dramatik, welche sich wie ein Roter Faden durch das Leben der Ausnahmekünstlerin zieht, sehr deutlich. Edith Piaf überzeugt trotz ihrer körperlich geringen Größe als Künstlerin und Frau in allen Lebenslagen. Anfangs ungebildet entwickelt sie sich dabei zu einer Intellektuellen und faszinierenden Künstlerin. Gerade ihre besondere Heimatliebe droht ihr dabei in einem Fall fast zum Verhängnis zu werden. Sehr passend fand ich ihr Zitat „Mein Herz gehört Frankreich aber mein Arsch ist international“. Dieses ihr nachgesagte Zitat zeigt ihre patriotische sowie weltoffene Seite, welche Sie in späterer Zeit noch eindrucksvoll am Broadway in New York unter Beweis stellen wird. Ebenfalls beeindruckend sind die facettenreichen Nebenfiguren der Geschichte. Besonders erwähnenswert sind dabei ihre beste Freundin Simone (Spitzname Momone) sowie der aufstrebende Sänger und Schauspieler Yves Montand. Zweiter wurde dabei meine Lieblingsnebenfigur. Bei den ersten Begegnungen mit Edith Piaf wirkt er eher schüchtern und eingebildet. Im Laufe der Geschichte wird er aber durch seine Leidenschaft zur Kunst, sowie seiner Liebe zu seiner „Mentorin“ selber ein Star der Bühne bzw. Jahre später des Filmwesens. Die Tragik der Liebe zwischen Piaf und Montand ist ein Sinnbild für die Karriere Edith Piafs. Es war zu schön um war zu sein und am Ende blieb nur die Erinnerung. Der Aufbau der Geschichte ist chronologisch und Zeitsprünge finden nur in geringen Fällen statt. Die Handlung spielt im Wesentlichen in den Jahren 1944 und 1945 sowie der Nachkriegszeit bzw. am Anfang im Jahr 1937. Demnach ist das Zeitgeschehen für den Leser sehr gut nachvollziehbar. Die Besonderheit der Geschichte lebt neben dem Spannungseffekt in der sehr detailreichen Beschreibung des „Seelenlebens“ von Piaf. Der Autorin gelingt es auf wunderbare Weise die Gefühle, Träume und Empfindungen der Künstlerin niederzuschreiben. Der Schreibstil ist dabei sehr lebendig, locker und sehr gut lesbar. Als Zielgruppe der Geschichte kommen Freunde der Musik, Kunstliebhaber sowie alle Interessenten der Kultur in Frage. Der Roman ist tendenziell eher für Frauen aller Altersklassen geeignet. Als Fazit bleibt für mich festzuhalten, dass ich durch den Roman von Michelle Marly in eine neue Kulturwelt eintauchen durfte. Durch die vielseitige und sehr pathetische Beschreibung des Lebens von Edith Piaf habe ich eine neue Seite der „leider schon vergangenen“ Musikwelt kennenlernen dürfen. Als ebenfalls bemerkenswert fand ich den Grundsatz für Ihr Werk. Es ging der Autorin weniger um eine Biographie, als mehr um das Werk einer einzigartigen Künstlerin. Sie wollte eine strahlende und nicht eine vergängliche Edith Piaf zeigen. Dieses Vorhaben ist ihr sehr gut gelungen. Ich bedanke mich bei NetGalley Deutschland und dem Aufbau Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Wow
SternchenBlau
Édith als Pygmalion Liebe auf den ersten Blick sieht anders aus: „War sie womöglich die Einzige weit und breit, die etwas – eigentlich alles – an dieser Darbietung auszusetzen hatte? So weit konnten die Dankbarkeit der der Pariser und die damit verbundene Anbetung alles Amerikanischen doch nicht gehen! Einem Franzosen, der auf der Bühne des prestigeträchtigsten Musiktheaters der Stadt einen Hillbilly-Musikclown aus sich machte, konnte sie besten Willen und trotz ihres Sinns für Humor keinen Beifall zollen.“ Die Lehrmeisterin Doch dann sieht Édith in Yves den Rohdiamant in Yves Montand aufblitzen – und ihre Chance zu seiner Lehrmeisterin zu werden, zu Pygmalion oder Doktor Higgins, der diesen Rohdiamant formen kann. Dieser emanzipatorische Anteil hat mir sehr gut gefallen. Michelle Marly zeigt Édith Piaf weitgehend als eine unabhängige Frau, die sich gegen die Widrigkeiten des Lebens durchkämpft. Die Arroganz, die dabei immer wieder entsteht, gestehe ich ihr gerne zu, weil Marly zudem auch viele liebenswürdige Seiten zeigt. Diese Ambivalenz haben weibliche Hauptfiguren immer noch zu selten. Etwas anstrengend fand ich da allerdings, dass Édiths Gedanken fast immer auf Männer ausgerichtet schienen. Die Zeit Auch die Beschreibung der Zeit und der Umstände haben mir sehr gut gefallen: Auch nach Kriegsende in Paris war die Nazi-Zeit und die andauernden Kämpfe noch ihre Schatten auf die französische Hauptstadt. Piaf kämpfte zu der Zeit auch mit dem Vorwurf der Kollaboration mit den deutschen Besatzern und einem drohenden Auftrittsverbot. Und gleichzeitig erwachte die Kulturszene langsam wieder zum Leben. Die Erzählhaltung Die auktoriale Erzählperspektive schildert Édiths Gedanken und Gefühle aus der dritten Person. Ihre Erinnerungen und Rückblenden fand ich allerdings zu informationslastig. Manchmal kam es mir fast vor, als wären Fußnoten einer Sachbuch-Biografie eingefügt, wobei die explizit geäußerten Einordnungen der Ereignisse mich sogar noch mehr störten. Ich muss aber auch sagen, dass diese Art von historischer Romanbiografie eigentlich sonst nicht so mein Genre ist. Roman versus gekürztes Hörbuch Trotzdem habe ich den Roman gerne gehört bzw. gehört (im Wechsel mit dem gekürzten Hörbuch, gelesen von Tessa Mittelstädt). Die Kürzungen betreffen oftmals nur einzelne Sätze oder Abschnitte. Trotzdem ist der Roman ein wenig farbenfroher und lebhafter dadurch. Und die Figuren bekamen für mich mehr Konturen. Fazit Das ist nicht ganz mein Genre, aber ich habe sehr viel Neues über Édith Piaf erfahren, manchmal aber zu sehr infolastig: Sehr gute 3 von 5 Sternen.
5 Wows
meinnameistmensch
Edith Piaf gehört sicherlich zu den berühmtesten und schillernsten französischen Sängerinnen des 20. Jahrhunderts, so dass es spannend zu sehen ist, wie ihr Leben verlaufen ist. In dem hier zu rezensierenden Buch wird vor den Augen der Leser_innen zwar nur ein kurzer Moment ihres Schaffens lebendig - von 1937 bis Ende der 1940 Jahre -, allerdings genau die Zeit, in der sie ihr berühmtestes Werk "La vie en Rose" schuf, das sie ihren damaligen Partner Yves Montand widmete. Deren gemeinsame Zeit, die Liebe, die sie verband, das künstlerische Schaffen, aber auch die politische Situation dieser Zeit stehen im Hauptfokus dieses Buches, es ermöglicht aber vor allem einen Einblick in das Wesen dieser besonderen Frau, der es zurecht gelang Millionen zu verzaubern. Mich hat das Buch auch dazu inspiriert die Musik Piafs noch einmal zu hören und mich intensiv mit ihr zu verbinden. Der Autorin Michelle Marly ist ein Dank dafür auszusprechen mit diesem Buch auf berührende Art und Weise den Leser_innen Edith Piaf (wieder) näher zu bringen und für ihre Musik zu begeistern. Ich wünsche mir, das dies noch vielen weiteren Menschen so gehen möge, so dass ich das Buch liebend gerne empfehle.
8 Wows
coffee_and_goodbooks
Èdith ist aus ärmlichen Verhältnissen. Die Kindheit, der späteren hoch gelobten, Musikerin ist sehr lieblos gewesen. Auf dem Höhepunkt ihrer Zeit als Sängerin und Liederschreiberin, lernt Èdith Yves Montand kennen. Doch es ist nicht die Liebe auf den ersten Blick. Er wird ihr Schüler und ihr Geliebter. Gemeinsam feien sie Erfolge und das Leben. Doch Edith verlässt Yves auf dem Gipfel des Glücks. Sein zunehmender Erfolg ängstigt sie. Neben den beiden Liebenden treten viele bekannte Namen der französischen Kunst-und Kulturszene auf. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, der auch die Szenerie der Nachkriegszeit einfängt und so die ganze Geschichte lebendig werden lässt. Da hat man auch einfach gemerkt, wie viel Recherche in diesem Buch steckt. Eigentlich hätte man gerne noch viel mehr erlesen. Rückblicke in die Vergangenheit der Édith Piaf sind gut in das eigentliche Geschehen eingebaut, so dass der Leser hier auf eine schöne Weise mitgenommen wird, um ihm das vergangene Leben der Sängerin näherzubringen. Sehr eingängig sind auch ihre Gefühle und ihre Handlungen dargelegt. Der Leser fühlt sich in die Hauptperson ein und begreift so, was die Frau ausmacht, was sie geprägt und ewig begleitet hat. Ein inspirierendes Buch, welches Spaß gemacht hat zu lesen
Wow
Bücher in meiner Hand
Wer sich für französische Musik interessiert, kommt an Edith Piaf nicht vorbei. Wer kennt nicht ihr trotziges "No, je ne regrette rien", welches sie am Ende ihres Lebens aus tiefstem Herzen in die Welt heraus schmetterte? In "Madame Piaf und das Lied der Liebe" geht es aber um ein anderes Lied. Eines, das Edith enorm am Herzen lag, das ihre Liebe zu Yves Montand ausdrücken sollte. In Michelle Marlys Roman wird erzählt, wie Edith Yves kennenlernte. Edith reizte es, dass Yves nicht so vorhersehbar reagierte - alsbald legen beide ihre Vorurteile dem anderen gegenüber ab, Edith wird Yves Lehrerin, wenig später verlieben sie sich. Voller Liebe zu Yves hat Edith bald die Melodie und einige Textfetzen von "La vie en rose" im Kopf. Aber niemand in ihrem Umfeld glaubt, dass daraus ein Hit werden kann. Doch sie bleibt dran, auch wenn Edith ganz andere Sorgen hat: als Kollaborateurin angeklagt, bangt sie um die Freiheit. Die Autorin bringt die Leser dazu, mit beiden mitzufiebern. Oft möchte man Edith auf die Seite nehmen und ihr gut zureden. Denn Ediths mangelndes Vertrauen in andere Menschen hindert sie daran, sich vollumfänglich auf Yves einzulassen. Sie glaubt leider auch mehr an die Kraft des Weines als an die Kraft der Liebe. Die Piaf hat ihren eigenen Kopf, dagegen kommen nicht mal ihre lebenslange Freundin Simone Berteaut und ihre Sekretärin Andrée Bigard an. Die "Weltschmerzheulsuse" - wie Yves Edith im Roman nannte - führte ein tragisches Leben. Michelle Marly legt uns einen Ausschnitt daraus vor, so leidenschaftlich und innig geschildert, dass man sich Ediths Leben nach 1947 sehr gut vorstellen kann. Der starke Glauben der Sängerin, den sie laut Autorin hat, berührte mich sehr. In der deutschsprachigen Welt ist die heilige Therese von Lisieux wenig bekannt, umso mehr bei den Katholiken Frankreichs und den Romands. Ich war selbst einmal an der Grabstelle und kann die Faszination dieser französischen Heiligen zwar nicht nachvollziehen aber verstehen. Besonders, da die heilige Therese von Lisieux solch eine grosse Rolle in Ediths Leben spielt - wieso das so ist, wird im Roman erklärt. Wer sich nicht mehr an die Lebensdaten von Edith Piaf erinnern kann, dem empfehle ich, sie erst nach dem Lesen von "Madame Piaf und das Lied der Liebe" nachzuschlagen. So bleibt die Spannung konstant erhalten. "No, je ne regrette rien" - nach der Lektüre dieses Romans, der nur eine Handvoll Jahre ihres Lebens wiedergibt, glaubt man Madame Piaf jedes einzelne Wort dieses Chansons und bedauert, trauert fast, dass das einzigartige Liebeslied "La vie en rose" erst auf den letzten Seiten von diesem schönen und hochinteressanten Romans den verdienten Erfolg hat. Ein Kompliment an Michelle Marly, die uns nach Coco Chanel auch den Spatz von Paris, die bemerkenswerte französische Sängerin Edith Piaf, näher brachte. Fazit: Nein, ich bedauere nichts, vor allem nicht das Lesen dieser aussagekräftigen Geschichte! 5 Punkte.
Wow
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