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Madeiragrab
Joyce Summer

Madeiragrab

Ist Teil der Reihe
Avila Mysteries
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4.5/5
2 Bewertungen
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ZUSAMMENFASSUNG
»Vorsichtig öffnete er das Gatter und schob mit der Schuhspitze die Reste auseinander. Das kehlige Schmatzen, gepaart mit dem leisen Grunzen wurde unterbrochen. Köpfe hoben sich kurz, dann beugten sie sich wieder herunter und es ging weiter. Sie waren noch nicht fertig, aber der Rest würde in den nächsten Stunden verschwinden. Leise schloss er das Gatter hinter sich und ließ sie ihre Arbeit zu Ende bringen.« Avila bereitet sich auf das größte Abenteuer seines Lebens vor, seine Frau Leticia ist schwanger. Eigentlich wollte er die ruhigen Sommermonate nutzen, um sich langsam auf die Änderungen seines Lebens einzustimmen, aber eine Serie von Morden macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Ist der Auslöser die Ausstellung von Gemälden eines bekannten Staatsmannes? Oder müssen Avila und Vasconcellos doch weiter in die Vergangenheit schauen? Anstatt sich bei einem Galao mit Geburtsvorbereitungsbüchern zu befassen, muss Avila in der High Society von Madeira nach einem Mörder suchen. Eine Klientel, zwischen der sich der bodenständige Comissário gar nicht wohlfühlt. Die schwangere Leticia umso mehr. Daher fängt sie auch an, ihre eigenen Informationen einzuholen. Wenn das mal gut geht ...
BIOGRAFIE
Joyce Summer lebt ihren Traum mit Krimis, die in sonnigen Urlaubsorten spielen. Politik und Intrigen kennt sie nach jahrelanger Arbeit als Projektmanagerin in verschiedenen Banken und Großkonzernen zur Genüge: Da fiel es Joyce Summer nicht schwer, dieses Leben hinter sich zu lassen und mit Papier und Feder auf Mörderjagd zu gehen. Die Fälle der Hamburger Autorin spielen dabei nicht im kühlen Norden, sondern in warmen und speziell ausgesuchten Urlaubsregionen, die die Autorin durch lange Aufenthalte gut kennt. Die Nähe zu Wasser hat es Joyce Summer angetan. Sei es in ihren Büchern, die immer Schauplätze am Wasser haben, oder im echten Leben beim Kajakfahren auf Alster und Elbe.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
02.08.2017
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783744822473
Sprache
German
Seiten
332
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REZENSIONEN
Bewertet von monerl und seehase1977
monerl
seehase1977
(4,5 Sterne) Meine Meinung: Mit “Madeiragrab” ist Joyce Summer ein toller Regionalkrimi gelungen, der, wie der Titel schon sagt, auf Madeira verortet ist. Als Leser wird man auf die Insel mitgenommen und spürt die Liebe der Autorin zur Insel auf jeder Seite. Inmitten dieses Urlaubsparadieses, unter den Reichen und den Schönen, passiert der erste Mord, der die Polizei auf Trab halten wird. Hauptfigur ist Comissarío Avila. Ein sehr sympathischer Ermittler, der sich aus der Riege der derzeitigen Ermittler alleine deshalb schon abhebt, da er glücklich verheiratet ist, bald Vater wird und keine offensichtlichen Traumata oder Abhängigkeiten aufweist, außer von Kaffee: Der heutzutage etwas andere Ermittler! Vervollständigt wird er durch seine liebenswerte Ehefrau Leticia und den charmanten Vasconcellos, den “Frauenheld” von Madeira. Durch zwei Zeitebenen, Rückblicke in die Vergangenheit nach 1950 und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart, die in 2013 spielt, hat Joyce Summer um eine wahre historische Begebenheit eine Kiminalgeschichte konstruiert, die mich ganz schnell in ihren Bann gezogen hatte. Das Schöne am vorliegenden Roman ist auch, dass es möglich ist mitzurätseln, da am Ende nicht plötzlich eine neue Figur aus dem Hut gezaubert und in die Geschichte reingesetzt wird. Ab einem gewissen Zeitpunkt ist der Kreis der Verdächtigen überschaubar geworden und eine erste Ahnung zum Täter kommt auf. Die Ermittlungen und die Geschichte nehmen im letzten Drittel Fahrt auf und entwickeln sich dramatisch. Eine Katastrophe bahnt sich an, die auch deshalb so erschüttert, da die hochschwangere Leticia in die Geschehnisse verwickelt wird. Die Spannung steigt auf ihren Höhepunkt, und das Ende überraschte! Fazit: Eine wunderschöne und spannende Kriminalgeschichte, die einem Sehnsucht nach Madeira macht. Ein Ermittler(team), von dem ich noch mehr lesen möchte und dessen Entwicklung ich interessiert verfolgen werde. Ein Buch, das einige tolle Lesestunden bereithält. Wer noch mehr über die Autorin und das Buch wissen möchte, ist herzlich eingeladen, sich das Interview mit ihr auf meinem Blog zu Gemüte zu führen. Joyce stand mir im September Rede und Antwort. Viel Spaß!
2 Wows
Mord auf Madeira – Commissário Avila ermittelt Bei einer Vernissage im Golfclub von Madeira wird die junge Galeristin am Tag darauf tot auf dem Golfclubgelände gefunden. Die Ausstellung zeigt die wertvollen Gemälde eines bekannten Staatsmannes. Fernando Avila und sein Team beginnen mit den Ermittlungen, die sie bis in die Vergangenheit katapultieren und die einen Zusammenhang zu einem anderen Toten auf Madeira aufweisen, dessen Tod bis jetzt als Unfall geführt wurde. Was ist die Verbindung zwischen den beiden Opfern? Avila, der zusammen mit seiner Frau der Geburt seines ersten Kindes entgegenfiebert und die Sommermonate eigentlich dazu nutzen wollte, sich auf die zukünftige neue Lebenssituation einzustellen, folgt mit seinen Kollegen diversen Spuren und Hinweisen, die ihn schon bald in die High Society Madeiras führen… Meine Meinung: „Madeiragrab“ von Joyce Summer ist der Auftakt einer Reihe rund um Comissário Avila der fortan zusammen mit seinem Team auf der schönen Urlaubsinsel Madeira ermittelt. Für mich war es bereits die zweite Begegnung mit dem sympathischen Ermittler, da ich erst vor Kurzem „Madeirasturm“, der zweite Teil der Reihe, gelesen habe. Dieser hat mir sehr gut gefallen und mich neugierig auf den ersten Teil gemacht, auch wenn die Romane in sich abgeschlossen sind, ist es oft schön zu erfahren, wie sich die Protagonisten im Laufe der Zeit entwickeln. Joyce Summer hat in ihre Kriminalgeschichte, die immer wieder von Rückblicken in die Vergangenheit durchzogen wird, ein wahres Ereignis aus dem Jahr 1950 verwoben, das mir so nicht bekannt und dadurch sehr interessant zu lesen war und die über diverse Umwege auch mit dem Kriminalfall, mit dem sich Commissário Avila beschäftigen muss, zu tun hat. Die Handlung ist schlüssig, ansprechend und spannend und bleibt aufgrund der immer neuen Wendungen abwechslungsreich und unterhaltsam. Wenn man glaubt, dem Mörder auf der Spur zu sein, betritt aufgrund der aktuellen Ermittlungen und Erkenntnisse schon wieder ein neuer Verdächtiger die Bühne. Im letzten Drittel der Geschichte steigt das Tempo nochmals an, die Ereignisse überschlagen sich und es kommt zu einem dramatischen wie überraschenden Ende. Die Autorin zeichnet ein wunderschönes und sehr atmosphärisches Bild der Insel Madeira und beschreibt Land und Leute sehr lebendig. Manchmal verliert sich Summer aber in allzu detaillierten Ausführungen. Dass Fernando Avila gerne isst und seinen Kaffee genießt wird viel und gerne erwähnt, auch was er isst und welche Art von Kaffee er sich wann gönnt. Mir persönlich war das etwas zu viel des Guten. Die Protagonisten, allen voran Avila und sein Team von der Mordkommission sind glaubhaft und dadurch authentisch. Herausgestochen ist für mich jedoch der Straßenkehrer Carlos und seine besondere und feinfühlige Charakterisierung. Mein Fazit: Joyce Summers „Madeiragrab“ hat neben einer spannenden und unterhaltsamen Kriminalgeschichte mit geschichtlichem Bezug auch sehr viel Regionalität und Landschaftsbeschreibungen zu bieten, die einem die Urlaubsinsel Madeira auf besondere Weise nahebringt. Bis auf Kleinigkeiten hat mir das Buch und seine abwechslungsreiche und schlüssige Handlung sehr gut gefallen und empfehle es gerne weiter.
Wow
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