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ZUSAMMENFASSUNG
"Ich kämpfe, jeden Tag. Ich kämpfe gegen die Schande, überlebt zu haben und immer noch am Leben zu sein. Ich kämpfe gegen die Tatsache, dass ich ein Mensch bin. Und Sie, ebenso ein Mensch wie ich, welche Antworten können Sie mir geben?" Ein Junge ist gestorben, und die Hinterbliebenen müssen weiterleben. Doch was ist ihnen ihr Leben noch wert? Han Kang beschreibt in ihrem neuen Roman, wie dehnbar die Grenzen menschlicher Leidensfähigkeit sind. Ein höchst mutiges Buch und ein brennender Aufruf gegen jede Art von Gewalt. »Han Kang zu lesen ist wie in einen Strudel aus Brutalität und Zärtlichkeit geworfen zu werden, aus dem man durchgeschüttelt, perplex und tief bewegt wieder auftaucht.« Doris Dörrie
BIOGRAFIE
Han Kang ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, seitdem erschienen zahlreiche Romane. Seit sie für "Die Vegetarierin" gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 den Man Booker International Prize erhielt, haben ihre Bücher auch international großen Erfolg. Auch der Roman »Weiß« war für den Booker Prize nominiert, »Menschenwerk« erhielt den renommierten italienischen Malaparte-Preis, zuletzt erschien bei Aufbau »Deine kalten Hände«. Derzeit lehrt sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
15.09.2017
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783351036836
Sprache
German
Seiten
222
Schlagworte
Krieg, Booker Prize, Betrug, Zensur, Menschlichkeit, Massaker, Korea
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REZENSIONEN
Bewertet von bines_brimborium
bines_brimborium
bines_brimborium
Mein erstes Buch von Han Kang, das ich mir eigentlich nur spontan am Bahnhof mitgenommen habe, weil es so handlich ist. Ich kaufe selten Bücher und lese sie dann sofort recht zügig durch, aber dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Mir fällt es schwer, das Buch zu bewerten, weil ich es schwer greifbar finde. Es kommt tatsächlich gänzlich ohne Humor aus und ist tatsächlich im Gegensatz zum Cover sehr düster und schwer von der Thematik her. Vom Gwangju-Massaker in den 80ern habe ich noch nie gehört, fühle mich aber nach der Lektüre des Buches den Hinterbliebenen dieser Zeit sehr nahe. Die Geschehnisse des Massakers an sich wurden weniger beleuchtet, vielmehr war man bei den Angehörigen, deren Kinder und Geschwister dem Staat zum Opfer gefallen sind. Bemerkenswert, wie Han Kang dieses außerordentliche Zugehörigkeitsgefühl auf diesen wenigen Seiten schafft. Der Umfang des Buches ist meiner Meinung nach überhaupt sehr gut gewählt. Ich hätte zumindest angesichts der Thematik wenig Lust auf einen dicken Wälzer gehabt. Der Schreibstil wurde meiner Meinung nach sehr gut auf dem Cover, das ich mehr und mehr lieben gelernt habe, abgebildet. Er ist sehr poetisch und sehr leicht. Fast als lese man ein Gedicht. Es gibt viel Interpretationsspielraum auf ziemlich wenig Platz. Die Szenen waren gerade zum Ende hin eher collagenartig angeordnet und es war nicht immer leicht, nachzuvollziehen, in welcher Perspektive man sich gerade befindet. Das ist mein einziger Kritikpunkt, der das Lesen aber oft erschwert hat. Alles in allem ist "Menschenwerk" ein Buch, das mich sehr gefangen genommen und mich einiges gelehrt hat. Da mir der poetische Schreibstil gut gefallen hat, freue ich mich auf weitere Bücher der Autorin.
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