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ZUSAMMENFASSUNG
Vom Bestsellerautor der »Lycidas«-Romane Es gibt einen Ort, an dem die Geister leben, eine Welt, die unsere berührt, eine Stadt, in der mit Geschichten und Albträumen Handel getrieben wird. Als Nicholas James diese Welt betritt, ändert sich alles ... denn die Wege, die Nicholas beschreitet, führen ihn dorthin, wo alle Hoffnungen geboren und alle Träume gestorben sind: an einen Ort, den die Geister voller Ehrfurcht »Mitternacht« nennen. Doch etwas, das im Dunkeln lauert, gewinnt langsam an Macht ... Vergessen bedeutet Tod. Geschichten sind Erinnerung. Originalausgabe
BIOGRAFIE
Christoph Marzi wurde 1970 geboren und lebt mit seiner Familie im Saarland. Dort sammelt er in einem Haus mit verwunschenem Garten seine Ideen, die zu Romanen, Kurzgeschichten, Liedern oder Gedichten werden. Für sein Romandebüt »Lycidas« und die Anthologie »Nimmermehr« wurde Christoph Marzi mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Mit seiner Reihe um die »Uralten Metropolen« feierte er fantastische Erfolge. Sein lang erwarteter neuer Roman »Mitternacht« erscheint jetzt bei Piper.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
04.06.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783492280907
Sprache
German
Seiten
313
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REZENSIONEN
Bewertet von tintenwelten und gedankenvielfalt
tintenwelten
gedankenvielfalt
tintenwelten
Es gibt einen Ort in den Nebeln, der von Geistern bevölkert ist. Sie führen dort zuzusagen ein zweites Leben nach dem Tod und handeln mit Alpträumen und Geschichten. Der junge Autor Nicholas übertritt durch einen Zufall die Grenze zwischen dieser und unserer Welt und wird dabei in Machtkämpfe und Intrigen hineingezogen. Zwei Aspekte sind hier besonders hervorzuheben: die tollen und liebenswerten, aber manchmal auch ein wenig verschrobenen Charaktere sowie der sehr bildhafte und detaillierte Schreibstil. Ich mochte vor allem Chesterton, der Nicholas unter seine Fittiche nimmt. Szenen mit ihm haben mir immer ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Auch der sogenannte Findelgeist Agatha ist sehr interessant. Sie weiß nicht wirklich, wer sie eigentlich ist, weil sie keinerlei Erinnerung an ihr Leben hat. Aber natürlich war mir auch Nicholas selber sympathisch, auch wenn er ab und zu ein bisschen naiv und unüberlegt handelt. Mich hat die Story mit ihrem metaphorischen Schreibstil und der düsteren, leicht gruseligen Atmosphäre sofort in ihren Bann gezogen. Wer gerne Geistergeschichten liest, dem wird auch dieses Buch gefallen. Leider kam das Ende allerdings unerwartet zackig daher. Die letzten Seiten unterscheiden sich vom Rest des Buches wie Tag und Nacht: deutlich kürzere und „abgehacktere“, ja schon fast eher zusammenfassende Kapitel und dementsprechend auch ein völlig anders anmutender Schreibstil. Zuerst war ich etwas enttäuscht, vor allem weil ich auf Anhieb auch nicht alles verstanden habe. Dann habe ich das Nachwort des Autors gelesen. Die Erklärung ist leider traurig und tragisch: 2018 erlitt Christoph Marzi einen schweren Schlaganfall. „Mitternacht“ hat er deshalb nur unter großen Anstrengungen beenden können. Er hat meinen vollen Respekt, dass er es trotzdem geschafft hat die Geschichte von Nicholas, Agatha und Chesterton für uns Leser und wahrscheinlich besonders auch für sich selbst abzuschließen. Übrigens ist im Nachwort auch die Rede von einem möglichen Folgeband. Vielleicht wird das Ende dort nochmal neu aufgerollt? Zu wünschen wäre es diesem ansonsten überaus überzeugenden Buch.
Wow
gedankenvielfalt
Es ist mein erstes Buch von Christoph Marzi, aber ich hatte bisher immer so viel gutes gehört, da wollte ich mir mal ein eigenes Bild von diesem sagenhaften Autor machen. Und was soll ich sagen? Ich kann verstehen das man seine Bücher liebt. Ich habe selten so einen einfachen, strukturierten und skurrilen Schreibstil gesehen. Er spielt mit den Wörtern und man hat das Gefühl sich in in dieser Welt aus Buchstaben zu verlieren. Ziemlich schnell habe ich mich in dieser Geschichte verloren, denn die Beschreibungen der Städte und vor allem der Nebelstadt waren einfach grandios. Ich hatte ständig Kopfkino und habe mich gefühlt als würde ich die Schauplätze selber sehen und sie besuchen. Die Figuren waren auch mehr als lebendig, fast schon als würden sie wirklich existieren. Selten habe ich mich direkt am Anfang verloren und erst am Ende die Umgebung wieder realisiert. Das Buch ist einfach nur fesselnd. Egal ob man die Schauplätze, die Figuren oder die Ereignisse nimmt, alles passt einfach perfekt zusammen und geben die perfekte Geschichte ab. Leider hat mir das Ende absolut nicht zugesagt, es erfolgte alles so plötzlich und hat so viel von dem anfänglichen Charme davor zerstört. Ich habe dann gelesen das der Autor einen Schlaganfall hatte und ich schätze mal, dass daher der Roman so holprig beendet wurde, denn es passte eigentlich überhaupt nicht zum Rest. Ich weiß nicht wie ich das im Enddefekt bewerten soll, denn an sich ist das Buch wirklich der Hammer gewesen, daher habe ich mich entschieden: 4 Sternchen zu vergeben, da alles andere wirklich frech wäre. Fazit Christoph Marzi konnte hier mit einer genialen Kulisse, wahnsinnig spannenden Ereignissen und sympathischen Charakteren punkten. Das ganze Buch fesselt und zerstört einen vor Spannung. Das Ende hinterlässt großen Frust, aber kann trotzdem nicht das ganze Gefühl der Begeisterung löschen.
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