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Mordsblues
Ulrike Busch

Mordsblues

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ZUSAMMENFASSUNG
St. Peter-Ording im Herbst-Blues: Zum Abschluss der Saison veranstaltet Björn Rock, Inhaber einer Musikkneipe, das erste nordfriesische Blues-Festival an der Seebrücke des beliebten Nordseebades. Hark Nansen, der Star des Abends, legt einen furiosen Auftritt hin. Wenig später ist er tot, ermordet. Der Kreis der Verdächtigen ist schnell definiert, doch die Indizienlage gestaltet sich kompliziert, denn der Fund einer weiteren Leiche gibt Rätsel auf. War Hark Nansen Täter und Opfer zugleich? Wurde ihm eine Dreiecksgeschichte zum Verhängnis? Und welche Rolle spielen die maritimen Szene-Drinks, die den Ermittlern Tammo Anders und Fenna Stern auf Schritt und Tritt begegnen?
BIOGRAFIE
Drei Herzenswünsche hat die gute Fee der gebürtigen Ruhrpottpflanze Ulrike Busch erfüllt: Erstens, in Hamburg zu wohnen, und zweitens, als Autorin von Büchern tätig zu sein, die drittens an Nord- und Ostsee spielen. Seit 1986 lebt die ehemalige selbstständige Texterin in Norddeutschland. Dreimal hinfallen, und sie ist an ihren Sehnsuchtsorten: Amrum, Sylt, St. Peter-Ording, Travemünde, Niendorf, Timmendorfer Strand. Überall da, wo es viel Meer, Wind und Wetter und eine salzige Brise gibt. Bereits ihr erster Krimi, der 2015 erschienene Bestseller Der Pfauenfedernmord, etablierte sich als Longseller. Seitdem arbeitet die hauptberufliche Autorin ständig an neuen Bänden ihrer erfolgreichen Cosy-Krimi-Reihen Ein Fall für die Kripo Wattenmeer, Anders und Stern ermitteln und Ein Fall für Molly Bleck.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
10.06.2020
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783750408029
Sprache
German
Seiten
280
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REZENSIONEN
Bewertet von sommerlese und hasirasi2
sommerlese
hasirasi2
Mit einem großen Blues-Festival an der Seebrücke wird das Saisonende in Sankt Peter-Ording gefeiert. Noch einmal zieht dieses von Kneipeninhaber Björn Rock veranstaltete Event viele Gäste in das beliebte Nordseebad. Der Star des Abends ist der gefeierte Blues-Musiker Hark Nansen, leider kann er seinen Erfolg nicht auskosten, denn kurze Zeit später wird er ermordet aufgefunden. Die Indizien sind nicht eindeutig und eine weitere Leiche sorgt für erneute Aufregung. Tammo Anders und Fenna Stern haben viel zu tun, um ihre Befragungen durchzuführen. Immer wieder stoßen sie auf Szene-Getränke, deren Hersteller sich scheinbar im Konkurrenzkrieg befinden. Dieser "Kripo Greetsiel"-Band wird wieder vom Ehepaar und Ermittler-Duo Fenna Stern und Tammo Anders bestritten. Obwohl es sich um eine Reihe handelt, kann dieser Band wieder ohne Verständnisprobleme allein gelesen werden. Ulrike Buschs Schreibstil lässt sich durch die lebendige Handlung und die alltagsnahen Dialoge wie immer gut lesen. Dies ist ein Cosy-crime und daher geht es locker und leicht humorvoll zu, natürlich wird die Suche nach dem Mörder auch spannend, aber nie blutig oder grausam. Den Schwerpunkt legt die Autorin auf die Ermittlung der Mordfälle, die größtenteils durch Befragungen sämtlicher Zeugen bestritten werden. Dabei werden manche Verflechtungen und Beziehungen aufgedeckt, die durchaus ein Grund für ein Mordmotiv sein könnten. Dank einiger Einblicke in das Privatleben ihrer Protagonisten, erfährt man mehr über die Entwicklung der kleinen Familie Anders/Stern. Das habe ich gerne mitverfolgt und mich erneut in der Familie heimisch gefühlt. Diese Nordlichter werden als Stammpersonal vorab in einem Personenregister aufgeführt, sodaß man sich gegebenenfalls über die Figuren informieren kann. Wie gewohnt kann man gut miträtseln, es gibt wieder mehrere Personen, die ich verdächtigt habe. Am Ende kommt die Aufklärung nicht ganz so überraschend, weil man ja jeden für schuldig hielt, aber es ist erneut ein perfekter Abschluss dieser Reihe. Die Spannung nimmt im zweiten Teil des Buches Fahrt auf und man fiebert nur dem Ende entgegen. Für diesen kurzen Ausflug an die herbstliche Nordsee mit Unterhaltung, Bluesmusik, Spannung und Ratespaß vergebe ich vier Sterne. Wie immer haben mich die Autorin und die Ermittler nicht enttäuscht und den Fall aufgeklärt.
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Mordskonzert Veranstalter Björn Rock will ein Bluesfestival in Sankt Peter-Ording etablieren. Doch am vorletzten Abend werden der Star der Show, der Sänger Hark Nansen, und seine Bassistin Dora nach ihrem Auftritt ermordet. Die Kommissare Anders und Stern hatten auf ein ruhiges Wochenende gehofft, als sie zum Tatort gerufen werden. Stattdessen müssen sie jetzt inmitten des Festivals ermitteln, ohne dass die Besucher und Teilnehmer zu viel davon mitbekommen. Die Zeugenlage gestaltet sich schwierig, da es zum Tatzeitpunkt bereits dunkel war. Die anderen Bandmitglieder verdächtigen sofort Harks Ehefrau Sina. Die Ehe lief nicht mehr besonders gut und ihm und Dora wurde ein Verhältnis unterstellt. Aber auch Veranstalter Björn Rock und der Lokalpolitiker Frerik Wree, der auf unbedingten Nationalstolz dringt („Nordfriesland muss nordfriesisch bleiben. Ich möchte unsere Region vor zu vielen fremden Einflüssen schützen. Die Globalisierung macht unser Heimatgefühl kaputt.“ (S. 224)), geraten ins Visier der Ermittler, weil sie eine alte Fehde verbindet. Außerdem versuchen beide, jeweils ein neues In-Getränk (Alkopop) zu lancieren und bekommen sich deswegen regelmäßig in die Wolle. Sind Hark und Dora der Kollateralschaden des eskalierenden Streits? „Mordsblues“ von Ulrike Busch ist bereits der 4. Teil der Reihe Anders und Stern, aber ein in sich geschlossener Fall der ohne Vorkenntnisse der anderen Bände gelesen werden kann. Die Autorin ist bekannt für ihre Cosy-Krimis – unblutige, leichte und vor allem unterhaltsame Bücher mit viel Lokalkolorit. Die verschiedenen Verdächtigen laden zum Mitraten ein, auch wenn es diesmal erst gegen Ende so richtig spannend wurde. Durch Frerik Wree hat der Fall einen sehr aktuellen, brisanten Hintergrund. Sein Lokalpatriotismus geht soweit, dass er allem Nicht-Nordfriesischem extrem ablehnend gegenübersteht. Er sammelt die ziellose Jugend um sich und spannt sie für seine Zwecke ein. Sie müssen sich ihm total unterordnen – Parallelen zum Nationalsozialismus deuten sich an. Selbst bei dem von ihm entwickelten Alkopop pocht er auf die nordfriesische Herkunft. Mein Fazit: Schöner Cosy-Krimi mit viel Lokalkolorit, sympathischen Ermittlern und brisantem Hintergrund.
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