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DuMont Taschenbücher
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ZUSAMMENFASSUNG
Der Erzähler Michel ist Beamter im Kultusministerium und nach Dienstschluss einsamer Peep-Show-Erotomane. Die Urlaubspauschalreise ins Traumland Thailand verspricht diesem »ziemlich mittelmäßigen Individuum« paradiesisches Glück und sexuelle Erlösung. Zusammen mit seiner Mitreisenden Valérie, in die er sich verliebt, erfindet er ein rettendes Programm für die Reisebranche: Wenn mehrere Hundert Millionen alles haben, bloß kein sexuelles Glück, und mehrere Milliarden nichts haben als ihren Körper, dann ist das »eine Situation des idealen Tauschs«. Doch das Glück, nach dem Houellebecqs Erzähler Michel verzweifelt sucht, wird bei einem islamistischen Terroranschlag jäh zerstört.
BIOGRAFIE
Michel Houellebecq wurde 1958 geboren. Er gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart. Für seine Bücher, die in über vierzig Ländern veröffentlicht werden, wurde er mit den wichtigsten Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Prix Goncourt. Auf Deutsch ist nahezu sein gesamtes Werk bei DuMont verlegt. 2015 erschien sein Roman >Unterwerfung<, der wochenlang auf der Bestsellerliste stand und ein großes Medienecho hervorrief. Uli Wittmann, geboren 1948, überträgt englische und französische Literatur ins Deutsche, u. a. Philippe Djian, J.M.G. Le Clézio, Noëlle Châtelet und Michel Houellebecq. Er lebt in Paris.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.03.2015
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783832161767
Sprache
German
Seiten
340
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REZENSIONEN
Bewertet von awogfli
awogfli
Diese widerliche Sexismusphilosophe von Houellebecq ist schwer zu ertragen. Ein ältlicher verbrauchter fader alter Sack von einem Staatsangestellten, der auf einer 10teiligen Attraktivitätsskala eine 0,5 belegt, sudert und philosophiert über die Unlust europäischer Frauen, und beschwert sich, dass sie von ihm verlangen, zumindest intelligent oder witzig zu sein, wo er sich ja so gar nicht anstrengen möchte. Gleichzeitig will er eine Frau mit dem Ranking von 10+2 und fordert im Gegenzug alles von Frauen: Jugend, Schönheit, perfekter Busen & Hintern, gut im Bett...Sehr gut, dass diese weinerlichen Versager, die sich offensichlich noch nie ehrlich im Spiegel betrachtet haben, meist durch die europäische Qualitätskontrolle der Frauen fallen und von der Evolution normalerweise hinweggefegt werden. Denen bleiben dann ja noch die viel besseren so braven Thai-Mädchen. Ich muss immer sehr lachen und begeistert applaudieren, wenn diesen alten Widerlingen anschließend von Thai-Frauen und ihren Familien das kleine mittelprächtige Ersparte komplett weggenommen wird (kenne sehr viele Fälle). Bravo! Gut gemacht! Diese Karrikaturen von Männern glauben doch wirklich, es gibt alles umsonst ohne irgendeine Gegenleistung nur weil sie Gottes Geschenk an die Menschheit sind. Die erzählerischen Stärken von Houellebecq sind die treffenden Skizzierungen von unterschiedlichen Charaktären und die Beschreibung der thaländischen Rundreise. Auch die ersten Sexszenen, als der alternde Beamte unverhofft auf seine große Liebe Valerie trifft, sind nicht schlecht geschrieben. Leider bleibt es dabei, dass sich der Autor bei dieser offensichtlich tiefen innigen Beziehung im Ausdruck der Gefühle nur auf das Schlafzimmer beschränkt und bald wird das Rein-Raus-Spiel inklusive 3ern und 4ern mit wechselnden Partnern (man will ja nicht prüde sein und braucht ständig einen neuen Kick) - gähnend laangweilig und auch flach. Für einen Autor, der sein Handwerk verstehen sollte, sind die Gefühle dieser Beziehung total armselig fast schon wortkarg beschrieben. Dann erfolgt die Konzeption der "Plattform", auf der laut Klappentext jeder gibt was er/sie hat, die einen ihren Körper, die anderen Geld. Ja in welcher Zeit ist denn dieser Methusalix von Autor aufgewachsen? Im Jahr 2002 keine Internet Plattform? Diese Konzeption hätte mich wirklich interessiert. Nein Houellebecq ist sowohl in seiner Gefühlsarmut als auch in der Zeit steckengeblieben und hat die digitale Revolution und manches andere verschlafen. Er präsentiert mir als Leserin die Umwandlung von Club Med-artigen Ferienclubs in quasi Bordellclubs tatsächlich als Idee - doppelt laangweilig und genervt. Das letzte Potenzial der Geschichte verspielt er dann auch noch leichtfertig. Es wäre spannend gewesen zu sehen, wie sich diese auf Sex basierende Beziehung durch den Druck, ständig Neues und Sensationen zu erleben, indem man neue Sexpartner dazunimmt, nach und nach totläuft. Aber nein - die bösen Islamisten auf Krabi kommen und löschen die große Liebe durch einen religiös motivierten Terroranschlag aus. Wie platt und klischeehaft ist das denn? Wundert mich sowieso, dass er in einem riesengroßen 90% buddhistischen Land, in dem sowas normalerweise niemanden kratzt, den Sexclub ausgerechnet in Krabi, einer kleinen Provinz positioniert, die einzige Gegend, in der die Bevölkerung muslimisch ist. So ein dämliches Management existiert wirklich nur in Houelles Kopf-Fiktion und gehört alleine schon aus unglaublicher Dummheit mit einer Kalaschnikov niedergemäht. Fazit: Ein paar erzählerische Stärken, ansonsten absolut entbehrlicher Roman und höchstenfalls nur als Onaniervorlage geeignet.
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