Marc-Uwe Kling

QualityLand

Ist Teil der Reihe
dunkle Edition
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
IN QUALITYLAND LAUTET DIE ANTWORT AUF ALLE FRAGEN: OK »Kling erzählt formal bestechend und einfallsreich. Der aufregendste politische Roman, den ich seit langem gelesen habe.« ARD DRUCKFRISCH - DENIS SCHECK »EINE GESELLSCHAFTSSATIRE ZUM TOTLACHEN, FÜR ALLE, DIE NOCH NICHT TOT SIND.« DIE ZEIT - ELISABETH VON THADDEN »EINE FEDERLEICHTE KOMÖDIE MIT BÖSEM WITZ UND ORIGINELLEN BILDERN.« FAZ - SANDRA KEGEL
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.04.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783548291871
Sprache
German
Seiten
381
Schlagworte
Känguru-Chroniken, künstliche Intelligenz, Känguru, The Circle, Drohnen, Science Fiction, IoT, Internet of things, Quality Land, Selbstfahrende Autos, Poetry Slam, Schnapspralinen, berlin, Orwell, KI
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REZENSIONEN
Bewertet von jeanette, DasIgno und 2 andere
jeanette
dasigno
librumcomponere
carstenfriedrich
QualityLand, das großartigste Land der Superlative, irgendwann in der Zukunft: Die Menschen profitieren von technischen Errungenschaften wie selbstfahrenden Autos und Lieferdrohnen. Doch gleichzeitig rauben Algorithmen den Menschen ihre Selbstbestimmung. Wen du lieben sollst, bestimmt QualityPartner, TheShop liefert alle Produkte, die du dir unbewusst gewünscht hast und dein Level bestimmt, was du machen kannst und darfst. Der Lebenslauf jedes Kindes ist vorherberechnet und es trägt sein Leben lang den Beruf des Vaters bzw. der Mutter als Nachnamen. Mittendrin in dieser nur scheinbar perfekten Welt lebt Peter Arbeitsloser. An der Seite dieses Maschinenverschrotters mit niedrigem Level erlebt der Leser den Alltag in QualityLand. Dieser gerät durcheinander, als Peter von TheShop etwas geliefert bekommt, das er nicht möchte… Zudem steckt QualityLand gerade mitten im Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen. Das Buch ist humorvoll geschrieben, doch viele Passagen stimmen auch nachdenklich, weil Klings „Zukunftsvisionen“ erschreckend nahe an die heutige Zeit herankommen. Insgesamt gibt es aber einiges zum Schmunzeln, besonders bei den zahlreichen Anspielungen auf die Vergangenheit. Die Geschichte selbst bietet vor allem zum Ende hin die eine oder andere Überraschung. Dennoch ist die Handlung für mich beim neugierigen Staunen über das Leben in QualityLand in den Hintergrund gerückt. Zwischendurch ist das Buch immer wieder mit schwarzen Seiten mit Werbung aus QualityLand gespickt, die weitere spannende Einblicke bieten. Die Inhalte dieser Seite sind in der schwarzen und der weißen Ausgabe unterschiedlich. Ein Link am Ende des Buches führt zu der Werbung aus der anderen Version. Das Buch ist sprachlich sehr einfach gehalten und wirkt teilweise roboterhaft, zum Beispiel wenn dreimal hintereinander „sagt XY“ vorkommt.
Wow
Eine nicht allzu ferne Zukunft. Digitalisierung und Vernetzung haben die Welt komplett verändert. Politik ist nur noch unbedeutendes Theater, die großen IT-Konzerne sind noch größer geworden und sie haben die Macht. Ihre Algorithmen haben übernommen. Zu jedem Menschen haben sie ihre Profile und die vernetzte Welt füttert sie stetig mit wirklich jeder Information. Peter Arbeitsloser ist ein Level-10-Maschinenverschrotter und damit auf der Schwelle zum Dasein als Nutzloser, der untersten Stufe gesellschaftlicher Wertigkeit. Sein Leben läuft insgesamt nicht so, wie er es sich vorstellt, aber auch nicht so schlimm, dass er sich beschweren würde. Als sich seine Freundin einen »besseren« Partner empfehlen lässt, rutscht Peter in die Nutzlosigkeit. Da taucht eine Lieferdrohne auf, mit einer Lieferung, von der der Algorithmus berechnet hat, dass Peter sie wünscht – ein pinkfarbener Delfinvibrator. Und damit beginnen sich die Ereignisse in Peters Leben zu überschlagen. Marc-Uwe Kling! Eigentlich ist damit schon alles gesagt, was man sagen muss. In QualityLand zeichnet er (oder war er das gar nicht selber?) eine nahe Zukunft, die jedenfalls in Teilen gar nicht so fern sein könnte. Satirisch setzt er sich mit den großen Themen unserer Zeit auseinander und lässt dabei kaum ein gutes Haar an Politik, IT-Branche und großen Teilen der Gesellschaft. Beinahe spielerisch lässt er dabei mögliche Lösungen für Probleme von allumfassender Vernetzung, dem Arbeitsplatzabbau durch die Digitalisierung und einigem mehr einfließen. Kling schickt seine Leser in einen stetigen Wechsel zwischen Lachen und Nachdenken. Ob er nun die politische Rechte und ihr Zehren von Filterblasen oder Alltagsproblemchen, die dadurch entstehen, dass jeder Mensch in seiner persönlichen Filterblase gefangen ist, aufs Korn nimmt, ein Stück schon bestehender Realität ist immer dabei. Liebenswert gezeichnete Charaktere menschlicher und technischer Natur runden das Buch ab und machen es leicht, in die Story einzutauchen. Lest das! Mehr kann ich abschließend eigentlich nicht sagen. Das Buch geht rasend (viel zu) schnell runter, trotzdem ist es ein echtes Erlebnis, das nachhallt. Die beste Satire, die ich seit Die Bibel nach Biff gelesen habe.
Wow
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Die Känguru-Hörbücher sind toll und man kann sie immer wieder hören, irgendwann schreibe ich auch mal was dazu. Das vorliegende Hörbuch jedoch geht in eine ganz andere Richtung und hat erstmal nichts mit den Geschichten über das vorlaute Beuteltier zu tun. Kling hat eine Dystopie entworfen, eine düstere Zukunftsvison in nicht allzu ferner Zukunft. Und wie in allen Dystopien wird zum einen die Gesellschaft, die Technik und die Entwicklung dahin beschrieben und zum anderen gibt es einen Protagonisten, der das System durchschaut und mit seinen bescheidenen Mitteln anfängt, es zu bekämpfen. Siehe auch Brave New World, 1984, The Circle et al. Die vorliegende Vision denkt aktuelle technische und gesellschaftliche Entwicklungen nur weiter und fügt sie in ein System eines totalitären Staates. Es gibt Scoring, persönliche Assistenten, Lieferdrohnen und selbstfahrende Autos. Es werden Begrifflichkeiten wie KI, Hackern, Algorithmen und Kybernetik erklärt und anschaulich dargestellt. Es geht um einen Präsidentschaftswahlkampf zwischen einem Androiden und einem reaktionärem Arschloch. Um Vorhersagesysteme und automatisierter Kriegsführung. Es werden moralische Fragen aufgeworfen und diskutiert, die wir eigentlich jetzt diskutieren sollten, bevor wir uns der Maschinenherrschaft unterwerfen. Die Story bildet jedoch der Normalo Peter Arbeitsloser, benannt nach dem Beruf seines Vaters und dessen Kampf um die Rückgabe eines unwerwünschten Produktes. Subtextuell begegnen wir auch dem Känguru in Form eines ausrangierten Persönlichen Assistenten und allerlei mehr Figuren aus der Trilogie. Denn ganz ablassen von schlechtem Wortwitz und absurden Situationen kann der Autor bei allem Ernst des Themas eben nicht. Und das macht das ganze Buch so symphatisch, dass es eben keine düstere Zukunftsvison ist, sonder prall gefüllt mit Ironie-Layern, Anspielungen und Andeutungen, sowohl auf aktuelle Diskurse als auch das eigene Werk. Lest dieses Buch, hört Euch das Hörbuch an, nehmt es in den Kanon für Schulen auf. Und bewertet es mit 10/10 Sternen, sonst kommen unangenehme Nachfragen.
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