mojoreads
Community
Marc-Uwe Kling

QualityLand

Gegenwartsliteratur
Ist Teil der Reihe
helle Edition
!
5/5
3 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
!
KOMMENTARE
ZUSAMMENFASSUNG

Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller? Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet, die lange nachwirkt. Visionär, hintergründig – und so komisch wie die Känguru-Trilogie.

BIOGRAFIE
Marc-Uwe Kling singt Lieder und erzählt Geschichten. Sein Geschäftsmodell ist es, kapitalismuskritische Bücher zu schreiben, die sich total gut verkaufen. Seine Känguru-Geschichten wurden 2010 mit dem Deutschen Radiopreis und 2013 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
22.09.2017
Ausgabe
eBook
ISBN
9783843716727
Sprache
German
Seiten
384
Schlagworte
Känguru-Chroniken, künstliche Intelligenz, Känguru, The Circle, Drohnen, IoT, Science Fiction, Internet of things, Quality Land, Poetry Slam, Selbstfahrende Autos, Schnapspralinen, Qualityland, Orwell, berlin
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von Lilli, Buchensemble und 3 andere
lxllx
buchensemble
gletscherwoelfchen
ingridpabst
bastilkarton
Nachdem ich die Känguru-Chronik von Marc-Uwe Kling gelesen habe, wollte ich auch dieses Buch unbedingt lesen. Schreibstil Der Schreibstil ist - wie man es von den Känguru-Chroniken kennt - total locker, humorvoll und unterhaltsam. Charaktere Die Charaktere sind sehr klischeehaft gestaltet, was aber genauso wie es ist, sehr gut ins Konzept des Buchs passt. Es ist gut, dass man mehrere Charaktere aus Qualityland begleitet, weil amnb dadurch diverse Eindrücke aus verschiedensten Perspektiven erhält. Handlung Die Handlung habe ich manchmal als ein wenig ziellos empfunden, sie ist also wirklich sehr sehr leicht. Wer nach anspruchvollem Inhalt sucht, ist hier nicht unbedingt richtig. Das soll aber nicht heißen, dass dieses Buch nicht sehr durchdacht und anschaulich ist, denn das ist es definitiv. Die Handlung ist in sich sehr schlüssig, aber oftmals überspitzt. Fazit Ich mochte das Buch sehr gerne. Es regt auf eine sehr besondere Art zum Nachdenken an und ist definitiv einzigartig. Definitiv lesenswert!
Wow
Buchensemble
Das Peter-Problem Zukunft. Qualityland. Die Menschen werden mit den Arbeitsbezeichnungen ihrer Eltern zum Zeitpunkt der Zeugung benannt. So sind Peter Arbeitsloser und Sandra Admin ein Paar, dessen Beziehung aber nicht lange hält: Sandra bekommt einen besser passenden Partner vorgeschlagen, denn alles ist intelligent in Qualityland. Konsum ist Gott: Nichts wird repariert, Reparaturen oder Maschinentherapien sind strafbar. Peter Arbeitsloser betreibt eine Schrottpresse, in der er defekte und nutzlose Geräte zu Schrottwürfeln verarbeitet. Doch er bringt es bei einigen Dingen nicht übers Herz, die wahrnehmenden künstlichen Intelligenzen umzubringen. So bleiben ein Staubsaugerroboter mit Messie-Syndrom, Kalliope 7.3, eine E-Poetin mit Schreibblockade und ein verdächtig nach Känguru klingendes Qualitypad namens Pink beispielsweise am Leben und arbeiten mehr oder weniger motiviert an der Revolution. Doch eigentlich geht es nur um einen rosafarbenen Delfin-Vibrator, der Peter Arbeitsloser ohne Grund zugesendet bekommen hat. Er möchte ihn zurückgeben und lernt auf seinem aufkeimenden Abenteuer die Hackerin Kiki kennen. Dann sind da noch die anstehenden Wahlen, denn die Präsidentin wird in 64 Tagen sterben … Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe: Diese Rezension begonnen Big Bang Theory Staffel 2, Folge 5 in OV geschaut Dehnübungen und Yoga als Kurz-vorm-Einschlafen-Ritual Mein Eindruck zu Qualityland: Qualityland ist eine Mischung aus ernstzunehmender Utopie und dem Humor von Marc-Uwe Kling. Das soll nicht heißen, dass die beiden Lager sich gegenseitig ausschließen würden, aber … doch, irgendwie schon. Ich habe wider Erwartens weniger “deutschen Humor” gefunden, sondern eine in sich geschlossene, sinnvolle und manchmal sogar spannende Handlung. Klings Stärke liegt klar bei den Dialogen sowie in den alltäglichen Situationen. Sobald zwei Personen aufeinandertreffen, weiß Marc-Uwe Kling genau, was er tut. Die Handlung selbst ist weder spannend noch rasant, aber darum geht es bei Qualityland auch gar nicht. Dieses Buch enthält, wer hätte es gedacht, bissige Gesellschaftskritik, Sarkasmus und Humor, absurde und witzige Situationen, spannende, aber leider flache Charaktere, null Drama und ein paar Lacher. Die vollständige Rezension findest du beim Buchensemble.
Wow
gletscherwoelfchen
"In Qualityland lautet die Antwort auf alle Fragen: OK" Qualityland - das ist sowohl der Name des neuen Romanes Klings aus dem Jahr 2019, als auch der Name des Landes, in dem jene Zukunftssatire spielt. Algorithmen bestimmen dessen Bewohner: Sie bekommen Produkte geliefert, ohne sie bestellt zu haben, die das Unternehmen "TheShop" jedoch speziell für diese auswählt, bezahlen alles nur noch per "TouchKiss" und werden in Level eingeteilt, die ihre Nützlichkeit für die Gesellschaft darstellen. Als Peter Arbeitsloser eines Tages ein Produkt geliefert bekommt, mit dem er nichts anzufangen weiß, beginnt er, das System zu hinterfragen. Und auch andere Bewohner Qualitylands beginnen daran zu zweifeln, ob ein Androide als Präsidentschaftskandidat überhaupt geeignet ist. Kling verarbeitet in seinem Roman mehrere verschiedene Handlungsstränge. Zu den Protagonisten gehören unter anderem der Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser, der Politiker Martyn Vorstand sowie der Androide John of Us. Zu Beginn von "Qualityland" werden diese Charaktere gesondert von einander betrachtet. Die einzelnen Handlungsstränge werden erst Stück für Stück mit einander verwoben, wodurch ein Roter Faden erst deutlich später erkennbar wird. Dies erschwert gerade in den ersten Kapiteln das Verständnis deutlich und hat mich als Leser einige Male in Verwirrung gebracht. Der Schreibstil wiederum hat das Verständnis ein wenig erleichtert. Er ist sehr flüssig und recht einfach sowie strukturiert. Nicht zu vergessen ist die Prise Humor, die einem immer wieder begegnet. Dieser lockert das doch sehr ernste Thema ein wenig auf und lädt zum Schmunzeln ein. Dennoch ist weniger manchmal mehr. Mir wirkte ebenjener Humor oft zu erzwungen und ähnlich wie ein Dämpfer. Zu Gute halten muss man Kling allerdings, dass die Zukunftsszenarios in "Qualityland" nicht völlig aus der Luft gegriffen sind. Wenn man genauer hinschaut, erkennt man viele Parallelen zur heutigen Zeit. Natürlich sind diese teils sehr überspitzt dargestellt, die Essenz ist aber die gleiche. Und hat man diese erst einmal erkannt, begleitet sie einen auch nach dem Lesen. Nette Extras sind zudem beispielsweise eine Art Reiseführer, Werbung oder diverse Artikel, welche zwischen den Kapiteln auftauchen. Nicht zu vergessen sind die zwei verschiedenen Versionen des Romanes: Eine helle für Optimisten und eine dunklere für Pessimisten. Zusammenfassend würde ich das Buch jedem empfehlen, der an einem Zukunftsszenario rund um die Digitalisierung interessiert ist und jede Menge mehr oder weniger humorvollen Einschüben nicht abgeneigt ist. Mich konnte "Qualityland" überzeugen, auch wenn ich an einigen Passagen meine Schwierigkeiten hatte. 4/5 Sternen
1 Wow
Wie hat’s mir gefallen Ich gestehe, ich war von der Art des Buches von Anfang an fasziniert. Nicht nur die beiden Editionen fand ich interessant, sondern auch die Zwischenkapitel. Dieses Buch sollte man auf keinen Fall als eBook lesen, denn dann verpasst man wirklich viel! Für die gesamte Aufmachung, bestehend aus Bindung, Cover und Innendesign, gibt es einen riesigen Pluspunkt! Man bekommt Lust in dem Buch zu verweilen, sich Zeit zu lassen und jede Seite zu erkunden. Oft fliegt man durch ein Buch und achtet gar nicht auf die Seiten. Hier ist es anders und das mochte ich sehr! Nun kommen wir mal zum Inhalt. Dieser konnte mich anfangs gar nicht überzeugen, denn Peter Arbeitsloser führt ein furchtbar langweiliges Leben. Es brauchte so seine Zeit, bis ich das erschreckende System näher kennenlernte und mehr über die Zukunftsgesellschaft erfahren habe, Je mehr ich erfuhr, desto mehr wollte ich lesen. Ich war geschockt und fasziniert zugleich, denn einerseits scheint die Vision des Autors so weit weg und doch so nah. Beim lesen beschäftigt man sich mit den Fragen, wieso die Roboter so emotional und die Menschen so taub sind und schnell merkt man, dass Marc-Uwe Kling sehr scharfsinnig unsere Gesellschaft darstellt. Er kritisiert ohne den gehobenen Zeigefinger zu zücken, kommt mit trockenem Humor und lässt einige Fragen beabsichtigt offen. Das gefiel mir alles sehr gut, wenn es auch nicht immer rund war. Der Schreibstil lässt mich zwiegespalten zurück. Mir waren viele Sätze zu einfach. Zwar gab es viele Stellen, bei denen man zwischen den Zeilen lesen konnte und über die man nachdenken konnte, aber hier habe ich mir sprachlich mehr Tiefe erhofft. Dann dachte ich aber oft: gerade weil die Sprache sehr einfach gehalten ist, fällt es leicht, viel hinein zu interpretieren. Das heißt; manchmal war mir einfache Sprache zu wenig, manchmal fand ich es ganz gut. Trotz allem erwartet man bei dieser Thematik einen erwachseneren und gehobeneren Schreibstil, der schlichtweg anspruchsvoller ist. Wieso habe ich nur vier von fünf Sternen gegeben? Weil mich der rote Faden nicht immer überzeugen konnte und mir auch das Ende nicht wirklich genug war. Manche Dinge kamen zu plötzlich, manches zog sich zu sehr. Das Buch überzeugt als Ganzes zwar, hat jedoch hier und da kleine Schwächen. Gut zu wissen Nebst der hellen Edition für Optimisten gibt es (wer hätte es gedacht) noch eine dunkle Edition für Pessimisten. Mehr zu Qualityland gibt es hier. Bewertung 4/5 Ein gutes Buch, das zum Nachdenken anregt, teilweise humorvoll eine erschreckende nicht allzu entfernte Gesellschaft beschreibt und solide unterhält. Hier und da hätte ich mir mehr Tiefe oder einen anspruchsvolleren Schreibstil gewünscht, bin aber mit dem Buch als Ganzes (vor allem mit der Optik) sehr zufrieden.
Wow
Mit den "Känguru-Chroniken" hat Marc-Uwe Kling sein literarisches Können, sein Ideenreichtum und seinen Humor mit gewiefter Brillianz unter Beweis gestellt. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an "QualityLand". Ich habe eine gut durchdachte, raffinierte, auf hohem Niveau witzige Dystopie erwartet- bekam jedoch an vielen Stellen billige und sexualisierte Gags, die die gute Grundidee der Zukunftsvision leider etwas versaut haben. Inhalt: Peter Arbeitsloser lebt in QualityLand. Das Land der Superlative, des allumfassenden technischen Fortschritts. Das Land, in dem Algorithmen dich besser kennen als du selbst, dir deinen Partner aussuchen und dir Dinge schicken, bevor du selbst je auch nur den Wunsch geäußert hast. Das Land, in dem ein Androide (ein sehr menschenähnlicher Roboter) gegen einen Menschen bei der Präsidentschaftswahl antritt. Und das Land, in dem dein Gesellschaftliches Level dein Leben vorbestimmt. Peter Arbeitsloser duldet sein Leben als Maschinenverschrotter- bis er eines Tages eine fragwürdige Lieferung von "TheShop" bekommt - einen rosafarbenen Delfinvibrator- und ein fundamentales Problem darin erkennt. Meinung: An sich war das Universum, in dem sich Peter bewegte- also das von Marc-Uwe Kling erdachte Zukunftsszenario- sehr vielversprechend. Vielleicht ist eine Welt, die von Algorithmen, Computern und Maschinen gesteuert wird, nicht die bahnbrechendste literarische Innovation im Bereich der Science-Fiction, dennoch hatte die Idee viel Potential. Auch, dass ein Mensch aus einem untersten Level, ein "Nutzloser" wie es im quality-Wortschatz so schön heißt, versucht, sich gegen das System aufzulehnen und in einer kleinen Sache ein fundamentales Problem erkennt, hätte wirklich gut umgesetzt werden können und sicher einen richtigen Spannungsbogen kreieren können, doch durch den sehr platten Humor hat die Idee an Überzeugungskraft und Seriösität verloren. Aus den Känguru-Chroniken bin ich Marc-Uwe Klings stellenweise zynischen, grotesken und unterschwellig gesellschafts- und politikkritischen Humor gewöhnt, der nach vielleicht anfänglichen Schwierigkeiten einen wirklich sehr amüsiert. Doch "QualityLand" wimmelt nur so von Witzen unter der Gürtellinie. Selbstbefriedigung hat einen für mich viel zu hohen Anteil angenommen, und ich war wirklich sehr unschlüssig darüber, warum er das Thema auch noch in das Buch schreiben musste. Ein rosafarbener Delfinvibrator als Schlüsselgegenstand hat mir persönlich an sexuellen Anspielungen schon gereicht. Doch manche Schilderungen gehen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf, und diese obszönen Bilder überschatten alles, was ich an dem Buch vielleicht doch mochte. Lobend hervorheben muss man die Welt und die Charaktere, die Marc-Uwe Kling erschaffen hat. Man hatte eine ganze Bandbreite an verschiedenen Personen und Maschinen, die als Team gut interagiert haben und, ähnlich wie in den Känguru-Chroniken, eine Horde von grotesken Wesen waren. Die Vision war in sich schlüssig, wenn ich manche Erfindungen auch sehr verwirrend fand. Der Aufbau des Buches hat mir auch gut gefallen, denn zwischen den Kapiteln befanden sich immer wieder Berichte oder Anzeigen aus QualityLand, die besonders durch die Kommentare unter dem jeweiligen Beitrag einen höheren Unterhaltungsfaktor hatten als so manches Kapitel. Zumal die Berichte oft einen Bezug zu vorherigen Anspielungen aufwiesen und somit dem Leser das Gefühl gaben, immer mehr ein Teil von QualityLand zu werden. Persönlich haben mich die einzelnen Anspielungen an die "Känguru-Chroniken" sehr glücklich gemacht, es gab mir etwas vertraut witziges, wodurch sie als meine Rettungsringe an niveauvollen Witzen in diesem Buch fungierten. Die unterschwellige Kritik an dem immer allumfassender werdenderen technischen Fortschritt und die Risiken, die jener birgt, ist definitiv deutlich geworden, jedoch wurde ihr meiner Meinung nach durch den hohen Sex-Witz-Faktor die Aussagekraft geraubt. Der gezwungene und teilweise wirklich billige Humor hat das an sich gut durchdachte Buch voller Potential leider etwas lächerlich gemacht. Leider alles andere als high-quality.
Wow

KOMMENTARE

!
Noch keine öffentlichen Anmerkungen.
Deine öffentlichen Anmerkungen erscheinen hier gemeinsam mit der korrespondierenden Textstelle. Private Anmerkungen bleiben natürlich privat.
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook