mojoreads
Community
Francesca Hornak

Sieben Tage Wir

Gegenwartsliteratur
!
0 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
!
KOMMENTARE
ZUSAMMENFASSUNG

Eine Woche mit der Familie kann verdammt lange sein ...

Es ist Weihnachten und die Familie Birch trifft sich zum ersten Mal seit Jahren wieder vollzählig in Norfolk. Die älteste Tochter Olivia ist Ärztin und es besteht der Verdacht auf eine ansteckende Krankheit, sodass sie gerade jetzt für eine Woche in Quarantäne muss. Dem Rest der Familie bleibt nichts anderes übrig, als die nächsten sieben Tage mit ihr im Haus zu verbringen. 
Aber eine Woche mit den Liebsten kann sich wie eine Ewigkeit anfühlen, vor allem wenn alle versuchen, ihre Geheimnisse voreinander zu verstecken. Doch das letzte rätselhafte Adventstürchen öffnet sich ganz von selbst und ein unerwarteter Gast taucht auf, der vielleicht alle Fäden zusammenführen kann.

BIOGRAFIE
Francesca Hornak ist Journalistin und schreibt für »The Sunday Times«, »The Guardian«, »Grazia« und »Stylist«. »Familie ohne Ende« ist ihr Debütroman und war in Großbritannien ein riesiger Publikumserfolg.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
12.10.2018
Ausgabe
eBook
ISBN
9783843718592
Sprache
German
Seiten
464
Schlagworte
Adventszeit, Weihnachtsromane für Erwachsene, Weihnachtsgeschichten für Erwachsene, Notting Hill, Very British, Liebe, Tatsächlich Liebe, Love Actually, Weihnachten, Weihnachtsbücher, Weihnachtsroman, Bridget Jones, London, Familie, Advent
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von daffodil, lesemama und 2 andere
daffodil
lesemama
naraya
fuddelknuddel
Familie Birch wird Weihnachten in Quarantäne verbringen. Zwar auf einem weitläufigen Landsitz, aber trotzdem isoliert. Olivia, die älteste Töchter, hat in Liberia geholfen, Opfer der Haag- Epidemie zu versorgen und darf in der siebentägigen Inkubationszeit keine Kontakte zur Außenwelt haben. Also ziehen Mutter Emma, Vater Andrew und Schwester Phoebe mit ihr aufs Land. Wer jetzt aber denkt, dass die Feiertage besinnlich und sorgenfrei verlaufen, irrt gewaltig. Jeder hat ein gewichtiges Problem: verheimlichter Nachwuchs, verheimlichte Krankheit, verheimlichte intime Kontakte und mehr. Francesca Hornak gelingt es ausgezeichnet, ein Wechselbad der Gefühle zu entfachen. Sie erzählt aus der Perspektive der Hauptpersonen, erweckt für jeden Verständnis für dessen Ansichten und sieht mit dessen Augen überdeutlich die Fehler der anderen. Aber aus deren Sicht wiederum sieht alles tatsächlich anders aus.Gefühlvoll, spannend, nachdenklich machend - das alles trifft auf diesen Roman aus dem Ullstein Verlag zu.
Wow
Oberflächlich und langatmig Zum Buch: Olivia ist Ärztin in einem Krisengebiet eingesetzt in dem sie gegen das hochansteckende Haag-Virus ankämpft. An Weihnachten kehrt sie zurück nach Hause, genauer in das Elternhaus in der Pampa von Norfolk, wo ihre ganze Familie sieben Tage unter Quarantäne gestellt wurde. Es ist nicht so einfach für sie, da sie zu ihrer Familie keinen so engen Kontakt hat. Nach und nach kommen die verschwiegenen Geheimnisse der Familienmitglieder ans Tageslicht Meine Meinung: Sieben Tage wir erzählt uns von der wunderbaren, aufopferungsvollen Olivia, die durch ihr Engachmon in Liberia die Gesundheit ihrer ganzen Familie aufs Spiel setzt, weil diese nun gezwungen sind, sich sieben Tage von der Außenwelt abzuschotten. Ich las schon "Sieben verdankt lange Tage" von Jonathan Tropper und irgendwie erinnerte mich doch einiges an das Buch. Nun aber zu den Protagonisten von "Sieben Tage wir". Da hätten wir zum einen die taffe, aber unzulängliche Olivia, die mir ihrer Familie abgeschlossen hat, ihre Mutter Emma, die so übertrieben "normal" sein will, dass es nur noch unnatürlich ist, Andrea, der Vater, ehemaliger Kriegsberichterstatter und nun total unzufriedenen Kolumnist, der nichts besseres zu tun hat als an allem was rum zumäkeln und dann noch zu guter Letzt Phoebe, die jüngere Tochter, die so oberflächlich und ichbezogen ist, dass es nur genervt hat. Alles in allem war die Story nur langatmig und oberflächlich. Die Kapitel waren sehr kurz und immer aus anderer Sicht erzählt. Es hatte Il Prinzip jeder sein Päckchen zu tragen, aber am Ende war es dann, meiner Meinung nach, zu gewollt, ein, zwei Baustellen weniger hätten dem Buch gutgetan. Die letzten fünfzig Seiten haben mich dann doch sehr berührt, ohne die wären es maximal zwei Sterne gewesen.
Wow
Die Birchs sind eine Familie, die sich nicht viel zu sagen hat. Das ändert sich zwangsweise, als Tochter Olivia von einem humanitären Einsatz in Liberia zurückkommt. Mit Verdacht auf den Haag-Virus muss sie eine Woche in Quarantäne verbringen, ausgerechnet über die Weihnachtsfeiertage und das auch noch mit der Familie. Geheim hält sie dabei, dass sie noch während des Einsatzes eine Beziehung zu einem Kollegen dort begonnen hat, das Ansteckungsrisiko ist somit höher als alle denken. Doch auch die anderen Familienmitglieder haben etwas zu verbergen. Die jüngere Schwester Phoebe hat sich soeben verlobt, dennoch scheint ihr so kurz vor der Hochzeit etwas zu fehlen. Sollte jetzt nicht alles perfekt sein? Mutter Emma hat indessen einen Knoten in ihrer Achsel entdeckt und von ihrem Arzt die grausame Gewissheit erhalten: Krebs. Aber wie könnte sie ihren Lieben damit Weihnachten verderben? Und so schweigt sie lieber, als sich dem Mann oder den Töchtern anzuvertrauen. Vater Andrew erhält ausgerechnet vor den Feiertagen eine E-Mail von einem jungen Mann aus Amerika, der behauptet, sein unehelicher Sohn zu sein. Das Chaos ist also schon bereits vor den Feiertagen komplett und zu allem Überfluss macht sich jener Jesse dann auch noch auf den Weg, seinen Vater zu überraschen und ihm so ein Kennenlernen abzuringen. Ich muss es leider so klar sagen: über zwei Drittel des Romans hinweg ist die Familie Birch mir ein Graus! Jeder einzelne Charakter ist so unsympathisch und anstrengend, dass man wirklich für niemanden Mitleid entwickeln kann. Der Vater ein frustrierter Zyniker, der seine eigenen Unzulänglichkeiten an den Restaurants, die er testet, auslässt. Ein Mann, der zu feige ist, seinem eigenen Sohn entgegenzutreten und unter seinen Töchtern eine deutlich mehr liebt, als die andere. Die Mutter eine schrecklich nervige Frau, die immer alles gut meint, dennoch aber selten versteht, was die Menschen um sie herum wirklich brauchen. Noch dazu riskiert sie ihr eigenes Leben durch eine Ansteckung mit Haag, nur weil sie ihrer Familie Weihnachten "nicht verderben" will. Tochter Phoebe ist ein Püppchen, das immer im Mittelpunkt stehen muss. Wenn sie ihren Willen nicht bekommt, wird geweint und gestritten wie eine 5-Jährige. Und Tochter Olivia, die Weltverbesserin, kann deutlich mehr Anteilnahme für Menschen in einem fremden Land aufbringen, als für die Mitglieder ihrer eigenen Familie. Denn eigentlich verachtet sie alle drei, dafür, dass sie so gar nichts Relevantes leisten im Leben. Der sympathischste Charakter ist ausgerechnet der uneheliche Sohn Jesse, den die Autorin aber in seiner Rolle doch sehr überzeichnet hat. Muss er wirklich gleichzeitig dunkelhäutig, da libanesischer Abstammung, schön wie ein Model, schwul und Veganer sein? Mehr Klischees konnten wohl im Text nicht untergebracht werden. Keine Frage, die Autorin schreibt flüssig und sprachlich völlig in Ordnung. Die Seiten fliegen nur so dahin - allerdings hätte ich ansonsten auch schon ganz am Anfang aufgehört zu lesen. Denn sämtliches Interesse an der Handlung und am Schicksal der Figuren wurde bei mir durch deren unmögliches Verhalten schon im Keim erstickt. Wer denkt sich denn bitte eine solche Bande an Unsympathen für einen weihnachtlichen(!) Familienroman aus und was genau soll das dem Leser sagen? Im letzten Drittel beginnen die Familienmitglieder dann doch ein wenig menschlich zu werden, dazu braucht es auch nur eine Vielzahl an Zwischenfällen und kleinen und großen Tragödien, bis die Autorin am Ende eine Familie präsentieren kann, die zumindest nicht mehr kurz davor steht, sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Einige dieser plötzlichen Überraschungen deuten sich seit den ersten Seiten bereits so klar an, dass man sich fragt, ob überhaupt irgendjemandem diese Anspielungen mit dem Holzhammer entgangen sind. Wenn die Birchs aber tatsächlich nur durch solche Schicksalsschläge als Familie zusammenwachsen können, dann sollte der arme Jesse wirklich fliehen, so lange er noch kann. Fazit: ein Familienroman, nach dessen Lektüre man Weihnachten allein in einer Blockhütte verbringen möchte
Wow
Lena von fuddelknuddels Bücherregal
„Es wird schwer werden. Aber zumindest bin ich nicht alleine.“ In „Sieben Tage wir“ geht es um eine Familie, die an Weihnachten unter besonderen Umständen zusammenkommt. Die ältere Tochter der Familie, Olivia, ist der Auslöser für eine siebentägige Quarantäne, da sie vor ihrer Rückkehr als freiwillige Ärztin in Liberia Menschen mit einem hochgefährlichen Virus behandelt hat. Endlich mal Zeit, sich mit den Liebsten auseinanderzusetzen, wären da nicht nur all diese Geheimnisse, die jeder zu behüten versucht. Eines dieser Geheimnisse geht auch noch mit einem Überraschungsgast einher, der die Familie so richtig aufmischt, aber auch den Kleber in dieser wuseligen Zeit darstellen könnte. Das Cover sieht wunderschön weihnachtlich aus. Ein großes Anwesen im Schnee vor einem dunkelblauen Nacht- oder Schneehimmel, eingewickelt von einem roten Band, auf dem der Titel zu lesen ist. Einerseits macht dies einen Eindruck von einem Geschenkband und andererseits wirkt es so, als symbolisiere es den das (erzwungene) Beisammensein der Familie über Weihnachten und in der Quarantänezeit. Erzählt wird immer abwechselnd aus der Sicht auf verschiedene Familienmitglieder, zum Beispiel Phoebe oder ihre Schwester Olivia. Je nach Protagonist ist auch die Sprache anders, beim Vater oder der Mutter der Familie eher gesetzter und vernünftiger, bei der verwöhnten Phoebe hingegen oft quengelig im Gegensatz zu der ernsten und nachdenklichen Olivia. Die ständigen Sichtwechsel haben für Abwechslung und Spannung gesorgt, es war sehr amüsant und aufregend zu erleben, wie jeder sein emotionales Päckchen vor den anderen zu verbergen versucht und die Wahrheiten alle nach und nach ans Licht kommen. Mama ist schwer krank, Papa bekommt Briefe und Mails von einer alten Geliebten und deren Sohn, die Jüngste ist mit einem Mann verlobt, an dem sie mehr und mehr zweifelt und die Ältere hängt ihren ganz eigenen Gedanken an die Zeit in Liberia hinterher, während sich langsam aber sicher Übelkeit bei ihr breit macht, eins der Symptome des Virus, das sie behandelt hat. Es ist eigentlich schon absehbar, dass es bei so vielen unterschiedlichen Charakteren, die 24/7 aufeinander hocken, bald kracht. Zu Beginn werden die meisten Kommentare noch geschluckt und überhört, aber mit der Zeit erhitzen die Gemüter sich merklich, bis es zu den ersten kleinen Auseinandersetzungen kommt. Diese Entwicklung bis zum großen Knall war unglaublich abwechslungsreich geschrieben, dabei hat die Familie kaum was anderes getan, als zu Hause zu sitzen. Gerade zur Weihnachtszeit hängt der Haussegen bei vielen schief, und wenn die Beteiligten sowieso schon nicht miteinander können, ist es umso spannender für den Leser, wenn dann auch noch eine Quarantäne oben drauf kommt. Das Drama ist in diesem Buch bereits vorprogrammiert. Weihnachtszeit plus Geheimnisse plus Quarantäne ergibt eine explosive Mischung, auf die man als Autor erst einmal kommen muss. Ein besonderer Twist am Ende der Geschichte hat mich komplett unerwartet erwischt und mich wieder einmal gelehrt, dass man in einigen Fällen zwar Teile der Geschichte voraussagen kann, man den Tag aber nie vor dem Abend loben sollte. Erst wurde Hoffnung in mir geweckt und dann wieder zerstört, das war echt hart, aber meinen Respekt an die Autorin für diese mutige Wendung. Mein Fazit: Ein amüsantes und nachdenklich machendes Buch, spannende Geheimnisse und eine unvorhergesehene Wendung machen das ganze perfekt. Genau so wünsche ich mir meine Weihnachtslektüre, sehr gern auch schon im Oktober.
Wow

KOMMENTARE

!
Noch keine öffentlichen Anmerkungen.
Deine öffentlichen Anmerkungen erscheinen hier gemeinsam mit der korrespondierenden Textstelle. Private Anmerkungen bleiben natürlich privat.
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook