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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch "Strafe" zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden "Verbrechen" und "Schuld" zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst. >
BIOGRAFIE
Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschien von ihm im Herbst 2017 unter dem Titel »Die Herzlichkeit der Vernunft« ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
05.03.2018
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783630875385
Sprache
German
Seiten
189
Schlagworte
Deutsche Gegenwartsliteratur, Schuld, Erzählungen, Strafe, preisgekrönter Autor, Lydia, Verbrechen, Gut und Böse, Der kleine Mann, Recht
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REZENSIONEN
Bewertet von Dina, Lara und 3 andere
dinasbookworld
bookaholicgroup
lovely_girl
justmiaslife
zeilenfantasy
Das Cover: Ich mag das unglaublich Schlichte an den Covern von Ferdinand von Schirachs Büchern sehr. Sie sind so ganz anders als andere Cover und das passt zu ihrem Inhalt. Die Handlung: Es gibt nicht wirklich eine Handlung, da das Buch 12 verschiedene Stories enthält mit unterschiedlichen Protagonisten und Geschichten. Aber eines haben alle der 12 Bücher gemeinsam: es geht um Justiz und das in unterschiedlichen Formen und Motiven. Wie sieht das Leben eines Verteidigers aus? Oder was könnte das Motiv eines Mordes sein? Wie verläuft eine Gerichtsverhandlung? Oder was ist ein Schöffe und seine Aufgaben? All diese Fragen und noch mehr werden in diesem juristischen Buch beantwortet. Meine Meinung: Ich habe damals „Terror“ ebenfalls von Ferdinand von Schirach als Schullektüre gelesen und muss heute noch über die Geschichte nachdenken. Deshalb wollte ich unbedingt mehr von dem Autor lesen und wieder hat mich das Buch unglaublich gefesselt. Das Buch enthält 12 verschiedene Stories mal aus der Sicht eines Mörders geschrieben, mal aus der Sicht eines Anwalts. Und so bekommt man einen unglaublich tiefen Einblick in die Welt der Justiz. So erfährt man aber auch, dass ein Mörder nicht immer eine schlechter Mensch war. Die Person konnte das „perfekte“ Leben führen und dann dennoch einen anderen töten. Manche haben nicht einmal Schuld oder können die Strafe nachvollziehen. Das Buch ist schonungslos und mit einigen Verläufen hätte ich nie gerechnet. Aber man bekommt auch mit, dass nicht jeder so ehrlich ist, wie er scheinen mag. Manche Motive waren so simpel, dass ich es nicht für möglich gehalten hätte, dass man dafür jemanden umbringt. Man hat verschiedene Reaktionen und Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein können und doch gleichen sie sich in so vielen Punkten und alle haben das gleiche Thema: Strafe. Ich fand das alles einfach unglaublich interessant, dass man in Deutschland z.B. nicht für die gleiche Tat zweimal bestraft werden kann. Aber auch, dass Täter nicht immer Männer sein müssen, die schon von Anfang an gegen das Gesetz verstoßen haben. Und auch nicht, dass Täter oft zwischen 30-50 sein müssen. Ebenso erfährt man die Größen einiger berühmter Menschen, da die Größe ein Thema in einer Story war. Ich habe bei den Fällen mitgefiebert, war geschockt, war gefesselt und habe gelacht. An sich mochte ich den Schreibstil von Herrn von Schirach unglaublich gerne. Ferdinand von Schirach hat unglaublich spannende und ehrliche Geschichten zum Thema Strafe und Justiz geschrieben und diese Stories in „Strafe“ vereint.
Wow
Erst vor Kurzem habe ich Verbrechen beendet und war so begeistert von der Idee und der Umsetzung des Buches, dass ich direkt Strafe bestellt habe. Das Konzept ist das gleiche, Schirach berichtet wieder von den unterschiedlichsten, skurrilsten Fällen, die ihm so begegnet sind. Das Buch beinhaltet wieder ca. 10 Fälle, die der Autor auf 10-30 Seiten darstellt. Kurz, präzise und auf den Punkt bringend - so würde ich seinen Schreibstil beschreiben. Er erwähnt wirklich nur das Nötigste, macht deutlich, worauf man achten soll. Ich war oft überrascht von den Wendungen, die meistens erst auf den letzten Seiten des Falles aufgedeckt werden. Die Fälle, die Schirach erzählt, sind natürlich alles andere als normal und alltäglich. Es handelt sich viel mehr um solche Verbrechen, über die man nur den Kopf schütteln kann. Verrückte Ereignisse, die man nie glauben würde, wüsste man nicht, dass sie sich tatsächlich so abgespielt haben. Ich saß oft beim Lesen vor dem Buch und konnte es nicht fassen, was da passiert. Entweder war ich fassungslos über eine Entscheidung des Gerichts, die Motive des Täters oder das Ende eines Falls. Langeweile kommt beim Lesen auf jeden Fall nicht auf! Ja, manchmal war es durchaus etwas eklig. Der Autor verharmlost nichts, sondern schreibt alles einfach nieder, ohne große Emotionen zu zeigen. Das macht das ganze so skurril. Es scheint, als wären solche Ereignisse Normalität in dem Alltag des Autors, was ich aber nicht hoffe, da ich mich frage, wie man mit solchen Erlebnissen weiterhin ruhig schlafen kann😅 Strafe ist wieder eine große Leseempfehlung von mir, die mal Lust auf ein bisschen Nervenkitzel haben. 5/⭐⭐⭐⭐⭐
Wow
lovely_girl
Mit „Verbrechen“ konnte mich der Autor und Anwalt von seiner Leistung, nämlich dem Schreiben, sehr überzeugen. Wieder einmal lesen wir Fälle, in denen Menschen entweder zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren oder einfach zu Unrecht beschuldigt werden. Hier werden nicht immer grausame Fälle angesprochen, was mir auch gefiel. Über ungefähr 20-30 Seiten bespricht er Verbrechen, in denen er selbst als Anwalt dabei war. Genau das ist erschütternd. Hin und wieder war ich auch sehr berührt von dem Geschehen. Der Autor fasst sich stets kurz und kommt ohne langes hin und her oder Dramen gleich zum Punkt. Vom Aufbau her ist es ähnlich wie bei „Verbrechen“. Denn nach seinem Erstlingswerk bekam ich Lust auf mehr Bücher aus diesem Genre. Es war zudem sehr interessant, die Arbeit eines Strafverteidigers und seine Zusammenarbeit mit dem Verbrecher zu verfolgen. Ebenso wie die Beweisführung und den Verlauf von der Geschehen. Für jeden, der sich für die Verbrechen im deutschen Rechtssystem interessieren.
Wow
Ein Buch ist für mich nur dann gut, wenn ich Nachts einfach durchlese und es nicht weglegen kann, obwohl ich Morgens früh raus muss und ich traurig bin, wenn es dann zu Ende ist. Und genauso ging es mir auch bei „Strafe“. Ich bin süchtig nach Ferdinand von Schirachs Erzählungen. Auch wenn es etwas beängstigend ist, dass es sich bei jeder Geschichte um eine wahre Begebenheit handelt. In kurzen und prägnanten Geschichten behandelt der Autor in diesem Buch die Begriffe gut und böse, Gerechtigkeit und Recht und Strafe. Ich saß genau so fassungslos vor diesem Buch wie es die junge Strafverteidigerin in einer der Stories ist, die, selbst aus unterdrückten Verhälnissen kommend, einen Mädchenhändler verteidigen muss, dessen Schuld bewiesen ist, und den sie dann mithilfe des Aufzeigens eines Formfehlers frei bekommt. Ferdinand von Schirach verurteilt seine Figuren nicht, er beobachtet nur. Die Charaktere sind in den seltensten Fällen böse, sie sind allein, überfordert oder vielleicht auch rachsüchtig und persönlich betroffen. Ob sie ihre Strafe erhalten oder nicht hat nichts mit der wirklichen Tat zu tun, sondern mit Zusammenhängen, die aufgedeckt oder eben unter den Teppich gekehrt werden. Mich haben die Erzählungen sehr bewegt. Besonders wie abwechslungsreich und verschieden die Situationen waren, hat mir außerordentlich gut gefallen.
Wow
Meinung Strafe war mein erster Schirach und ich muss sagen, ich fand es toll. Aus verschiedenen Rechtsfällen trägt Ferdinand von Schirach hier die unterschiedlichsten, teilweise auch wirklich tragischen Schicksale zusammen in ein Buch. Schirach schafft eine recht bedrückende Stimmung in diesem Buch, da die Einsamkeit der Menschen hier gut hervorgehoben wird. Die Geschichten regen zum nachdenken und manchmal auch zum schmunzeln an. Die kleinen Einblicke in das Leben der Menschen fand ich hier besonders toll. Es handelt sich um Menschen, wie du und ich. Das bringt einem die Geschichten noch näher. Der doch recht trockene, klare und sachliche Schreibstil schafft es im Gegenzug aber, dass man die tragischeren Geschichten nicht zu nah an sich ran lässt sondern man diese objektiv betrachten kann. Einige Geschichten haben mich mehr gepackt, andere weniger. Aber wenn man wirklich bedenkt, dass das tatsächlich wahre Geschichten sind, war jede Geschichte an und für sich gut. Fazit Spannender Erzählungsband mit einer gewissen Tragik.
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