mojoreads
Community
Rebecca Gablé

Teufelskrone

Historische Romane
Ist Teil der Reihe
Waringham Saga
!
4.5/5
8 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten - auch dann noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt. Denn Richards Schatten scheint so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht ...
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
01.09.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783785726600
Sprache
German
Seiten
925
Schlagworte
Bretagne, Warringham, John, Löwenritter, England, Epos, Beatriz, Klerus, Gefangenschaft, Frankreich, Prinz John, Aquitaine, Gloucester, Europa, Normandie
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von feliz, sommerlese und 3 andere
feliz
sommerlese
martina
bienchen
oneofthefoxes
Ich liebe das Cover, weil es wunderbar zu den anderen Bänden der Saga passt ohne, dass sie sie zu sehr ähneln. Man erkennt auf hundert Meter, dass es sich um ein Buch von Rebecca Gablé handelt und es macht sich einfach hervorragend im Regal. Auch die Geschichte mag ich sehr gerne: Yvain of Waringham soll anders als sein älterer Bruder Guillaume, der Ritter König Richards ist, in den Dienst der Templer treten. Doch als er am Abend vor seiner Ernennung auf Prinz John trifft, sich mit diesem betrinkt und schließlich bei einem leichten Mädchen landet, anstatt in Andacht und Gebet zu versinken, wird er in Schande nach Hause geschickt. Doch dann bittet Prinz John darum, dass Yvain fortan als Knappe in seine Dienste tritt und dessen Vater nimmt das Angebot an. Nun stehen die Waringham-Brüder auf verschiedenen Seiten, denn seit der König nach einem Kreuzzug in Gefangenschaft geraten ist, rebelliert der Prinz zunehmend offen gegen dessen Herrschaft und selbst als Richard Löwenherz dann stirbt, scheint es, als könne sein jüngerer Bruder niemals aus dessen Schatten treten. Ich liebe alle historischen Romane von Rebecca Gablé, schon allein weil sie es jedes Mal schafft, mich für die Zeit, über die sie erzählt, zu begeistern und interessieren. Ich kann noch immer die Verstrickungen der Rosenkriege und deren Könige aufzählen, ohne groß darüber nachzudenken. Allerdings gefiel mir das letzte Waringham-Buch nicht ganz so gut, von daher dachte ich, dass die Reihe nun endgültig ein Ende gefunden hätte und habe mit einer gewissen Melancholie auf diese zurückgeblickt. Umso mehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut, nicht nur weil es ein Waringham-Buch ist, aber nicht an das letzte anknüpft, sondern auch weil es über eine Zeit erzählt, über die man zwar ein theoretisches Wissen hat (und wenn nur durch Disney’s Robin Hood), man aber kein richtig tiefgreifendes Verständnis für diese Zeit entwickeln konnte. Auch dass hier mehr König John als Richard, der heute hauptsächlich als Löwenherz bekannt geworden ist, im Mittelpunkt steht, fand ich unglaublich spannend, weil ich über ihn recht wenig wusste und ich gespannt war, wie er zu seiner sehr negativen Sichtweise gekommen ist. Ich wurde absolut nicht enttäuscht, was schon alleine daran lag, dass die Autorin es wieder einmal schafft, dass man so vollkommen in das Buch eintaucht, dass man sich selbst in dieser Zeit wähnt und man selbst nach dem Auftauchen ein paar Minuten braucht, um wieder in die Realität zurückzufinden. In dieser Intensität hat es lange kein Buch mehr geschafft, mich so zu fesseln. Das liegt nicht nur an dem wirklich sehr angenehmen Schreibstil, sondern auch daran, dass ich Yvain auf seine Art wirklich gerne mochte. Er ist ein typischer Waringham mit einer losen Zunge und einer unerschütterlichen Moralvorstellung, mit der er sich auch schon mal über den König hinwegsetzt. Gerade dass beide Könige nicht nur positiv, sondern auch mit allen ihren schlechten Eigenschaften gezeichnet werden, macht das Buch so lesenswert. Richard Löwenherz ist eben nicht nur der strahlende Kreuzfahrer, sondern auch jemand der England vielmehr als Geldquelle für diese Kreuzzüge und sein Lösegeld ansah, während John nicht nur der rebellische und unerfolgreiche Bruder war, sondern auch ein erfolgreicher Krieger und kluger Stratege, der aber als der König im Gedächtnis blieb, der seine königlichen Rechte durch die Magna Charta einschränken lassen musste. Gerade diese ambivalente Schilderung hebt das Buch von anderen ab und erscheint einem wie ein differenzierter Blick auf die Quellen, bei dem man aber auch die Menschen hinter den Erzählungen kennenlernt. Alles in allem ist dieses Buch eines der besten, das ich seit langem gelesen habe, was sowohl an dem geschichtlichen Hintergrund als auch an der wunderbaren Figurenzeichnung liegt. Es hat definitiv einmal mehr bewiesen, warum Rebecca Gablé eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist.
Wow
Rebecca Gablés historischer Roman "Teufelskrone" ist der 6. Band der Waringham Saga und gleichzeitig der Auftakt zur Reihe. Der Roman erscheint Ende August 2019 im Lübbe Verlag. England 1193: Yvain of Waringham tritt als junger Mann in den Dienst von John Plantagenet, beide stehen im Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Yvains Bruder Guillaume of Waringham hat König Richard (Löwenherz) die Treue geschworen. Richard zieht gegen den französischen König in den Krieg, der englische Gebiete besetzt hat und als Richard stirbt, erbt John die Krone. Er ist ein Hitzkopf und bringt schliesslich den Adel gegen sich auf. Rebecca Gablé knüpft mit diesem Roman die Vorgeschichte ihrer Waringham Reihe und selbst ohne Vorkenntnisse ihrer Bücher kann man der Handlung gut folgen. Ihr hervorragender Schreibstil führt wie immer gekonnt durch die Kriege, Intrigen, Liebschaften und den historisch belegten Bruderkampf zwischen John Plantagenet und Richard, sodaß man den Figuren bis zum Ende gespannt folgen mag. Ihre Recherche ist wie immer gelungen, sie verbindet geschickt die historischen Hintergründe mit fiktiven Vorgängen und lässt ihre Figuren alle charakterlichen Facetten ausleben. Dabei erscheinen ihre Charaktere sehr lebendig, man kann ihre Beweggründe nachvollziehen und ihre Befangenheit aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Krone gut erkennen. Mir hat dieser packend geschriebene Roman gut gefallen, doch weil Frau Gablé die Meßlatte selbst so hoch angelegt hat, erscheint ihr mitreißender Roman nicht ganz so gewaltig und großartig wie "Das Lächeln der Fortuna". Wie in historischen Romanen üblich, geht es um unerwiderte Liebe, bei Hofe werden ständig Intrigen und Ränke geschmiedet und die kriegerischen Auseinandersetzungen nehmen kein Ende. Yvain of Waringham, ist ein Pferdenarr und hat Verständnis für die kleinen Leute. Leider liebt er dieselbe Frau wie sein Bruder Guillaume. Schliesslich findet er seinen Weg zwischen Richard Löwenherz und John Ohneland und wird trotzdem zum Spielball der Regierenden. König John arrangiert eine Ehe zwischen Yvain und Beatriz, eine Vertraute der Königin, die Yvain allmählich auch zu lieben lernt. Frauen haben in dieser Zeit einen schlechten Stand, sie können noch so hochgeboren oder intelligent sein, sie haben dennoch ihre Rolle als Gebärende und Dienende zu spielen. Die Autorin beschreibt ihre Geschichte rund um die wahren historischen Fakten, wobei Richard Löwenherz nicht so edel daherkommt und John, der aus der Geschichtsschreibung als Egozentriker, Nichtbeachter der Kirche und jähzorniger und brutaler Mensch bekannt wurde, wird in diesem Roman seinem Ruf mehr als gerecht. Als Kritikpunkt muss ich leider die verwendete Sprache in den Dialogen anführen, hier fehlte mir entgegen der bisherigen Waringham Romane der typische Tonfall dieser Zeit. Insgesamt hat mir "Teufelskrone" gut gefallen, es war spannend, aufregend, kriegerisch, die Charaktere lieferten sich reichlich Ränkeschmiede und ein paar unnötige Liebesszenen sorgten für leichte Unterhaltung. Doch das gewisse I-Tüpfelchen hat mir zu 5 Sternen gefehlt. Außerdem blieb Yvain zu gut, zu perfekt in seinem Wesen und nicht einmal die Beziehung zu Amabel konnte seinem guten Ruf etwas anhaben. Das kam mir etwas zu heldenmäßig vor. Natürlich hat Rebecca Gablé mit "Das Lächeln der Fortuna" die Meßlatte selbst sehr hoch vorgelegt, dieses Niveau noch zu übertreffen dürfte selbst dieser Meisterautorin schwer fallen. Für Freunde der historischen Romane ein Muss, welches spannend und historisch versiert die Grundlage für die Waringham-Reihe bildet. Packend geschrieben und ein mitreißender Roman, aber nicht so gewaltig und großartig wie "Das Lächeln der Fortuna".
Wow
Das Lächeln der Fortuna gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Deshalb habe ich mich auf dieses Buch auch riesig gefreut, da es die Vorgeschichte zu vorher genanntem ist. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist wieder total klasse. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig. Außerdem hat man das ganze Geschehen immer vor Augen, da alles so anschaulich beschrieben wird. Man taucht hier total in die Geschichte ein. Man begleitet hier Yvain of Waringham durch die Geschichte, der Prinz John die Treue geschworen hat. Yvain ist ein sympathischer und sehr loyaler junger Mann, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Seine ehrliche Art hat mir sehr gefallen, auch wenn er dadurch immer wieder in gefährliche Situationen gerät. Man fiebert total mit ihm mit. Auch sein Bruder Guillaume war mir sympathisch. Da dieser aber nicht bei Prinz John, sondern bei König Richard Löwenherz im Dienst steht, ist das Verhältnis der Brüder etwas angespannt. Dazu kommt auch noch, dass Beide die gleiche Frau lieben. Es läuft also auch in der Familie Waringham nicht alles rund. In der Geschichte geht es um Macht, Kampf, Liebe und Verrat. Dazu erfährt man einiges über das Leben zu dieser Zeit bzw. auch über die englische Geschichte. Klasse finde ich hier dann auch das Nachwort, in dem man die Fakten zum Buch erfährt. Das finde ich total interessant. So sieht man, welche Teile aus der Geschichte der Wahrheit entsprechen bzw. ihr wohl nahekommen. Fazit: Eine spannendes und mitreissendes Buch, bei dem man total in die Geschichte eintaucht. Sehr empfehlenswert!
Wow
England im Jahre 1193. König Richard Löwenherz kehrt von seinem Kreuzzug zurück, gerät danach in die Gefangenschaft von Leopold Herzog von Österreich. Guillaume of Warringham muß nun Richards Mutter zu informieren und ihr die Lösegeldforderung zu unterbreiten. Doch dies birgt Gefahren, denn nicht jeder ist Richard wohlgesonnen. Guillaume nimmt seinen Bruder Yvain als Unterstützung, jedoch hat dieser Prinz John, Richards Bruder und Feind, die Treue geschworen. Doch sie erreichen ihr Ziel und Richard kommt gegen Lösegeld frei. Einige Jahre später jedoch stirbt er, Prinz John wird der neue König. Doch sein grausames Regiment erschüttert Yvains Glauben an ihn und das Verhältnis zu Guillaume wird auf eine harte Probe gestellt. Mit diesem Roman ist Rebecca Gable in die Zeit vor den bisherigen Warringham-Büchern zurückgegangen. Man erlebt die Vorgeschichte, so daß dieses Buch ohne Probleme ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Wieder einmal überzeugt die Autorin. Ihre gute Recherchearbeiten lassen die Geschichte lebendig werden und man erlebt alles hautnah mit. Ja, man meint plötzlich einen Zeitsprung gemacht zu haben. Dazu schreibt sie unendlich spannend, man kann sich kaum von diesem Buch trennen. Dadurch ist das Buch zwar umfangreich - ist aber trotzdem schnell und zügig gelesen. Ebenso gelungen wie die Verknüpfung von wahren Geschehnissen und Fiktion ist hier auch wieder die Darstellung der Charaktere und ihrer Eigenschaften. Ihre Beweggründe und daraus resultierenden Handlungen sind realistisch dargestellt. Die tatsächlich geschichtlich belegten Personen sind so lebendig, daß man meint, sie persönlich zu kennen. Am Ende des Buches findet man noch ein sehr informatives Nachwort sowie ein hilfreiches Personenverzeichnis.
Wow
Die Waringhams gehören für mich persönlich einfach ins Mittelalter. Ich glaube, auch deshalb konnte Gablé mit ihrem Roman für mich viele Pluspunkte sammeln. Trotzdem hat "Teufelskrone" schon so seine schwächen. Denn ehrlich gesagt fiel mir schon sehr auf, das die Autorin eben ihr bewährtes Strickmuster aufgefahren hat. Ein rebellischer Waringham-Sohn, Pferde, natürlich eine unglückliche Liebe seitens der Hauptfigur - fertig ist der perfekte Waringham-Held, für einen neuen Roman der Reihe. ;) Außerdem fand ich es gerade zu Beginn Teilweise schon sehr Episodenhaft erzählt. Immer wieder werden die wirklich spannenden Ereignisse, die mich viel mehr interessiert hätten, nur in der Rückschau erzählt. Wir erleben sie als Leser*innen nicht mit. Das fand ich an einigen Stellen wirklich schade, weil das leider einen weiteren Schwachpunkt der Reihe offen legt ... Einem Waringham passiert einfach nichts, ihm gelingt immer wieder dem "Schicksal" ein Schnippchen zu schlagen. Aber es macht trotzdem sehr viel Spaß Gablés Romane zu lesen. "Teufelskrone" hat mich bestens unterhalten. Yvain gefiel mir als Hauptfigur ausgesprochen gut und er gehört definitiv neben Julian (Das Spiel der Könige) zu meinen Lieblings-Waringhams. Vor allem die Spiegelung der Brüder Yvain und Guillaume zu den beiden Königen Richard und John fand ich gelungen. Tatsächlich finde ich, das die Autorin hi und da ruhig noch mehr auf diesen Punkt hätte eingehen können. Rückblickend wirkt so einiges etwas zu glatt gebügelt. Es gibt eigentlich einige Konfliktmöglichkeiten, die aber ein ums andere Mal nicht genutzt werden. Hier wirkt das Ganze ehrlich gesagt zum Teil ziemlich Flach. Vor allem Yvains Gefühlswelt fand ich dabei nicht immer nachvollziehbar. Der Sitz der Familie Warhingham selbst ist wie schon so oft, eher ein Nebenschauplatz. Die eigentliche Geschichte spielt sich nicht dort ab, sondern am Hof des Königs. Ich war immer dann gefesselt,wenn Yvain und Prinz später König John auf einander trafen. Das ist eben auch die Stärke der Autorin, historische Zusammenhänge und Figuren zum Leben zu erwecken. Hier liegt auch die Stärke des Romans. Für mich war es einfach sehr spannend und unterhaltsam zugleich, wie die Verwicklungen der fiktiven Figuren, mit den historisch verbürgten, geschah. Leider bleibt die Autorin auch hier manches Mal in einem Schwarz-weiß Schema verhaftet, das so manche Vielschichtigkeit der Figuren verdeckt. Schade das sich sie sich daraus einfach nicht lösen kann. Das wirkt doch schon manchmal etwas altmodisch in der Erzählweise. Dafür flogen die Seiten nur so dahin und ich habe insgesamt sehr gerne weiter gelesen. Ich gebe aber auch zu, das ich die Familie Waringham - egal in welcher Zeit - schon sehr mag und daher den Romanen doch schon einiges verzeihe, das ich anderen Autor*innen nicht so leicht durchgehen lassen würde. ;) Im Vergleich zu "Der Palast der Meere" gefiel mir "Teufelskrone" wieder sehr viel besser. Ich hatte den Eindruck das auch die Autorin sehr viel mehr Lust hatte, sich die Konflikte des Mittelalters anzusehen, als die Tudorzeit zu beleuchten. Praktischer weise gäbe es ja noch eine schön große Zeitspanne, bevor Robin of Waringhams Geschichte den Kreis schließen würde, und ich hoffe das Gable dazu schon eine Idee hat. Hier würde ich mir allerdings wünschen, das auch die Frauenfiguren wieder stärker in den Fokus rücken würden. (Das fand ich im Palast der Meere ziemlich gelungen).
3 Wows
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook