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Rebecca Gablé

Teufelskrone

Historische Romane
Ist Teil der Reihe
Waringham Saga
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4/5
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ZUSAMMENFASSUNG
England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten - auch dann noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt. Denn Richards Schatten scheint so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht ...
BIOGRAFIE
Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute ist sie freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden alle Bestseller und in viele Sprachen übersetzt.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
30.08.2019
Ausgabe
eBook
ISBN
9783732577750
Sprache
German
Seiten
926
Schlagworte
Bretagne, Warringham, John, Löwenritter, England, Epos, Beatriz, Klerus, Gefangenschaft, Frankreich, Prinz John, Aquitaine, Gloucester, Europa, Normandie
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REZENSIONEN
Bewertet von jennyhofmann, lesebesessen und 3 andere
jennyhofmann
lesebesessen
feliz
sommerlese
martina
jennyhofmann
Rebecca Gable ist eine meiner allerliebsten Autorinnen und mit diesem Buch hat sie wieder gezeigt, dass sie es einfach draufhat <3 Mit einem wunderschönen Schreibstil lässt sie England im Hochmittelalter aufleben und führt uns zusammen mit Yvain an den englischen Hof, wo wir an seiner Seite allerhand erleben. Wir begegnen sympathischen und unsympathischen Charakteren, Liebe, Verrat und natürlich King John. Außerdem darf der Leser auch hallo zu einer meiner liebsten historischen Figuren sagen. Ich hab schon einige Rezis gelesen, die das Buch wenig spannunsgreich oder langweilig fanden, aber das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Wie bei den anderen Gables kann man mit dem Lesen einfach nicht aufhören, nachdem man einmal angefangen hat. Ihr Schreibstil ist einfach so schön. Das Buch ist zwar Teil 6 in der Reihe, erzählt aber eigentlich Ereignisse vor dem 1. Teil. Es lässt sich also wunderbar lesen, ohne die vorigen Bücher zu kennen. Als absolutes Gablefangirl bin ich auch diesem Buch verfallen <3 5/5 Sterne gibt es von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Wow
lesebesessen
Das Buch ist aus Sicht des Yvain of Waringham geschrieben. Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Guillaume, der dem König Richard Löwenherz bedingungslos folgt, nach dem er auch mit diesem auf Kreuzzug war, folgt Yvain seinem jüngeren Bruder Johann „Ohneland“ (alias John). Und nach Richards Tod folgt John auf dem Thron, obwohl Arthur bessere Ansprüche gehabt hätte. Und damit beginnt eine lange Kette von Verfehlungen Johns in die auch Yvain verstrickt ist. Wir sind im 12. Jahrhundert. Wie damals offensichtlich üblich wurden Meinungsverschiedenheiten gern mit dem Schwert ausgetragen und John war definitiv kein Feind davon, obwohl er nicht besonders glücklich dabei war. Seine mit Verhandlungen geführten Vereinbarungen waren nach meiner Wahrnehmung sehr vielversprechender, auch wenn damals nicht viel von Dauer war. Die Historie wurde von Rebecca Gable genutzt. Die verfügbaren Fakten (siehe Internet) wurden sehr präzise als Erzählstrang genutzt. Durch die Intrigen und Verbrechen, die John im Folgenden begeht, gerät Yvain immer mehr in einen Konflikt und seine ursprünglich bedingungslose Loyalität bekommt Risse. Eigentlich kann man auch jedes Buch isoliert lesen, aber der Gesamtkontext der Reihe gibt einen besseren Überblickt der Familie Waringham. Mich haben die Charaktere von Yvain, Guillaume, Amabel (die Geliebte von Yvain, aber Ehefrau von Guillaume), Beatriz (die von John entschiedene Ehefrau für Yvain), sowie natürlich die Kinder beider Ehen im Weiteren sehr überzeugt. Durch die Schreibweise gewinnen die Protagonisten mehr Profil und machen die Geschichte bildhaft lebendig und spannend. Ich hatte die ca. 700 Seiten jedenfalls in etwa fünf Tagen durch. Fazit: R. Gable gelingt es mit „Waringham“ wunderbar, eine geschichtlich verbriefte Historie in den sechs Bänden zum Leben zu erwecken. Die Geschichte war zu jeder Zeit spannend. Wie auch in den vorangegangenen Bänden würzt sie das Ganze mit Liebesgeschichten und Verkörperungen des Bösen: sehr gut, vier Sterne. Die Abwertung ist für einige Längen im Text.
Wow
Ich liebe das Cover, weil es wunderbar zu den anderen Bänden der Saga passt ohne, dass sie sie zu sehr ähneln. Man erkennt auf hundert Meter, dass es sich um ein Buch von Rebecca Gablé handelt und es macht sich einfach hervorragend im Regal. Auch die Geschichte mag ich sehr gerne: Yvain of Waringham soll anders als sein älterer Bruder Guillaume, der Ritter König Richards ist, in den Dienst der Templer treten. Doch als er am Abend vor seiner Ernennung auf Prinz John trifft, sich mit diesem betrinkt und schließlich bei einem leichten Mädchen landet, anstatt in Andacht und Gebet zu versinken, wird er in Schande nach Hause geschickt. Doch dann bittet Prinz John darum, dass Yvain fortan als Knappe in seine Dienste tritt und dessen Vater nimmt das Angebot an. Nun stehen die Waringham-Brüder auf verschiedenen Seiten, denn seit der König nach einem Kreuzzug in Gefangenschaft geraten ist, rebelliert der Prinz zunehmend offen gegen dessen Herrschaft und selbst als Richard Löwenherz dann stirbt, scheint es, als könne sein jüngerer Bruder niemals aus dessen Schatten treten. Ich liebe alle historischen Romane von Rebecca Gablé, schon allein weil sie es jedes Mal schafft, mich für die Zeit, über die sie erzählt, zu begeistern und interessieren. Ich kann noch immer die Verstrickungen der Rosenkriege und deren Könige aufzählen, ohne groß darüber nachzudenken. Allerdings gefiel mir das letzte Waringham-Buch nicht ganz so gut, von daher dachte ich, dass die Reihe nun endgültig ein Ende gefunden hätte und habe mit einer gewissen Melancholie auf diese zurückgeblickt. Umso mehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut, nicht nur weil es ein Waringham-Buch ist, aber nicht an das letzte anknüpft, sondern auch weil es über eine Zeit erzählt, über die man zwar ein theoretisches Wissen hat (und wenn nur durch Disney’s Robin Hood), man aber kein richtig tiefgreifendes Verständnis für diese Zeit entwickeln konnte. Auch dass hier mehr König John als Richard, der heute hauptsächlich als Löwenherz bekannt geworden ist, im Mittelpunkt steht, fand ich unglaublich spannend, weil ich über ihn recht wenig wusste und ich gespannt war, wie er zu seiner sehr negativen Sichtweise gekommen ist. Ich wurde absolut nicht enttäuscht, was schon alleine daran lag, dass die Autorin es wieder einmal schafft, dass man so vollkommen in das Buch eintaucht, dass man sich selbst in dieser Zeit wähnt und man selbst nach dem Auftauchen ein paar Minuten braucht, um wieder in die Realität zurückzufinden. In dieser Intensität hat es lange kein Buch mehr geschafft, mich so zu fesseln. Das liegt nicht nur an dem wirklich sehr angenehmen Schreibstil, sondern auch daran, dass ich Yvain auf seine Art wirklich gerne mochte. Er ist ein typischer Waringham mit einer losen Zunge und einer unerschütterlichen Moralvorstellung, mit der er sich auch schon mal über den König hinwegsetzt. Gerade dass beide Könige nicht nur positiv, sondern auch mit allen ihren schlechten Eigenschaften gezeichnet werden, macht das Buch so lesenswert. Richard Löwenherz ist eben nicht nur der strahlende Kreuzfahrer, sondern auch jemand der England vielmehr als Geldquelle für diese Kreuzzüge und sein Lösegeld ansah, während John nicht nur der rebellische und unerfolgreiche Bruder war, sondern auch ein erfolgreicher Krieger und kluger Stratege, der aber als der König im Gedächtnis blieb, der seine königlichen Rechte durch die Magna Charta einschränken lassen musste. Gerade diese ambivalente Schilderung hebt das Buch von anderen ab und erscheint einem wie ein differenzierter Blick auf die Quellen, bei dem man aber auch die Menschen hinter den Erzählungen kennenlernt. Alles in allem ist dieses Buch eines der besten, das ich seit langem gelesen habe, was sowohl an dem geschichtlichen Hintergrund als auch an der wunderbaren Figurenzeichnung liegt. Es hat definitiv einmal mehr bewiesen, warum Rebecca Gablé eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist.
Wow
Rebecca Gablés historischer Roman "Teufelskrone" ist der 6. Band der Waringham Saga und gleichzeitig der Auftakt zur Reihe. Der Roman erscheint Ende August 2019 im Lübbe Verlag. England 1193: Yvain of Waringham tritt als junger Mann in den Dienst von John Plantagenet, beide stehen im Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Yvains Bruder Guillaume of Waringham hat König Richard (Löwenherz) die Treue geschworen. Richard zieht gegen den französischen König in den Krieg, der englische Gebiete besetzt hat und als Richard stirbt, erbt John die Krone. Er ist ein Hitzkopf und bringt schliesslich den Adel gegen sich auf. Rebecca Gablé knüpft mit diesem Roman die Vorgeschichte ihrer Waringham Reihe und selbst ohne Vorkenntnisse ihrer Bücher kann man der Handlung gut folgen. Ihr hervorragender Schreibstil führt wie immer gekonnt durch die Kriege, Intrigen, Liebschaften und den historisch belegten Bruderkampf zwischen John Plantagenet und Richard, sodaß man den Figuren bis zum Ende gespannt folgen mag. Ihre Recherche ist wie immer gelungen, sie verbindet geschickt die historischen Hintergründe mit fiktiven Vorgängen und lässt ihre Figuren alle charakterlichen Facetten ausleben. Dabei erscheinen ihre Charaktere sehr lebendig, man kann ihre Beweggründe nachvollziehen und ihre Befangenheit aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Krone gut erkennen. Mir hat dieser packend geschriebene Roman gut gefallen, doch weil Frau Gablé die Meßlatte selbst so hoch angelegt hat, erscheint ihr mitreißender Roman nicht ganz so gewaltig und großartig wie "Das Lächeln der Fortuna". Wie in historischen Romanen üblich, geht es um unerwiderte Liebe, bei Hofe werden ständig Intrigen und Ränke geschmiedet und die kriegerischen Auseinandersetzungen nehmen kein Ende. Yvain of Waringham, ist ein Pferdenarr und hat Verständnis für die kleinen Leute. Leider liebt er dieselbe Frau wie sein Bruder Guillaume. Schliesslich findet er seinen Weg zwischen Richard Löwenherz und John Ohneland und wird trotzdem zum Spielball der Regierenden. König John arrangiert eine Ehe zwischen Yvain und Beatriz, eine Vertraute der Königin, die Yvain allmählich auch zu lieben lernt. Frauen haben in dieser Zeit einen schlechten Stand, sie können noch so hochgeboren oder intelligent sein, sie haben dennoch ihre Rolle als Gebärende und Dienende zu spielen. Die Autorin beschreibt ihre Geschichte rund um die wahren historischen Fakten, wobei Richard Löwenherz nicht so edel daherkommt und John, der aus der Geschichtsschreibung als Egozentriker, Nichtbeachter der Kirche und jähzorniger und brutaler Mensch bekannt wurde, wird in diesem Roman seinem Ruf mehr als gerecht. Als Kritikpunkt muss ich leider die verwendete Sprache in den Dialogen anführen, hier fehlte mir entgegen der bisherigen Waringham Romane der typische Tonfall dieser Zeit. Insgesamt hat mir "Teufelskrone" gut gefallen, es war spannend, aufregend, kriegerisch, die Charaktere lieferten sich reichlich Ränkeschmiede und ein paar unnötige Liebesszenen sorgten für leichte Unterhaltung. Doch das gewisse I-Tüpfelchen hat mir zu 5 Sternen gefehlt. Außerdem blieb Yvain zu gut, zu perfekt in seinem Wesen und nicht einmal die Beziehung zu Amabel konnte seinem guten Ruf etwas anhaben. Das kam mir etwas zu heldenmäßig vor. Natürlich hat Rebecca Gablé mit "Das Lächeln der Fortuna" die Meßlatte selbst sehr hoch vorgelegt, dieses Niveau noch zu übertreffen dürfte selbst dieser Meisterautorin schwer fallen. Für Freunde der historischen Romane ein Muss, welches spannend und historisch versiert die Grundlage für die Waringham-Reihe bildet. Packend geschrieben und ein mitreißender Roman, aber nicht so gewaltig und großartig wie "Das Lächeln der Fortuna".
Wow
Das Lächeln der Fortuna gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Deshalb habe ich mich auf dieses Buch auch riesig gefreut, da es die Vorgeschichte zu vorher genanntem ist. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist wieder total klasse. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig. Außerdem hat man das ganze Geschehen immer vor Augen, da alles so anschaulich beschrieben wird. Man taucht hier total in die Geschichte ein. Man begleitet hier Yvain of Waringham durch die Geschichte, der Prinz John die Treue geschworen hat. Yvain ist ein sympathischer und sehr loyaler junger Mann, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Seine ehrliche Art hat mir sehr gefallen, auch wenn er dadurch immer wieder in gefährliche Situationen gerät. Man fiebert total mit ihm mit. Auch sein Bruder Guillaume war mir sympathisch. Da dieser aber nicht bei Prinz John, sondern bei König Richard Löwenherz im Dienst steht, ist das Verhältnis der Brüder etwas angespannt. Dazu kommt auch noch, dass Beide die gleiche Frau lieben. Es läuft also auch in der Familie Waringham nicht alles rund. In der Geschichte geht es um Macht, Kampf, Liebe und Verrat. Dazu erfährt man einiges über das Leben zu dieser Zeit bzw. auch über die englische Geschichte. Klasse finde ich hier dann auch das Nachwort, in dem man die Fakten zum Buch erfährt. Das finde ich total interessant. So sieht man, welche Teile aus der Geschichte der Wahrheit entsprechen bzw. ihr wohl nahekommen. Fazit: Eine spannendes und mitreissendes Buch, bei dem man total in die Geschichte eintaucht. Sehr empfehlenswert!
Wow

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