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Tulpologie
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Dies ist ein Print on Demand-Buch und wird voraussichtlich bis zum 28th October 2020 ausgeliefert.
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ZUSAMMENFASSUNG
Marlenes Lüge beginnt beim Blumenhändler. Jetzt denkt jeder, ihr Mann sei verstorben, dabei ist er nur auf einer Reise. Marlene beginnt ihr Leben als vermeintliche Witwe und findet Gefallen daran. Eine Geschichte über den Wahnsinn, das Wollen und die Liebe. Triggerwarnung: Das Buch thematisiert Selbstmord, Trauerbewältigung, HIV und den Tod.
BIOGRAFIE
Magret Kindermann wurde 1988 in einem kleinen Dorf in Hessen geboren und studierte Online Journalismus in Darmstadt. Sie interessiert sich für Verhaltensmuster und Emotionen, für leichte Sprache für große Themen und kuriose Menschen. Wenn sie nicht schreibt, lektoriert oder Radio macht, schwimmt sie ihre Bahnen oder spielt Theater. Ihr Debüt "Zwei Königinnen" erschien im Februar 2017, es folgte im Sommer die Novelle "Tulpologie", Anfang 2018 dann der subtile Krimi "Und dein Leben, dein Leben". Im Sommer 2018 war sie Mitherausgeberin der Anthologie "Briefe aus dem Sturm":

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
06.10.2017
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783740732530
Sprache
German
Seiten
128
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REZENSIONEN
Bewertet von wortberauscht und Buchensemble
janna_vonkejaswortrausch
buchensemble
Rezension verfasst von © Janna (KeJasWortrausch.de) Manchmal sind es die kleinen Geschichten die einnehmen und verzaubern! Nachdem ich bei der Anthologie „Sehnsuchtsfluchten“ einen kleinen Einblick in Magret Kindermanns Art des Schreibens bekommen durfte, war klar das auch diese kleine Novelle von ihr gelesen werden muss! Bereits der Klappentext klingt schon wundervoll und macht unheimlich neugierig auf die Geschichte dahinter! Und eben diese hat mich in ihren Bann gezogen … bis das Badewasser kalt wurde … Die versteckte Schwere und leichte Melancholie in einer wunderbaren Leichtigkeit und zartem Witz sucht ihres Gleichen. Ich bin fasziniert von der Kunst so viel Tiefe auf nicht mal 125 Seiten zu schaffen und sich dabei so wunderbar lesen zu lassen. Es ist der pure Genuss an Worten, anders kann ich es nicht formulieren. Marlene ist von einem Tag auf den anderen Witwe, dies ist aber kein Grund zur Trauer, denn es ist nur ein kleines Missgeschick. Die Wahrheit ist tückisch, denn sie verbirgt sich hinter Floskeln und leeren Phrasen. Und manchmal weigert sie sich partout über die Lippen zu kommen, eine Lüge hingegen wartet nur darauf ausgesprochen zu werden. Und so ergeht es auch Marlene. Anstatt den Schmerz zu äußern den ihr geliebter Blumenhändler in ihr ausgelöst hat, dessen Tränen er vielleicht nicht verstanden hätte, sagt sie etwas das jede Träne entschuldigt. Doch nicht nur Marlene versteckt sich hinter einer Lüge, auch ihr Blumenhändler Herr Huang behält gewisse Worte zurück. Für einen kurzen Moment gewähren die beiden Protagonisten kleine Einblicke in vergangene Tage und eröffnen eine Antwort für die Gegenwart. Doch reicht dies aus? Ist vergangenes eine Entschuldigung für gegenwärtiges? Sich verlieren, sich finden, sich verzeihen und sich selbst gegenüber ehrlich sein – Magret Kindermann schafft es Themen in einer Vielfalt anzusprechen ohne dabei überladen zu wirken. So vieles ist so offensichtlich und doch verstecken sich Schmerz und Traurigkeit in den Zeilen. Ereignisse ließen mich lächeln, weil ich anhand der Beschreibung den Duft von Sommer um mich hatte, kühles Wasser auf meiner Haut spürte und … … Hunger auf Pommes bekam. Dies mag sehr kurios wirken, so gar nicht lyrisch und doch ist es eben jene Szene die bei den Leser*innen, ebenso bei mir, mitunter den größten Eindruck hinterließ. Weil sich darin so viel verbirgt. Es ist ein abtauchen in die Geschichte, ein Stück sich selbst begegnen. Halten wir nicht alle einen Teil von uns zurück? Hat sich nicht jede*r schon mal verloren? Eine zarte Geschichte über das Leben und Sein "Es war nicht genug zu sein, erst das An-sie-denken besiegelte ihre Existenz." (Seite 7) Ich habe bei dieser Besprechung gezielt auf weitere Zitate verzichtet, denn ein kleiner Ausschnitt hätte die Leichtigkeit und Tiefe der Geschichte nicht einfangen oder gerecht werden können. Viele Sätze sind zauberhaft, erhalten ihre Bedeutung in aller Gänze aber nur innerhalb des Buches. Auch weitere Worte meinerseits würden diese zauberhafte Geschichte tot reden, zu viel vorwegnehmen und im schlimmsten Fall Eure eigenen Interpretation des Geflüster von Tulpen beeinflussen … Buchtitel und Cover stehen der Geschichte in nichts nach! Wunderschön anzusehen und innerhalb des Buches ebenso wiederzufinden. Optisch ein must-have und die Geschichte selbst ein must-read!
1 Wow
Nicht vom gleichen Blatt genascht Ich habe die Tulpologie gelesen und kann gar nicht so recht in kurze Worte fassen, worum es bei der 128-Seitigen Novelle geht. Es geht irgendwie um alles, aber ein bisschen auch um nichts. In erster Linie aber um einen Blumenladen, in dem Mister Huang seiner Lieblingskundin Marlene Tulpen verkauft. Marlene beginnt irgendwann, ihm, ihren schrecklichen Freundinnen und der Welt zu erzählen, ihr Mann sei gestorben. Mit dieser Lüge verstrickt sich Marlene in eine Geschichte, die sich immer wieder um die Tulpen dreht. Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe: Die Krokusse im Garten betrachtet Meinen fast kalt gewordenen Tee geleert Die Zeilen pro Seite gezählt Mein Eindruck zur Tulpologie: Insgesamt finde ich, dass an der Tulpologie* so einiges gelungen ist. Das, was im Buch steht, ist gut und der größte Teil der Geschichte wirkt auf den Leser ein. Man muss das erste Viertel beim Lesen dranbleiben und sich selbst ein bisschen zwingen, einen Einstieg in die Geschichte zu bekommen, aber das lohnt sich und ist dankbar. Magret Kindermann hat es leider nicht geschafft, mich sofort in das Ambiente der Geschichte mitzunehmen, was bei alltäglichen Gesprächen zwischen zwei mir völlig unbekannten Personen immer der Fall ist. Das Niveau der Geschichte, die Klarheit über das Drumherum und die Message werden mit steigenden Seitenzahlen besser. Ab Seite 100 wirst du das Buch kaum aus der Hand legen können. Kia macht weiter unter: https://www.buchensemble.de/tulpologie/
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