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Juli Zeh

Über Menschen

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4.7/5
30 Bewertungen
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein.
BIOGRAFIE
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015), und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (2019). 2018 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.
MOJOS
Mojos von Harakiri, schnaeppchenjaege... und 5 andere
harakiri
schnaeppchenjaegerin
eulenmatzliest
daslesendesatzzeichen
+3
literaturgarten
Ein Wahnsinnsbuch. Aktuell, packend und absolut mitreißend. Die Charaktere sind der Hammer und die Story auch. Mein Jahreshighlight - jetzt schon, im März
schnaeppchenjaegerin
Eine Großstädterin während des Lockdowns in der Provinz: ein bittersüßes Porträt unserer Gesellschaft - treffend formuliert und sehr unterhaltsam.
Ich mochte es gerne lesen...ganz große Liebe für Jochen :)
daslesendesatzzeichen
Lässt sich sehr gut an - gewohnt schöne Sprache, eloquenter Stil. Bin gespannt, wie es sich entwickelt!
literaturgarten
Juli Zeh hat wieder unvergleichlich gut *Am Puls der Zeit* geschrieben!
REZENSIONEN
Bewertet von thrillerleser, seeker7 und 3 andere
maulwurf
seeker7
stricki
literaturgarten
eulenmatzliest
thrillerleser
Dora, 36 Jahre alt und Werbetexterin, verlässt mitten in der Coronakrise ihren Freund Robert und zieht von Berlin nach Bracken. In diesem typisch ostdeutschen Dorf hat sie ein Haus mit 4000 m2 Garten gekauft, den sie nun bepflanzen will. Dora gerät ungewollt an Nachbarn, die Alltagsrassismus pflegen. Sie muss sich zwar nicht darüber klar werden, was sie darüber denkt, jedoch darüber, wie sie ihre Ansichten verteidigt und äussert. Mehr und mehr wird sie in die Dorfgemeinschaft hereingezogen und l...
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Wow
Ein neuer Roman von ZEH ist sowieso schon ein literarisches Ereignis (auf jeden Fall hinsichtlich der erwartbaren Verkaufszahlen). Hangelt sich ein solches Werk hautnah am Puls der Zeit entlang, bekommt es den Charakter eines politischen Statements. Das ist um so unvermeidbarer, als sich die Autorin auch auf anderen Kanälen in den gesellschaftlichen Diskurs offensiv einbringt.
Es geht daher im Folgenden um ein Buch und um die darin lancierten Botschaften.

ZEH beschreibt aus der Ich-Perspektive ...
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Wow
Alexander Gerst ist auch keine Lösung!
Was für ein wunderbares, warmherziges, verrücktes, kluges Buch! Es passiert nicht oft, dass einem das Buchpersonal so ans Herz wächst - und wir sprechen hier über eine überforderte Marketingfrau, Dora, der die Sorgen über den Kopf wachsen und die aufs Land flüchtet. Kein Problem, wir haben Corona, wir haben Home office, Büromenschen können von überall aus arbeiten. Solange sie noch einen Job haben.
Und dann ist da Dorfnazi Gote, ihr neuer Nachbar, prost Mah...
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Wow
literaturgarten
Meine Meinung:
Es geht in diesem wichtigen Buch *über Menschen* und um *Übermenschen*!
Bracken , ein kleines Dorf im Osten unseres Landes ( Brandenburg ) und seine Bewohner geben den Ton an in dieser Geschichte. Nicht weit entfernt von der Hauptstadt Berlin , aber weit genug um dort eine heile Natur und anscheinend unproblematisches dörfliches Leben anzutreffen, trotz offensichtlich schwacher Infrastruktur mit hoher Arbeitslosigkeit und hoffnungslosen Menschen, die sich in ihrer privaten We...
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Wow
MEINUNG:

Juli Zeh war eine Autorin, die ich schon lange für mich entdecken wollte. Nun habe ich letzten Monat Leere Herzen von ihr gelesen und da stand für mich fest, dass ich auf jeden Fall weitere Romane von ihr lesen möchte. Ihr neuer Roman Über Menschen kam da gerade recht. Der Roman ist keine Fortsetzung von Unter Leuten, auch wenn der Titel das vermuten lässt. 

Dora, Wahl-Berlinerin, hält es in der Stadt mit ihrem Freund und Corona-Umständen nicht mehr aus und kauft ein Haus in dem klein...
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Wow