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Karine Lambert

Und jetzt lass uns tanzen

Romance
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ZUSAMMENFASSUNG
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?
BIOGRAFIE
Karine Lambert ist eine belgische Fotografin und Schriftstellerin. Nach längeren Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Ob in Bildern oder Worten, immer erzählt Karine Lambert von der Freude und der Liebe, von der Verletzlichkeit und der Fähigkeit, sich neu zu erfinden. Die Romane der Bestsellerautorin erscheinen in über 25 Ländern.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
06.03.2017
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783453291911
Sprache
German
Seiten
224
Schlagworte
Alter, Späte Liebe, Liebesroman, Neuanfang, Frankreich, zweite Chance, Liebe
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Gabriele, seehase1977 und 3 andere
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seehase1977
sommerlese
ladybug
wortgetreu
Spätes Glück „All die übermütigen Luftbläschen, die Henri jahrelang nicht an die Oberfläche kommen ließ, blubbern nun nach oben, in die Freiheit.“ (Seite 136) Marguerite ist nach 55 Ehejahren allein zurückgeblieben und erinnert sich an die gemeinsame, von ihrem Mann dominierte Zeit. Sie liebte, da besteht kein Zweifel. Wie sonst hätte sie das humorlose Leben an seiner Seite aushalten können? Jetzt wirkt sie etwas hilflos, was ihren Sohn dazu animiert, die Leitung ihrer Lebensumstände zu übernehmen. Obwohl er gegen die – von ihrem Arzt vorgeschlagene - Kur in den Pyrenäen ist, lässt sie sich nicht davon abhalten. Auch Marcel ist Witwer. Er kam als Kind aus Algerien nach Frankreich. Auch seine heißgeliebte Frau, die bei einem Badeunfall ums Leben kam, stammt aus seiner ursprünglichen Heimat. Um von seiner Trauer abgelenkt zu werden, schenkt ihm seine Tochter einen Kur aufenthalt in den Pyrenäen. Hin- und hergerissen nähern sich die beiden aneinander an ... Der Autorin ist es in meinen Augen gut gelungen, die Befindlichkeiten von älteren Menschen mit all ihren positiven und negativen Erfahrungen zu beleuchten. Sie wechselt in den einzelnen Kapiteln zwischen ihrer und seiner Erinnerung beziehungsweise Sicht aufs Leben ab und malt so ein lebendiges Bild von zwei Individuen, die nicht unterschiedlicher sein können. Mir hat das Buch gut gefallen. Vielleicht entspricht es nicht unbedingt der Realität. Aber ist es nicht auch ein Anliegen von Büchern, uns in eine Traumwelt zu entführen und uns Mut für die Zukunft zu geben?
2 Wows
Zum Inhalt: Marguerite und Henri führen eine unterkühlte Ehe. Er entscheidet alles in ihrem Leben und Seriosität und Ansehen stehen vor Spaß und vor allem vor der Liebe. Trotz allem war Henri eine wichtige Konstante in Marguerites Leben, bis er eines Tages stirbt. Die alte Dame fühlt sich einsam, verlassen und vor allem überfordert. Auf einmal muss sie Dinge selbst regeln und entscheiden. Während einem Kuraufenthalt lernt sie Marcel kennen, der ebenfalls verwitwet ist und immer noch sehr darunter leidet. Die beiden kommen sich näher und zarte Bande der Liebe werden gesponnen. Doch darf man im Alter noch Liebe und Leidenschaft erleben? Mit dem Roman „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert wage ich mich mal wieder weit über die Grenzen meines Lieblingsgenres „Krimi und Thriller“ hinaus und wurde für meinen kleinen Ausflug mehr als belohnt. Die Begegnung mit der 78jährigen Marguerite hat mich von Beginn an berührt. Ihre bescheidene Art, ihr liebenswertes Wesen, aber auch ihre Unsicherheit und ihre Ängste nach dem Tod ihres Mannes, ich konnte nicht anders, als die alte Dame in mein Herz zu schließen. Auch der etwas jüngere Marcel, dessen Frau nach einem tragischen Unfall ebenfalls verstorben ist, wird von der Autorin als warmherziger und humorvoller Mensch dargestellt, Eigenschaften, die erst wieder zum Vorschein kommen, als er Marguerite kennen lernt. Karine Lambert erzählt mit wunderschöner Sprache die Geschichte einer zweiten Liebe, die auch trotz hohem Alter der ersten Liebe in nichts nach steht. Herzklopfen und Leidenschaft beflügeln und beleben das frisch verliebte Paar und vor allem Marguerite darf Gefühle erleben, die sie mit ihrem Mann Henri nie hat erfahren dürfen. Aber auch Ängste, Zweifel und vor allem Verwunderung beherrschen die Gedanken von Henri und Marguerite. Nie hätten sie gedacht, dass sie in ihrem Alter noch zu solch leidenschaftlichen Gefühlen fähig sind. Zwei Menschen im späten Herbst ihres Lebens haben die Liebe und das Glück neu gefunden und entdeckt und es war mir eine Freude, dass ich Marguerite und Henri hierbei begleiten durfte. „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert ist eine zauberhafte und entzückende Liebesgeschichte zweier alter Menschen, die nie auch nur eine Spur ins Kitschige ging. Mich hat das Buch berührt und verzaubert und es war eine Freude es zu lesen. Die Botschaft die es hinterlässt: Lebe und liebe, so lange Du kannst, denn liebevolle und leidenschaftliche Gefühle kennen keine Altersgrenze. Ich kann diesen Roman nur jedem ans Herz legen, jede Seite ist es wert, gelesen zu werden!
2 Wows
Marguerite Delorme ist 78 Jahre alt, als ihr Mann Henri nach langer Ehe stirbt. Ihre Beziehung war stets höflich, aber nicht von Liebe geprägt. Es gab keinen Streit, Henri regelte ihr gemeinsames Leben und entschied auch die Urlaubsziele. Nach seinem Tod fühlt sich Marguerite haltlos und aufgelöst, alt und überflüssig. Doch dann beschliesst sie, eine Thermalkur in den Bergen zu machen und ihr Leben nimmt noch einmal eine große Wendung. Der 73-jährige Marcel Guedj ist Algerienfranzose und fast 50 Jahre lang glücklich mit seiner Kindheitsliebe Nora. Als Nora verstirbt fühlt sich Marcel einsam. Seine Tochter meldet ihn zu einer Kur an. Dort lernen sich Marguerite und Marcel kennen und entdecken, dass sie über die gleichen Dinge lachen können. "Sie schert sich nicht mehr um Geschwätz und Konventionen, etwas anderes hat die Oberhand gewonnen. All die übermütigen Luftbläschen, die Henri jahrelang nicht an die Oberfläche kommen ließ, blubbern nun nach oben, in die Freiheit." Zitat Seite 136 Dieser Roman hat mich sehr berührt und dadurch in einen Lesesog versetzt. Mir wurde bewusst, wie auch im Alter der Wunsch nach Liebe und Glück das Leben bestimmen kann. Die Protagonisten hätten sich als junge Menschen nie ineinander verliebt, aber die Einsamkeit und ihre Lebenslust haben es im Alter möglich gemacht. Karine Lambert verarbeitet in ihrem Roman die Thematik der späten Liebe, weil sie es von einer Bekannten selbst so erfahren hat. Ihre Protagonisten werden gut charakterisiert, man erlebt die bisherigen Lebensläufe und kann sich ein authentisch wirkendes Bild von Marguerite und Marcel machen. Sie lebte ein kultiviertes, wohlhabendes Leben ohne Liebe und war nur das Anhängsel ihres Mannes. Marcel war arm und musste sich seinen Platz im Leben suchen und fand doch die große Liebe. Nachdem beide Hauptfiguren verwitwet sind, entdecken sie trotz ihrer Unterschiede Gefühle füreinander. Ihre ersten Begegnungen wirken unsicher, sie haben Bedenken wegen ihres Alters, doch sie sind sich schnell sehr nahe. Diese Szenen hat die Autorin mit wunderbarer Leichtigkeit beschrieben, dessen Romantik man sich nicht entziehen kann. Gleichzeitig sieht Marguerites Sohn Probleme, er möchte seine Mutter behüten, aber damit auch bevormunden. Genauso hat es sein Vater getan. Es braucht eine Zeit bis er versteht, dass auch seine Mutter Freiräume braucht und ihr Leben endlich selbstbestimmt leben möchte. Eine wunderschöne, berührende Liebesgeschichte, die zeigt, dass man die Hoffnung auf Glück auch im Alter nie ganz aufgeben darf.
2 Wows
Große Liebe kennt kein Alter Marguerite ist 78 und Witwe. Sie wurde ihr Leben lang fremdbestimmt – erst von ihren Eltern, dann von ihrem Mann, der wenig von wahrer Liebe und gar nichts von Fröhlichkeit und Spaß verstanden hat. Marguerite fügte sich still und wacht erst langsam auf, als sie merkt, dass nun ihr Sohn über sie verfügen und bestimmen will. Als sie auf Marcel trifft, beginnt sich in ihr Hoffnung zu regen – Hoffnung darauf, dass es noch nicht zu spät ist, alles nachzuholen. Marcel ist das Gegenteil von Henri, Marguerites verstorbenem Mann. Er hat seine Frau Nora schon als Junge kennengelernt und beide waren glücklich und verliebt, bis Nora überraschend an einem Herzinfarkt verstorben ist. Die Trauer überwältigt Marcel fast, bis er auf einer Kur weit weg von zu Hause Marguerite begegnet, die nur ein paar Straßen weiter von ihm die ganze Zeit gelebt hat. Darf und kann man zweimal lieben? Dieses Buch ist so erstaunlich leise, geht aber extrem tief unter die Haut und ins Herz. Mich hat Marguerites Schicksal sehr berührt und ich war entsetzt, wie Henri und Frédéric diese zarte, kleine Frau, die so voller Liebe steckt, behandelt haben. Gerade von ihrem Sohn hätte ich mehr erwartet. Dagegen das Leben von Marcel und Nora und ihrer Tochter Manou – das ist es, was man sich selbst und Marguerite von Herzen wünscht. Das Leben ist zu kurz, um auf wahre Liebe zu verzichten und zu lang, um ohne Humor und Fröhlichkeit, ohne Liebe zu sein. Der Stil dieser wundervollen Geschichte ist schlicht, einfach, gerade und sehr leise. Abwechselnd wird aus Marguerites und Marcels Position aus erzählt. Kurz vor dem Ende wechseln diese Kapitel in eines in der Ich-Form und beide kommen direkt zur Rede. Danach folgen zwei Kapitel, in denen der Erzähler über allem schwebt und keine Position einnimmt. Das kannte ich so noch nicht, aber es hat eine enorme Wirkung. Karine Lambert verwendet eine einfache, aber dennoch bildhafte Sprache. Ihr unaufgeregter Erzählton macht die Unterschiede der beiden Leben umso deutlicher. Die Geschichte entwickelt eine enorme Tiefe. Ohne viele Worte zieht die Autorin den Leser so tief in die Geschichte, als wäre er selbst daran beteiligt – und das wäre ich auch so gerne gewesen, denn diese beiden alten Leutchen habe ich ganz tief ins Herz geschlossen. Wer einen Elternteil verloren hat, wird wie ich dieses Buch noch mal mit anderen Augen sehen und sich überlegen, wie er selbst handelt und was für beide – den lebenden und den verstorbenen Elternteil – wichtig war und wichtig ist. „Und jetzt lass uns tanzen“ ist ein kluges, tröstendes und Mut machendes Buch. Von mir bekommt es die vollen fünf Sterne!
1 Wow
Dieses Buch kann ich nicht auf die selbe Art und Weise bewerten, wie ich es bei den anderen Büchern immer tue. Hier gibt es keinen heißen Bad Boy oder irgendwelche klischeehaften High School/Uni Intrigen. Dies ist ein Buch, dass dem Leben so nahe ist und das mich unglaublich berührt hat. In den ersten Kapiteln lernen wir Marguerites und Marcels jeweilige Vergangenheit kennen und kriegen den Verlust ihrer jeweiligen Ehepartner mit. Marguerite hat Angst vor allem, was unvorhersehbar ist, sie hat Angst vor dem alleine sein und dem Tod. Sie empfindet Ängste, die wohl jeder nachvollziehen kann und in die auch ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Mit ihren 78 Jahren ist sie nun wirklich nicht mehr die Jüngste und nach dem Tod ihres Mannes ist das Einzige, das ihr noch so richtig Freude bereitet ihr Enkel Ludovik und ein Museumsbesuch einmal im Monat. Sie stellt sich immer wieder die Frage, ob das Leben noch etwas für sie bereithält. Marguerite trifft bei einer Thermalkur auf den 73 jährigen Marcel. Überrascht stellen beide fest, dass sie den selben Humor teilen, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnte. Sie folgte immer allen Regeln und möchte nichts dem Schicksal überlassen. Er ist freiheitsliebend und vergöttert den Sternenhimmel bei Nacht, wohingegen Marguerite den Tag liebt. Langsam lernen sie sich kennen und fühlen etwas füreinander was sie nicht für möglich erachteten noch einmal empfinden zu dürfen. Ich habe bei dem Klappentext an zwei Personen im mittleren Alter gedacht, als ich dann deren Alter erfuhr, war ich ein wenig überrascht. Positiv überrascht. Beide waren mir sofort sympathisch und ich hätte sie mehr als einmal liebend gerne in den Arm genommen und ganz fest gedrückt. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein ziemlich großes Herz für ältere Menschen habe und ich ihnen immer am liebsten helfen und etwas Gutes tun würde. Aber diese beiden Protagonisten haben mich sehr berührt und zum nachdenken angeregt. Das Buch wird teilweise wirklich humorvoll erzählt und dennoch geht der Ernst der Geschichte nicht verloren. Ich habe mich der Storyline durchweg sehr nahe gefühlt, habe mitgelacht und mit gelitten. Habe über die selben Fragen gegrübelt wie Marguerite und Marcel. Die Autorin Karine Lambert erzählt die Geschichte mit einer wundervollen Leichtigkeit und einem poetischen Schreibstil, ohne dabei irgendetwas zu beschönigen. Mir kam es beim Lesen vor, als würde sich alles vor meinen Augen abspielen und ich könne total in das Buch abtauchen. Diese Geschichte hat mir wirklich große Freude bereitet.
Wow
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