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Unendlich wir
Amy Harmon

Unendlich wir

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4.1/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld, als sie je ausgeben könnte ... und sie will sterben. Finn Clyde ist ein Niemand. Das Einzige, was für ihn im Leben Sinn ergibt, ist Mathematik. Allerdings hat ihn das bisher noch nicht weit gebracht. Er will ganz neu anfangen, in Las Vegas, weit weg von den Schatten seiner Vergangenheit. Doch dann sieht er die junge Frau auf der Brücke in New York. Er weiß, dass sie springen wird. Und er muss eine Entscheidung treffen ... "Eine Geschichte über das Über-sich-Hinauswachsen mit Herzklopfen, Witz und viel Tragik ... Echt schön!" WDR 1Live
BIOGRAFIE
Amy Harmon wusste schon als Kind, dass sie einmal Schriftstellerin werden würde. Aufgewachsen umgeben von Weizenfeldern und ohne Fernseher hat sie ihre Freizeit mit Singen und Lesen verbracht und bald eigene Lieder und Geschichten geschrieben. Später arbeitete sie als Lehrerin und war Mitglied des Saints Unified Gospel Chors, der 2005 einen Grammy erhielt.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
02.04.2015
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783863960803
Sprache
German
Seiten
416
Schlagworte
Leidenschaft, Finn Clyde, Popsängerin, Liebe, Liebesroman, Roadtrip, große Gefühle, Bonnie und Clyde, Liebe / Beziehung, Emma Scott, Las Vegas, Liebesgeschichte, New York, Brittainy C. Cherry, dramatisch
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von daffodil, Simone Scamander und andere
daffodil
leselurch
sbs
Bonny und Clyde sind ein faszinierendes Liebespaar der 30-er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Sie hatten keine Chance. Auf ihrer Tour durch Amerika mordeten sie skrupellos, raubten, nahmen auf nichts Rücksicht und wurden erschossen, man zählte 130 Kugeln. Bonnie Rae ist eine sehr erfolgreiche Sängerin, jung, schön. Und will sich, von allen bevormundet und ausgenutzt, von einer Brücke stürzen. Finn Clyde bringt sie davon ab und hat sie von nun an als zunächst äußerst störenden und ständig für Probleme sorgenden Passagier an Bord seines alten Chevy. Immer wieder fragt man sich, wieso gerade diese Beiden das Pech anzuziehen zu scheinen. Mit vielem, was Bonnie tut, ist Clyde nicht einverstanden. Seine Vorliebe für Mathematik und Zahlen haben ihm schon Schreckliches in der Vergangenheit beschert, jetzt möchte er eigentlich ein ruhiges Leben führen. Daraus wird aber nichts. Als vermeintlicher Entführer gesucht, von Mißgeschicken verfolgt ( manchmal frage ich mich, wie naiv Bonnie eigentlich ist), verliebt er sich auch folgerichtig in das Mädchen und sie sich in ihn. Kreditkarten werden gesperrt, Lösegeld wird verhandelt, Autos abgeschleppt, eine Attentat geplant....wie wird das enden? Ab der Hälfte des Buches liest man eigentlich nur noch voller banger Erwartung, welche Katastrophe jetzt wohl noch kommt und hat anst vor dem Ende. Den historischen Vorbildern folgend, hat Amy Harmon eine spannende Liebesgeschichte geschrieben. Manchmal ein wenig zu schwarz-weiß gemalt, aber immer so, dass man unbedingt immer noch eine Seite und noch eine lesen will, bis zum Schluss.
1 Wow
Simone Scamander
Worum geht's? Bonnie Rae Shelby lebt das Leben, von dem so viele träumen: Sie ist eine gefeierte Popsängerin, tourt um die Welt, hat eine riesige Fangemeinde und mehr Geld, als sie jemals ausgeben können wird. Finn Clyde dagegen hat nichts in seinem Leben erreicht. Im Gegenteil: Er will seine Vergangenheit hinter sich lassen, mit den Schatten abschließen, die ihn auf Schritt und Tritt begleiten. In Las Vegas will er ganz neu anfangen. Doch auf dem Weg dahin sieht er eine junge Frau, die am Rande einer Brücke steht. Sie will springen. Finn hält sie in letzter Sekunde auf und nimmt sie mit, ohne zu wissen, dass er einen berühmten Popstar vor dem Tod bewahrt hat. Und so beginnt der Roadtrip von Bonnie und Clyde… Meine Meinung: In „Unendlich wir“, ihrem zweiten Roman auf dem deutschen Buchmarkt, nimmt Amy Harmon ihre Leser mit auf einen lebhaften und gefühlvollen Roadtrip zweier ganz besonderer Helden. Bonnie, die junge Sängerin, hat bei einer Casting-Show gewonnen und räumt seitdem einen Musikpreis nach dem anderen ab. Sie ist reich, beliebt, wunderschön, doch hinter den Kulissen ist Bonnie eine junge Frau, die aus schwierigen Verhältnissen stammt. Die ihre Zwillingsschwester, ihre andere Hälfte, verloren hat. Für Finn Clyde zählen, seit er denken kann, nur Zahlen. Er sieht sie immer und überall und hat ein wahnsinniges Talent, für das nur sein Vater Verständnis gezeigt hat. Aber auch die Zahlen haben Finn nicht verraten, dass sein Bruder Fish sterben wird und er es hätte verhindern können. Sowohl Bonnie als auch Finn sind zwei Personen, die jeweils ihr eigenes Päckchen zu tragen haben. Sie kommen aus verschiedenen Welten, die gegensätzlicher kaum sein könnten, und haben dennoch mehr Gemeinsamkeiten, als sie zunächst glauben. Es scheint schon fast, als hätte das Schicksal ausgerechnet die beiden zusammengeführt, um sie miteinander wachsen zu lassen. Bonnie und Finn waren mir beide auf ihre Weise auf Anhieb sympathisch und ich habe von Herzen gerne verfolgt, wie die beiden sich auf ihrer seltsamen Reise kennenlernen, wie sie voneinander helfen, sich stützen – wie aus ihnen „Wir“ wird. Sie sind beide so lebendige, echte, warmherzige Figuren, dass ich ab der ersten Seite für ein Happy End der beiden gebetet habe. Wenn man bedenkt, dass „Unendlich wir“ von einem Zeitraum von nicht einmal zwei Wochen erzählt, scheinen einige ihrer Entscheidungen und Handlungen natürlich sehr spontan und unbedacht, aber ich habe Bonnie und Clyde jede Tat, jede Emotion abgekauft und mit ganzer Seele mitgefiebert. Amy Harmon nutzt in „Unendlich wir“ drei verschiedene Erzählperspektiven, um ihre Geschichte aus allen Blickwinkeln zu beleuchten. Der Großteil der Handlung wird von Protagonistin Bonnie Rae persönlich erzählt, wodurch man sie mitsamt all ihren Gedanken und ihrer wilden Gefühlswelt kennen und verstehen lernt. Finn Clyde dagegen lernt man durch einen außenstehenden Erzähler kennen, der ganz genau über das logische Zahlenchaos zu berichten weiß, das in Finns Innerem wütet. Außerdem lässt die Autorin immer mal wieder kleine Nachrichtenartikel einfließen, die einen als Leser wissen lassen, was um die beiden Protagonisten herum passiert und was die Öffentlichkeit von Bonnie und Clyde hält. Die Mischung macht’s: Jede Erzählweise erlaubt einen anderen Einblick, steckt aber stets voller Gefühl und Persönlichkeit. Das Motiv von Bonnie und Clyde hat mir in „Unendlich wir“ unheimlich gut gefallen. Das berühmte Verbrecherpärchen, das in den 30ern in Amerika für jede Menge Trubel gesorgt hat, scheint mit Bonnie und Clyde aus „Unendlich wir“ zunächst nur die Namen gemein zu haben. Ein lustiger Zufall, über den sich auch die Figuren amüsieren. Je weiter die Handlung jedoch voranschreitet, desto stärker wachsen sie in diese Rollen hinein, auch wenn aus ihnen natürlich kein kriminelles Pärchen wird, wie es die Medien um sie herum darstellen. Ihr Roadtrip entwickelt sich aber zu einer Flucht: teilweise vor dem Gesetz, aber viel mehr vor denen, die ihr Leben bisher bestimmt haben, und vor sich selbst. Sie fliehen vor der Vergangenheit in eine Zukunft, die sie endlich als diejenigen leben lässt, die sie wirklich sind. Schon in „Vor uns das Leben“ ging es teilweise sehr pathetisch zu. Dennoch hatte ich in der Geschichte von Fern, Ambrose und Bailey niemals das Gefühl, dass die Tragik falsch platziert oder gar zu stark dramatisiert werden würde. In „Unendlich wir“ jedoch ertappte ich mich das eine oder andere Mal dabei, wie ich beim Lesen beinahe die Augen verdreht hätte. Amy Harmon wirft einige Themen auf, die jeweils nur kurz angeschnitten werden und die für mich nicht in das sonst so runde Konzept der Geschichte hineinpassen wollten. Musste dies wirklich sein? Hätte sie auf jenes Klischee nicht verzichten können, um den wichtigen Motiven des Romans mehr Raum zu lassen? Diesmal erschien es mir so, als hätte Amy Harmon nicht immer die richtige Balance gefunden. Beim Lesen selbst störten mich diese Momente zwar nur kurz, aber den Gesamteindruck trübten sie leider trotzdem. Fazit: Ein Roadtrip mitten durchs Herz! Mit „Unendlich wir“ gibt es endlich Lesenachschub von Amy Harmon! Mit ihrer modernen Inszenierung der Geschichte von Bonnie und Clyde konnte die talentierte Autorin mein Herz wieder höher schlagen lassen. Ich liebe ihren ausdrucksstarken Schreibstil, ihre tragischen und doch so wunderschönen Geschichten, die sie mit so viel Gefühl und Leben zu erzählen versteht. „Unendlich wir“ steckt voller Überraschungen, die zwei starke und authentische Protagonisten bis über ihre Grenzen hinaus fordern und wachsen lassen. Ein Roman, wie ihn nur Amy Harmon schreiben kann! Für „Unendlich wir“ vergebe ich 4 Lurche.
Wow
Bonnie sieht nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester keinen Sinn mehr im Leben, obwohl, oder gerade weil sie ein gefeierter Star ist. Eigentlich hat sie alles, Geld, Fans und Talent, aber das zählt nichts mehr. Sie möchte gerade ihrem Leben auf einer Brücke ein Ende setzen, als Finn Clyde sie entdeckt. Der Ex-Häftling hält sie von ihrem Vorhaben ab, wird sie nicht mehr los und startet mit ihr einen temporeichen Road-Trip durch die USA. Das Verschwinden Bonnies mit einem "Verbrecher" bleibt nicht unbeachtet und zieht seine Kreise... Zunächst war ich wenig begeistert, als die Protagonistin auf der Brücke stand und sich das Leben nehmen wollte. Solche Geschichten hatte ich in letzter Zeit häufiger erwischt und ich dachte "okay, dann eben nochmal so eine Geschichte". War es dann aber gar nicht, denn dieses Buch schlägt einen anderen Weg ein. Natürlich sind dramatische Momente enthalten, aber es überwiegt deutlich das Abenteuer, denn auch wie ihre Namensvetter Bonnie und Clyde werden sie regelrecht gejagt. Die Einschübe von Pressemeldungen über Bonnies Verschwinden sind toll gelungen. Richtig platziert und dosiert, außerdem zeigen sie, wie schnell die Presse "Fakten" verbreitet, die mit der Realität wenig gemein haben. Schein und Sein sind nun mal zwei Paar Schuhe. Einzig das Ende hat mich so gar nicht überzeugt, denn da hätte etwas mehr rausgeholt werden können. Die beiden Protagonisten sind auf sehr verschieden und scheinen auf den ersten Blick unvereinbar, doch sie teilen ein gemeinsames Schicksal, welches sie auf eng verbindet. Hier wurde das eine oder andere Klischee aufgegriffen und manches wenig überraschend, aber das störte während des Lesens nicht wirklich, denn man fiebert mit den beiden einfach zu sehr mit, um sich über solche "Kleinigkeiten" aufzuregen. Der Schreibstil ist recht einfach, über weite Strecken fesselnd, gefühlvoll und interessant. Die Charaktere sind individuell und facettenreich, sodass ich das Buch letztlich guten Gewissens empfehlen kann.
Wow
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