mojoreads
Community
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Ein kraftvolles und provokantes Plädoyer für Veränderung! Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren. Caroline Criado-Perez erklärt, wie dieses System funktioniert. Sie legt die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Erhebung wissenschaftlicher Daten offen. Die so entstandene Wissenslücke liegt der kontinuierlichen und systematischen Diskriminierung von Frauen zugrunde und erzeugt eine unsichtbare Verzerrung, die sich stark auf das Leben von Frauen auswirkt. Kraftvoll und provokant plädiert Criado-Perez für einen Wandel dieses Systems und lässt uns die Welt mit neuen Augen sehen.
BIOGRAFIE
Caroline Criado Perez, 1984 geboren, ist Autorin und Rundfunkjournalistin. Sie publiziert u.a. im New Statesman und im Guardian und hält regelmäßig Vorträge. Ihr erstes Buch »Do it Like a Woman« wurde von den Medien als »ein eindringlicher journalistischer Text« und zu einem der »Bücher des Jahres« des Guardian gekürt, »alle jungen Mädchen und Frauen sollten ein Exemplar besitzen«. Als eine der international bedeutendsten feministischen Aktivistinnen ihrer Zeit wurde Criado Perez mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Zu ihren bekanntesten Kampagnen-Erfolgen gehören die Mitfinanzierung der Website Women's Room, der Abdruck einer Frau auf britischen Banknoten, die Verpflichtung von Twitter, seinen Umgang mit dem Thema Missbrauch zu ändern, und die Aufstellung einer Statue der Frauenrechtlerin Millicent Fawcett auf dem Parliament Square. 2013 wurde Caroline Criado Perez zum Human Rights Campaigner of the Year ernannt. Seit 2015 ist sie Officer of the Order of the British Empire (OBE). Sie lebt in London.
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von Leni 💕, Lara und 3 andere
booksbylena
bookaholicgroup
elena_liest
seitenherzlich
luciebookworld
Dieses Buch hat mich wirklich erschreckt. Frauen sterben durch nicht richtig sitzende Arbeitskleidung. Sie müssen ständig Umwege gehen, weil die Straßen nicht gut genug beleuchtet sind, oder sie werden in der Medizin wie kleine Männer behandelt. All das und noch viel mehr sind Themen die Caroline Criado- Perez in ihrem Buch „Undichtbare Frauen“ aufgreift. • Es geht geht zum Größteil darum, dass in unserer Welt, die so durch Technik und Daten geprägt ist, die Hälfte der Weltbevölkerung bei der Datenanalyse vergessen wird. Nämlich uns Frauen. Meist unabsichtlich. Aber es passiert eben, weil Frauen in vielen Bereichen einfach zu wenig Mitspracherecht haben. Dadurch entsteht eine Wissenslücke, die wie oben schon geschrieben verheerende Folgen haben kann. • Ich hatte durch dieses Buch sehr viele Diskussionen, die gezeigt haben wie „männerdominierend“ unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert immer noch ist. • Ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance hatte dieses Buch lesen zu können. Dadurch konnte ich mich in meinem Denken unglaublich weiterentwickeln. Ich finde persönlich, dieses Buch sollte zur Schullektüre werden, da das Problem der Ungleichheit schon in jungen Jahren beginnt. Ein Beispiel dafür wäre, dass viele Mädchen mehr Interesse an Naturwissenschaften zeigen würden, wenn sie Wissenschaftlerinnen in ihren Lehrbüchern sehen könnten. • Diese Buch beinhaltet so viele spannende und wirklich traurige und ungerechte Aspekte. Es ist alles mit Quellen und Statistiken belegt, was aber keinesfalls langweilig ist, sondern die Ernsthaftigkeit unterstreicht. • „Unsichtbare Frauen“ gehört auf jeden Fall zu meinen Jahreshighlights.
Wow
Ich habe das Buch öfter auf Instagram gesehen und da auch die Bewertungen auf Amazon durchweg positiv ausgefallen sind, habe ich mich dazu entschieden, es zu lesen. Das Thema ist super spannend und durch dieses Buch wird einfach wieder vor Augen geführt, wie viel in unserer Welt noch nicht gerecht ist und warum es so wichtig ist, das zu ändern. Denn es sollte im Sinne aller sein, für mehr Sicherheit und Stabilität zu sorgen. Ich glaube, fast jedes weibliche Wesen wird sagen, dass Frauen heutzutage in vielen Bereichen noch benachteiligt werden oder es schwerer haben, sich durchzusetzen, als Männer. Aber dann konkret die Bereiche aufzählen? Das fällt vielen dann schon schwerer. Die Autorin deckt diese Probleme auf und spricht ganz offen und direkt darüber, was für Schwierigkeiten und Nachteile (nicht nur) Frauen haben, weil es einfach zu wenige gendergerechte Daten gibt. Studien trennen selten zwischen den Geschlechtern, was "den Mann" eben als die Norm darstellt. Alles andere wird dann von dieser Norm abgeleitet. Und daraus entstehen weitaus mehr problematische und vor allem auch gefährliche Situationen für Frauen, als vielen denken mögen. In dem Buch werden in den verschiedenen Kapiteln Themen aller Art behandelt, wie zum Beispiel aus den Bereichen der Medizin, Wirtschaft, Politik und dem ganz normalen Alltag. Auf jeder Seite stand etwas, was mich so wütend und frustriert zurückgelassen hat, dass ich das Buch am liebsten direkt wieder zuschlagen wollte. Ich habe es also eher in kleineren Etappen gelesen, wodurch ich die Informationen aber auch viel besser aufnehmen konnte. Unfassbar, was in unserer Welt noch so läuft... Und dabei ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau in vielen Ländern bereits lange eingeführt. Aber so richtig gleichberechtigt sind wir eben doch nicht. Unsichtbare Frauen ist ein so wichtiges Buch, das es eigentlich Pflichtlektüre sein sollte, vor allem für die Menschen, die in medizinischen, politischen oder wirtschaftlichen Bereichen Entscheidungen treffen. Vielleicht kann so ein Bewusstsein geschaffen werden, das dringend notwendig ist, um wirklich etwas zu ändern. Ein wahnsinnig spannendes Buch, das ich wirklich jedem empfehlen kann!
Wow
"Männer sind die unausgesprochene Selbstverständlichkeit, und über Frauen wird gar nicht geredet. Denn wenn wir „Mensch“ sagen, meinen wir meistens den Mann." - Caroline Criado Perez, "Unsichtbare Frauen: Wie eine von Männern gemachte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert." Männer sind die Norm, Frauen sind, um es mit Simone de Beauvoirs Worten zu sagen, "das andere Geschlecht", die Abweichung oder gar kleine Männer. Das ist - gelinde gesagt - völliger Quatsch und Unsinn, trotzdem erfassen Daten zu fast allem, was so auf der Welt geschieht, meist nur Männer und werden dann auch auf Frauen angewandt. So entsteht eine riesige "Gender Data Gap", die Caroline Criado Perez in ihrem Buch umfassend aufzeigt. In "Unsichtbare Frauen" geht die Autorin auf fehlende Daten in sechs Bereichen ein: dem Alltag, dem Arbeitsplatz, dem Design von Gegenständen, der Medizin, dem öffentlichen Leben im Allgemeinen und bei Katastrophen wie Tsuniamis oder Pandemien. Dabei deckt sie auf, in wie vielerlei Hinsicht Frauen mal so mir nichts, dir nichts einfach außer Acht gelassen und ignoriert werden - und dass das im schlimmsten Fall sogar tödlich sein kann. Dass Crash-Test-Dummies in der Autoindustrie bis vor kurzem alle männlich waren bzw. auf dem Beifahrersitz kleinere Dummies ohne Brüste (kleine Männer) als vermeintliche Frauen (die ja auch natürlich nie selbst Auto fahren) getestet wurden, ist mittlerweile weitestgehend bekannt. Das ist aber nur eins der vielen Beispiele, die die Autorin zur Veranschaulichung der "Gender Data Gap" anbringt. Von Herren- und Damentoiletten und dem Straßenverkehr über Herzinfarktsymptome bis hin zu Algorithmen bei Bewerbungsverfahren - überall werden Frauen Steine in den Weg gelegt. Diese Unsichtbarkeit der Frauen rührt weitestgehend daher, dass Männer immer noch an den entscheidenden Stellen sitzen und von ihrer Lebenswirklichkeit ausgehen. Die Autorin stellt somit die Theorie auf, dass von der Führungsriege in Unternehmen hin zu politischen Ämtern die Frauenquote höher sein müsste, damit diese Lücke, die "Gender Data Gap", gefüllt wird. Gleichzeitig weist sie aber darauf hin, dass Frauen die meiste unbezahlte Care-Arbeit (putzen, um Kinder kümmern, Pflege kranker Verwandte usw.) leisten und ihnen somit weniger Zeit bleibt, sich um freizeitliche Aktivitäten wie zum Beispiel auch politisches Engagement zu kümmern oder schlicht Überstunden bei der Arbeit zu machen. Für mich klang das etwas nach einem ewigen Kreislauf, der kaum unterbrochen werden kann. Das Buch hat seine Stärken. Die Autorin hat unglaublich viele Quellen ausgewertet (auf 419 Seiten finden sich knapp 1300 Fußnoten) und gibt somit die Möglichkeit, nun auch mit Belegen in eine Diskussion zu starten, in der es heißt, wir wären doch alle schon gleichberechtigt. Außerdem ist "Unsichtbare Frauen" für mich ein Augenöffner, denn nach dem Lesen sind mir in meinem privaten Umfeld unglaublich viele Dinge aufgefallen, die die Autorin auch in ihrem Buch anspricht. Gleichzeitig sind mir aber auch einige Schwächen aufgefallen. Zum einen wird nicht konsequent eine gendergerechte Sprache angewandt. Während im einen Satz noch beide Geschlechter angesprochen werden, wird im nächsten Satz beispielsweise nur noch von "Politikern" ohne weiblichen Form gesprochen. Das könnte aber auch an der deutschen Übersetzung liegen. Außerdem hat mich gestört, dass die Autorin zwar immer wieder anspricht, dass die meiste unbezahlte Care-Arbeit von Frauen gestemmt wird, sie zeigt aber keinen Weg aus dieser Situation heraus. Ich hatte irgendwann den Eindruck gewonnen, dass Caroline Criado Perez diesen Zustand einfach so hinnimmt und das geht mir dann definitiv nicht weit genug. Nun zu meinem größten Kritikpunkt: die intersektionale Perspektive auf die Datengewinnung wird von der Autorin komplett außer Acht gelassen, sie teilt die Welt in ein binäres Geschlechtermodell ein. Das geht für mich gar nicht. Criado Perez ignoriert nicht-binäre und trans Menschen, sie geht nicht auf die Bedürfnisse behinderter Frauen oder auf die Perspektiven Schwarzer Frauen und Frauen of Color ein. Damit macht sie in meinen Augen genau das, was sie in ihrem Buch eigentlich kritisiert: sie macht Menschen unsichtbar. Meine Gefühle im Bezug auf das Buch sind demnach zwiespaltig und ich kann mich den Lobeshymnen nicht ganz anschließen. Trotzdem ist das Buch in meinen Augen ein Schritt in die richtige Richtung und sollte definitiv gelesen werden. Außerdem möchte ich auch nochmals hervorheben, dass ich es wirklich beeindruckend finde, wie viel Arbeit sich die Autorin mit diesem Buch gemacht hat.
Wow
seitenherzlich
„Unsichtbare Frauen“ ist ein Buch, über das ich mich ganz besonders gefreut habe als ich sah, dass ich es mir als Rezensionsexemplar genehmigt wurde. Und mein erster Eindruck war auch wirklich gut. Das gesamte Buch ist in einzelne Themen und Teile gegliedert, sodass man sich schon vorher einen guten Überblick verschaffen kann, um was es gehen wird. Die Autorin redet nicht um den heißen Brei herum und sagt direkt was Sache ist. Allerdings kann ich euch wirklich gar nicht zu ihrem Schreibstil sagen, da das gesamte Buch so gut wie nur aus Daten und Informationen besteht, mit denen man förmlich bombardiert wird. Etwaige Erklärungen gibt es höchstens sehr knapp, da die meisten Schlussfolgerungen sowieso auf den Ergebnissen mehrerer Studien oder Forschungen beruhen. Angesichts der geballten Informationsmenge, deren Quellen übrigens in einem riesigen Anhang allesamt aufgeschlüsselt sind, will ich mir gar nicht vorstellen, wie unglaublich viel Arbeit in diesem Buch stecken muss. Es ist ohne Zweifel unfassbar interessant und wissenschaftlich von vorn bis hinten belegt, aber leider gibt es einen ganz großen Kritikpunkt für mich, der letztendlich auch ausschlaggebend für meine Meinung über dieses Buch gewesen ist. Und ja, tatsächlich ist es trotz all dem Lob die Datenmenge. Ich verstehe natürlich, dass diese gerade bei so einem Thema essenziell ist, aber es ist einfach unglaublich anstrengend zu lesen. Ich konnte keine 50 Seiten am Stück lesen, da es durch die Aneinanderreihung der Informationen total anstrengend war, die Konzentration zu behalten und den roten Faden nicht zu verlieren. Dadurch, dass es keine Geschichte ist und ein Schreibstil im herkömmlichen (erzählenden) Sinne nicht vorhanden ist, wird es schnell trocken und die Begeisterung, die ich sonst bei feministischen Themen empfinde, kam auch nicht zum Vorschein. Daten, Daten, Daten… Ein bisschen, wie ein nicht endender (und ungewöhnlich anspruchsvoller) Schachtext. Klar war das bei einem Sachbuch mehr oder weniger zu erwarten, aber die Lust am Lesen hat nach einigen Seiten einfach gefehlt. Allerdings sollte abschließend nicht verschwiegen werden, dass dieses Buch auf jeden Fall einen starken Inhalt hat, der auch viele Tatsachen umfasst, die auch mir vorher noch gar kein Begriff waren und aufzeigen, wie tief das Thema geht, und warum wir alle Feministen sein sollten.
Wow
luciebookworld
Ich interessiere mich schon seit längerem für Geschlechterungleichheit und bin auch dementsprechend schon in manchen Bereichen über die Thematik informiert. Von der genderbasierte Datenlücke in unserem (auch alltäglichen) Leben hatte ich jedoch noch nicht viel gehört - bis jetzt! Denn das Buch bietet einen perfekten Überblick über diese und beleuchtet viele Aspekte des Themas aus verschiedenen Blickwinkeln. Dabei führt die Autorin viele Quellen an, die ihre Darstellungen belegen bzw. unterstützen. Sie hat ausgezeichnet recherchiert und dort wo sie keine weiteren Quellen anführen kann, hinterfragt sie selbst fundiert und nachvollziehbar die scheinbar gegebene Tatsachen in verschiedenen Bereichen unseres Lebens. Die unterschiedlichen Aspekte, auf die sie dabei näher eingeht, werden gut im Zusammenhang dargestellt, so dass der Leser keine Schwierigkeiten haben sollte, der Argumentation im Buch zu folgen. Des Weiteren erleichtert der angenehme Schreibstil dieses Unterfangen. Die unterschiedlichen Aspekte in verschiedenen Lebensbereichen, in denen die genderbasierte Datenlücke zu direkter und indirekter Diskriminierung des weiblichen Geschlechts führen, wurden gut ausgewählt. Sie sind sehr interessant für den Leser, da sie auch alltägliche Gegebenheiten beinhalten, die man noch nie hinterfragt hat. Einige Dinge in meinem Alltag werde ich nie mehr so sehen wie zuvor. Natürlich kann die Autorin mit diesem Buch nicht alle Bereiche aufzeigen, in der die genderbasierte Datenlücke vorliegt. Dennoch ist dieses Buch schon einmal ein guter Einstieg in diese Thematik! Leider gibt es an dem Buch jedoch auch etwas zu bemängeln. Durch die Übersetzung wird es hier versäumt, durchweg einheitlich und richtig zu gendern. Gerade bei einem Buch, dass sich mit Geschlechterungleichheit beschäftigt, sollte dies gelingen! Geschlechterungleichheit ist ein sehr vielfältiges Thema, dass immer noch aktuell ist. Man findet es überall - neben dem Offensichtlichen muss man manchmal einfach nur etwas genauer hinsehen. Dieses Buch bietet genau das: Es wirft einen verschärften Blick auf verschiedene Aspekte, wodurch Frauen aufgrund der genderbasierten Datenlücke diskriminiert werden. Meiner Meinung nach sollte dieses Buch jeder gelesen haben! 4,5/5
Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook