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Lotte Minck

Venuswalzer

UnterhaltungKrimi
Ist Teil der Reihe
Stella Albrecht
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ZUSAMMENFASSUNG
Stella ist fix und fertig: Seit Wochen werden ihre Nerven von unerträglichem Baulärm malträtiert. Unerträglich ist auch die Situation von Stellas Kundin Ruby. Beinahe täglich sieht sie sich den Übergriffen eines Handwerkers ausgesetzt – bis dieser eines Tages und ausgerechnet vor ihrem Fenster vom Baugerüst stürzt. Was ganz sicher kein Wink des Himmels und vermutlich auch kein Unfall war. Plötzlich steht die junge Frau unter Mordverdacht. Stella glaubt fest an Rubys Unschuld – und beschließt, der Sache auf eigene Faust und mit himmlischer Hilfe auf den Grund zu gehen …
BIOGRAFIE
Lotte Minck hat die längste Zeit ihres Lebens im Ruhrgebiet gelebt, wo sie Popstars bekocht, Events organisiert und in einer Schauspielagentur Termine jongliert hat. Dabei hat sie einige Skurrilitäten erlebt und die Menschen des Reviers kennen und lieben gelernt. Seit 2005 widmet Lotte Minck sich ganz dem Schreiben.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
16.01.2019
Ausgabe
eBook
ISBN
9783770041725
Sprache
German
Seiten
304
Schlagworte
Bochum, Gisa Pauly, Astrologie, Auerbach & Keller, Wohlfühlkrimi, Jörg Maurer, Krimis, Ruhrgebiet Ruhrpott Revier, Urlaubskrimi, Maggie Abendroth, Cozy Cosy Crime, Tatort, Urlaubslektüre, Sterne, Rita Falk
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REZENSIONEN
Bewertet von mabuerele und tigerbea
mabuerele
bienchen
„...Ich bin manchmal kurz davor; gewalttätige Fantasien zu entwickeln. Dieser permanente Lärm geht an die Substanz. Und damit aufzuwachen, ist Horror...“ Vor Rubys Fenster steht ein Baugerüst. Der Baulärm hält sich zwar mittlerweile in Grenzen, doch Kevin, der Handwerker, wird mehrmals übergriffig. Beschwerden bringen nichts, denn dann wird Ruby die Schuld gegeben. Für die Bauarbeiter ist heute der letzte Tag. Dafür hat Kevin eine besondere Show geplant. Dann aber stürzt er vom Gerüst. Auch die Astrologin Stella hat mit Baulärm zu kämpfen. Ein Rüttler wird zur Pflasterung der Auffahrt eingesetzt. Das Eingangszitat stammt von ihr. Die Autorin hat eine spannende Krimikömödie geschrieben. Die Geschichte lässt sich flott lesen. Der Schriftstil ist abwechslungsreich. Gut wird Rubys Verzweiflung herausgearbeitet, denn momentan ist sie die einzige Verdächtige. Ben, Journalist und ein Freund Stellas, sorgt dafür, dass sich Stella der verstörten jungen Frau annimmt. Auf diese Weise erfahre ich eine Menge darüber, wie ein Horoskop ausgelegt werden kann. Allerdings stehe ich eher auf der Seite von Kriminalkommissar Arno. Horoskope mögen eine nette Unterhaltung sein, aber nicht mehr. Stella verfügt aber auch über eine exzellente Beobachtungsgabe und eine gute Menschenkenntnis. Deshalb lädt sie Ruby in ihre Oase der Ruhe, die diese so empfindet: „...Das Sonnenlicht zauberte gleißende Reflexe auf die Wasseroberfläche, und die hängenden Äste einer Trauerweide bewegten sich leise raschelnd und anmutig im leichten Wind....“ Ganz anders liest sich das Buch, wenn Arno und Stella aufeinandertreffen. Einerseits mögen sie sich, andererseits würde es keiner von beiden zugeben. Deshalb arten ihre Dialoge schnell in Streitgespräche aus. Die Gespräche von Stella mit ihrer Großmutter Maria dagegen beleuchten sachlich die Situation und haben zum Teil psychologische Tiefe. Folgendes Zitat ist ein Beispiel dafür. „...Ihr Heim ist ihre Muschel, dort fühlt sie sich sicher. Was aber passiert, wenn diese Sicherheit bedroht oder sogar zerstört wird?...“ Wieder geht es um Ruby. Gerade durch solche Gespräche erhalte ich ein vielschichtiges Bild der jungen Frau. Die Suche nach dem wahren Täter erweist sich als schwierig. Braukmann, Kevins Chef, redet im Verhör viel, ohne wirklich was zu sagen. Die Handwerker halten zusammen. Für sie ist ruby die Schuldige. immerhin hat sie Kevin gedroht. Bei der Charakterisierung der Handwerker nutzt die Autorin die Möglichkeit, sie überspitzt darzustellen. Das betrifft insbesondere deren Frauenbild. Hier hat Kevins negative, großspurige und einseitig überhebliche Einstellung Spuren bei den anderen hinterlassen. Der hat mehrere Verhältnisse nebeneinander und benutzt die Frauen allein zu seiner Befriedigung. Braukmann, sein Chef, durchschaut ihn, konnte ihn aber nicht entlassen, da ihm eine Handhabe fehlte. In der Öffentlichkeit allerdings verteidigt er ihn, damit auf die Firma kein negativer Schatten fällt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Mit Stella lerne ich ein ganz besondere Ermittlerin kennen.
5 Wows
Ruby, die Frau mit den blauen Haaren und dem burschikosen Auftreten, hat es gerade nicht leicht. Das Haus in dem sie lebt wird saniert, die Anstreicher lärmen und sie kann ihrer Heimarbeit nicht ordentlich nachgehen. Und als wenn der Lärm nicht reicht, haben es die Arbeiter auf sie abgesehen. Allen voran Kevin. Kaum zieht Ruby morgens die Vorhänge zurück, steht er entblößt vor ihrem Fenster. Eines Tages passiert ein Unglück: Kevin stürzt vom Baugerüst, direkt von Rubys Fenster aus. Das Sicherungsbrett war angesägt und brach unter ihm weg. Ruby steht unter Verdacht, schließlich hat sie ihm vorher gedroht, sie bringt ihn um. Wie gut, daß Ruby das altbewährte Team rund um Stella als Freunde hat. Es wird mit allen Mitteln versucht, ihre Unschuld zu beweisen. Ein neuer genialer Fall aus der Feder von Lotte Minck. Ich dachte, der erste Fall für Stella wäre schon wahnsinnig gut gewesen - Lotte Minck hat das noch gesteigert. Ich konnte es mir nicht vorstellen, aber es ist so. Sie beschreibt die Nöte von Ruby so intensiv, daß man den Lärm fast selbst hört. Klar wird hier mit dem typischen Bild des Bauarbeiters gespielt, aber das gehört einfach dazu. Schließlich ist es eine Krimödie, und da sollte man einfach nicht alles zu genau nehmen. Klischee muß sein und sonst wäre ja das Motiv weg. Aber auch die anderen Charaktere sind gut dargestellt. Man erlebt hautnah mit, wie Susanne bemerkt, daß sie nur ausgenutzt wurde, ja, man würde sie so gern trösten. Stella und Arno - ihre kleinen Dispute sind einfach herrlich und sozusagen bringen sie den Pfeffer in die Geschichte. Ihre Beziehung entwickelt sich weiter und man darf gespannt sein, was da noch kommt. Der Lokalkolorit kommt durch, läßt bei den Handlungsorten genügend Spielraum für die Phantasie, sich ein eigenes Bild zu machen und der Dialekt ist erfrischend erträglich. Denn es gibt nichts schlimmeres, als total überzogene und unnatürliche Sprache. Hier wird der Ruhrgebietsdialekt geschrieben, wie er wirklich ist. Nämlich gut verständlich, nicht billig und gemäßigt. Bei manchen Autoren grenzt es schon an Beleidigung, wie sie die Sprache und die Bewohner darstellen. Lotte Minck macht es perfekt. Ebenso perfekt gelingt ihr der Spagat zwischen Komödie und Krimi. Humor und Spannung halten sich gekonnt die Waage. Dadurch - und durch ihren wirklich toll zu lesenden Schreibstil - fliegt man wieder durch das Buch und hat richtig Spaß beim Lesen!
Wow

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