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Verrückt nach Karten

Verrückt nach Karten

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ZUSAMMENFASSUNG
Karten sind mitreißend, voller Wunder und Magie. Karten versprechen Abenteuer und Spannung wie eine gute Geschichte. Robert Louis Stevenson erfand eine Karte, um ein Kind zum Träumen zu bringen. Die Idee für »Die Schatzinsel« war geboren. Schriftsteller lieben Karten. Dieser fantastische Atlas zeigt ihre Favoriten. Darunter sind nicht nur die gezeichneten Helden aus ihren Büchern, sondern auch die Pläne realer Städte, die sie inspiriert haben, und die raschen Skizzen am Rand der Seite. Mercators Weltprojektionen faszinieren J.K. Rowling oder Robert Macfarlane genauso wie Google Maps, das Liniennetz der U-Bahn und die Monster auf alten Himmelsgloben. Nach Mittelerde, Atlantis und Utopia geht die turbulente Reise. Stets verraten uns die Karten ganz persönliche Erlebnisse und Erinnerungen großer Klassiker und moderner Autoren.
BIOGRAFIE
Huw Lewis-Jones ist promovierter Historiker und forscht über Entdeckungsgeschichte, Literatur, Fotografie und Umwelt. Der preisgekrönte Autor hat einen PhD der Universität von Cambridge und war Kurator am Scott Polar Research Institute, Cambridge, und am National Maritime Museum, London. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die mittlerweile in 15 Sprachen übersetzt sind, darunter »Die Eroberung des Mount Everest«, das beim Banff Mountain Festival den History Award gewann, »Durchquerung der Antarktis«, »77° Süd: Entscheidung am Südpol« oder »Kosmos großer Entdecker«. Wenn er sich nicht gerade mit dem Schreiben von Büchern oder der Planung internationaler Ausstellungen beschäftigt ist, verbringt er den Großteil seiner Zeit mit Expeditionen und arbeitet als Naturforscher. Er lebt in Cornwall in einem vom Meer umtosten Haus, dessen Wände mit Karten tapeziert sind.
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REZENSIONEN
Bewertet von Harakiri, xcobanyldz und 3 andere
harakiri
xcobanyldz
miaslesezeilen
naraya
fuddelknuddel
Ein wunderschöner Bildband mit zusätzlichen interessanten Erklärungen. Schon die Doppelseite des ersten Kapitels hat mich gefangen genommen. Eine Märchenlandschaft mit verschiedenen Figuren, die liebevoll miteinander verflochten wurden. Starke Farben und tolle Zeichnungen und auch wenn ich nicht alle Geschichten wiedererkannt habe, fand ich die Seite wie ein schönes Suchbild. Und so ging es dann im ganzen Buch weiter. Zugegeben: nicht alle Karten konnten mich so begeistern, aber ich fand viele sehr interessant und von einigen kannte ich auch die Bücher dazu und habe mich gefreut, Bekanntes wieder zu entdecken. Da gibt es den Winnie-Puh-Wald, Harry Potter, die Schatzinsel, Bilder von Tintin oder Huckelberry Finn und noch viel mehr zu entdecken. Man folgt aufgeregt Kiplings „kleinen Pfeilen“, taucht ein in die Welt des Peter Pan, erfährt, dass es einige Bücher ohne vorher gezeichnete Karten gar nicht gegeben hätte, kurz: man reist ins Land der Fantasy und kann sich in dem Buch fast verlieren. Jedenfalls muss man die Zeit genau im Auge behalten, denn man taucht ganz schnell sehr tief ab. Der Autor sammelte die Karten, zeichnete sie teilweise selbst und erklärt im Text, wie die Karten entstanden, wie überhaupt seine Idee entstand „man klappt ein Buch auf und befindet sich in fernen Welten“, diese Karten zu sammeln und schreibt von seiner Liebe zu Karten, die man regelrecht spürt. Zitate aus den Büchern zu den Karten runden das Werk noch perfekt ab. Auch andere Illustratoren kommen zu Wort und schreiben von ihren Beweggründen und den Abenteuern, die sie mit ihren Karten erlebt haben. Hier besonders erwähnenswert ist die „Karte des Herumtreibers“ aus Harry Potter und ihre Entstehungsgeschichte. Die Bilder sind sehr detailreich und man entdeckt immer wieder etwas Neues. Ein Buch für die ganze Familie, das man immer wieder gerne in die Hand nimmt. Fazit: ein faszinierendes Bilderbuch für Erwachsene.
Wow
Als das Buch bei mir ankam, war ich sehr positiv überrascht, denn das Buch ist echt groß und schwer. Das aussehen des Buches hat mich sehr begeistert. Auf jeder Seite sind verschiedene Karten vorhanden. Fantasiekarten, historische Karten und Karten aus der Mythologie. Alles ist dabei. Die Texte zu den Karten sind auch einfach geschrieben, damit auch Leser, die eigentlich nicht viel von Karten wissen, alles verstehen können. Allerdings fand ich die Texte auch etwas zu viel, man hätte manchmal den Text etwas reduzieren und die Karten etwas größer machen können. Heutzutage werden Karten von den meisten gar nicht mehr benutzt und sie auch nicht wissen wie man diese liest, sondern jeder benutzt nur noch die Handys, um von A nach B zu kommen. Was ich echt traurig finde, da Karten echt spannend sein können, wie dieses Buch es beweist. Trotzdem empfehle ich jedem einmal dieses Buch durchzulesen und sich die Karten anzugucken, denn so ein tolles Buch muss man mal gelesen haben. Vielleicht kann man damit viele wieder zum Karten Lesen begeistern. Also eine ganz klare Empfehlung.
Wow
miaslesezeilen
Dieses Buch ist ein wahres Schmuckstück, sowohl in Hand wie auch im Bücherschrank! Das Material ist dick und hochwertig, das Werk liegt gut in der Hand. Gleich beim Auspacken des Kartons war ich überrascht, dass "Verrückt nach Karten" größer ist als ich dachte. Doch es passt zu dem Welt-Atlas Gefühl, dass es mir vermittelt. Nur dass dieser Atlas nicht im Heute Hier und Jetzt spielt, sondern in verborgenen Fantasy-Welten, geboren aus den Köpfen brillianter Autoren. Sehr schön finde ich die Motivationen und Erzählungen aus der Kindheit des Herausgebers, wie er überhaupt auf diese "verrückte" Sammlungsidee gekommen ist. Und auch die Vergangenheit der Autoren hat ihren Reiz. Selten betrachtet man einen Roman von dieser Seite. Nun, dass wirklich jeder Autor am Anfang zuerst eine Karte im Kopf hat wage ich allerdings zu bezweifeln. Ich denke vielmehr, dass es VIELE waren und dass die genannten Werke dem Herausgeber entgegenkamen. Was ich auch etwas vermisst habe, waren reale Karten, oder Karten aus anderen Zeiten. Hier gab es zwar ein paar, aber längst nicht so viele Beispiele, wie ich aus Leseprobe und Inhaltsverzeichnis heraus erwartet hätte. Ich habe mir Großteile des Buchs realer, weniger fiktiv vorgestellt. Auch hätte ich mir noch einen größeren Teilbereich des Buches zu jenen Fiktiven Legenden Welten wie Avalon und Atlantis und Entsprechungen aus anderen Kulturen gewünscht. Es wurde zwar auch teilweise darauf eingegangen und gerade Yggdrasil bekommt viele Seiten, doch für mein Gefühl wird der Sage nicht gerecht. Dafür ist die Aufmachung des Buches ein richtiger Hingucker! Jede Seite ist besonders und einzigartig, es gibt so viel zu schauen und zu entdecken! Viele Karten erinnern mich dabei an die Wimmelbilder. Und auch die "Handschrift" des Autors ist herauszulesen. So vermittelt alleine die Karte einen Eindruck von dem, was das Fantasy-Reich zu bieten hat. Wirkt es hell? Düster? Fröhlich? oder "riecht" nach Landleben? Besonders vor Augen geführt hat mir dieses Buch allerdings auch mein mangelndes umfangreiches Wissen über Klassiker der Literatur. Da ich viele der genannten Werke nicht selbst gelesen habe, fehlte mir an vielen Stellen der eigene Bezug zu dem Unterkapitel. Das Schöne daran ist jedoch, dass mir dieser vielfältige Atlas nicht nur eine Sammlung der Karten, sondern auch ein Kompass durch unterschiedliche Welt-Klassiker bietet, von denen vielleicht das ein oder andere auch mal meinen Bücherschrank besuchen darf. Fazit: Ein schönes Geschenk für traditionelle Buch- und Kartenliebhaber und ein toller Bildband zum Durchblättern für alle anderen.
2 Wows
"Verrückt nach Karten", das ist der Herausgeber des Buches Huw Lewis-Jones, ein promovierter Historiker, bereits seit seiner Kindheit. Die Faszination, die mit einem Plan des Londoner Zoos begann, wurde von seinem Großvater weiter gefördert - einem Mann, der noch immer nach nautischen Karten und den Sternen navigieren konnte. Von seiner kleinen Heimatinsel Guernsey, die er oft selbst in Karten und auf Globen markieren musste, träumte Lewis-Jones sich mit Hilfe von Karten in die Welt hinaus. Dieser großen Liebe seines Lebens hat er nun ein wunderbares Buch gewidmet. Es ist eine Sammlung historischer und literarischer Karten aus aller Welt und allen Epochen. Schriftsteller, Grafiker, Journalisten und Illustratoren berichten darin, was Karten für sie persönlich und für ihre Arbeit bedeuten. Darüber hinaus ist es gespickt mit Zitaten und witzigen Anekdoten, zum Beispiel über Jack Kerouac und den Entstehungsprozess zu "On the Road", an dessen Ende ihn seine Frau aus dem Haus warf. Nach einem Vorwort von Philip Pullman, Autor der Trilogie um den "goldenen Kompass" startet das Buch mit dem ersten Teil, einer kurzen Einführung in das Thema. Welches waren die ersten Karten? (Besonders faszinierend die so genannte "Ebstorfer Weltkarte".) Wie sahen sie aus? Und was bedeuten Karten überhaupt für die Menschheit? Natürlich gibt es solche, die vorrangig die Realität abbilden und sie so zugänglich machen. Der Herausgeber macht aber schnell bewusst, dass Karten in vielen Situationen aber erst der Startpunkt sind, zum Beispiel für einen der größten Klassiker der Abenteuerliteratur: Bevor Robert Louis Stevenson seine "Schatzinsel" schrieb, existierte zunächst eine Karte, die eigentlich nur dazu gedacht war, kindliche Langeweile zu vertreiben. Was mit Stevenson hier geschah, bestätigen viele derjenigen, die in "Verrückt nach Karten" zu Wort kommen: Karten inspirieren uns, sei es nur zum Träumen oder zu literarischer Schöpfung. In Teil zwei widmet das Buch sich explizit den literarischen Karten. Unter anderem beschreibt Cressida Cowell, wie ihre Landkarten zu "Drachenzähmen leicht gemacht" entstanden, nach Vorbild der Urlaube auf einer einsamen Insel, die sie mit ihrer Familie jeden Sommer für zwei Wochen machte. Karten können allerdings auch eine heilende Wirkung haben. So halfen sie Kiran Millwood Hargrave ("The Girl of Ink & Stars") aus ihrer Depression und gaben Piers Today ("The Last Wild") eine Möglichkeit, den Tod seines Vaters zu überwinden. In Teil 3 geht es schließlich um die Erstellung von Karten. Besonders spannend ist hier das Kapitel über die Entstehung der "Karte des Herumtreibers" aus Harry Potter, geschaffen von Miraphora Mina, die übrigens gemeinsam mit Geschäftspartner Eduardo Lima das kreative Duo "Minalima" bildet und an allen Harry Potter-Filmen sowie zahlreichen anderen großen Produktionen beteiligt war. Und natürlich darf hier auch Daniel Reeve nicht fehlen, Schöpfer der Mittelerde-Karte, die heute Merchandise-Artikel aus aller Welt ziert und der sich übrigens ganz selbstbewusst für seinen Job bei der Produktion des Films angeboten hatte; mit Erfolg. Teil 4 behandelt nun das Lesen von Karten und macht zunächst einen kurzen Abstecher in die Welt des Rollenspiels, in dem Lev Grossman über seine Liebe zu "Dungeons & Dragons" und den damit verbundenen Karten spricht. Aber auch eine Kuriosität findet in diesem Teil Erwähnung: wo immer historische Karten endeten, man also über die Grenzen der Karte hinaus kein Wissen mehr von der Welt hatte, wurde der Hinweis "Hic sunt dracones" ("Hier sind Drachen") platziert - Abschreckung und Faszinosum zugleich. "Verrückt nach Karten" endet mit einem Epilog des Illustrators Chris Riddell, in welchem er all die Bücher und Erlebnisse mit Büchern schildert, die sein Leben ausmachen und die er nie vergessen wird. Ein Zitat von Neil Gaiman schließt das Werk als Ganzes wunderbar ab: "Eine Welt, in der es Monster gibt, und Geister, und Dinge, die einem das Herz stehlen wollen, ist eine Welt, in der es Engel gibt, und Träume, und eine Welt voller Hoffnung." Das Buch ist wunderbar für den "Coffee Table" gemacht: das Format nicht zu groß und nicht zu klein, lädt es immer wieder zum Stöbern ein. Die dicken, bunt bedruckten Seiten zeigen faszinierende Karten, auf denen es immer Neues zu entdecken gibt. Wer jedoch eine komplette Abhandlung zum Thema erwartet, wird vermutlich enttäuscht, denn "Verrückt nach Karten" ist eher ein Sammelsurium an Kuriosem, kein wissenschaftliches Sachbuch. In meinen Augen macht dies aber gerade den Charme und den Unterhaltungswert des Buches aus.
Wow
Lena von fuddelknuddels Bücherregal
In „Verrückt nach Karten“ widmet sich der Herausgeber eines Bestandteils von Büchern und Geschichten, der von vielen nur flüchtig oder vielleicht sogar gar nicht beachtet wird, nämlich den Karten der zugehörigen Welten. In aller Ausführlichkeit wird darauf eingegangen, wie so eine Karte entsteht, wie man sie anschließend liest, welche Arten von Karten es gibt, natürlich gespickt mit jeder Menge Bildern und Beispielen. Ich muss gestehen, dass ich von der ersten Sekunde an, als ich dieses Buch bei vorablesen in der Vorschau entdeckte, fasziniert war. Bisher habe ich die Karten in Büchern zwar immer erfreut zur Kenntnis genommen, mich allerdings nie wirklich eingehend mit ihnen beschäftigt. Die Leseprobe habe ich mir daher nur flüchtig angeschaut und mich da auch eher auf die Bilder konzentriert. Ein Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellte. Zwar gibt es in diesem Buch unglaublich viele schöne und auch wahnsinnig interessante Karten, besonders jene, deren Geschichten man kennt, wie zum Beispiel von „Narnia“ und „Drachenzähmen leicht gemacht“, habe ich besonders viel Zeit gewidmet. Allerdings hätte ich im Vorfeld nicht gedacht, dass ich von den Anmerkungen und Texten des Herausgebers so wenig angetan sein würde. Anfangs waren seine Anekdoten, wie er zu seiner Begeisterung für Karten gekommen sei, noch sehr amüsant, später allerdings habe ich den Text weitestgehend nur noch überflogen und mir hauptsächlich die Karten angeschaut. Mein Fazit: Zwischen dem ganzen Karten-Enthusiasmus hatte ich verdrängt, dass es sich hier immer noch um ein Sachbuch handelt, wenn auch ein interessant gestaltetes. Man merkt, dass hinter der hochwertigen Aufmachung und liebevollen Illustration eine Menge Arbeit und Überlegung steckt, und im Regal sieht das Buch auch wunderschön aus. Für jemanden wie mich allerdings, der eher auf die Bilder steht als die Erläuterungen dazu, lohnt es sich nicht, das viele Geld auszugeben.
Wow
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