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Vor uns das Leben
Amy Harmon

Vor uns das Leben

Romance
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5/5
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REZENSIONEN
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PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
02.10.2014
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783863960735
Sprache
German
Seiten
380
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von InkaLeseliebe, Tintenbluete und 3 andere
ingridpabst
tintenbluete
time_to_read_
lifeisbetterwithbooks
leselurch
Inhalt Eine Unscheibare, ein Rollstuhlfahrer und ein Schönling. Diese drei können keine Freunde sein und haben so nichts gemeinsam? Das könnte man meinen, doch manchmal kommt einfach das Leben dazwischen und schon könnte die Verbundenheit nicht größer sein. Ambrose, der Star der Schule, hält den Druck nicht mehr aus, der auf ihm lastet, und meldet sich freiwillig als Soldat. Bailey, der Junge im Rollstuhl, weiß, dass er bald sterben wird und versucht jeden Tag zu genießen und zu leben. Fern, schlau aber nicht hübsch, versteckt sich hinter Kitschromanen, denn der Junge, den sie liebt, hat sicher kein Interesse an ihr. Drei junge Erwachsene, ein Schicksal, eine Freundschaft. Wie hat's mir gefallen Als ich das Buch über Ambrose, Fern und Bailey begann, erwartete ich einen HighSchool Roman über drei Jugendliche mit tiefgehenden Problemen. Ich erwartete, dass Fern verstoßen wird, Ambrose oberflächlich behandelt wird und Bailey leiden wird. Ehrlich gesagt hatte ich erwartet eine Story zu lesen, die schon hundert andere Protagonisten durchlebt haben. Doch dann las ich immer weiter und entdeckte, dass hinter diesem schlichten Cover eine tiefsinnige Geschichte steckt, die über HighSchool-Geschichten hinaus geht. Es geht um drei Jugendliche, die erwachsen werden, die schlimmsten Probleme überstehen müssen und nicht scheitern dürfen. Es geht um Verlust, Ängste, Zusammenhalt und um Verzweifeln. Die drei Protagonisten machen gerade ihren Abschluss, als die Handlung beginnt und der 11.September über die Welt hineinbricht. Hätte ich vorher gewusst, dass dieses Thema angeschnitten wird, hätte ich stöhnend zu einem anderen Buch gegriffen, da man dieses Thema einfach satt hat. Doch Amy Harmon schafft es erneut Mitleid zu erregen, das Thema sensibel aufzugreifen und den Leser zu animieren erneut darüber nachzudenken. Zwar wurde mir Amerika (wie so oft) zu sehr als Retter dargestellt, der die Welt von allem Übel befreien will, aber da konnte ich Stück für Stück drüber hinwegsehen. Denn es geht nicht direkt um den 11.September, sondern um einen schönen beliebten jungen Mann, dem alle Türen offen stehen und der doch den Krieg wählt. Weil er nicht anders kann. Und es geht um einen totkranken Jungen im Rollstuhl, der so gerne laufen und ringen würde, der aber doch festsitzt und versucht das beste aus seinem Leben zu machen. Wer er nicht anders kann. Und schließlich geht es um ein unscheinbares junges Mädchen namens Fern, die ihr ganzes Leben lang in den herkulesähnlichen Jungen Ambrose verliebt ist, obwohl er ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. Weil sie nicht anders kann. Doch was passiert, wenn diese drei durch einen schlimmen Schicksalsschlag aufeinandertreffen? Was passiert, wenn sich alles ändert? Wow, ich war hin und weg. Ich hatte das Gefühl, ich gehe auf eine langjährige Reise zusammen mit den drei Protagonisten und begleite sie auf allen unterschiedlichen Wegen. Ich habe sehr gelitten, viel geweint und mich zugleich auch so gefreut. Ich habe über Verlust, Angst und den Tod nachgedacht. Habe mich gefragt, was wahre Schönheit bedeutet und ab wann man jemanden liebt, denn genau diese Themen spricht die talentierte Autorin an. Dieses Buch geht an keinem spurlos vorbei, denn der faszinierende Schreibstil schafft Nähe und Realität durch seine Lebendigkeit. Ich hatte das Gefühl, ich bin Fern näher als keiner sonst und bin Baileys beste Freundin. Ich war unsterblich in Ambrose verliebt und wäre beinahe an meinem Herzschmerz zu Grunde gegangen. Das Buch geht gerade wegen seinem tollen Schreibstil sehr nah, denn die Szenen sind emotional und tiefgängig - schlichtweg schön. Ein kleines Manko war das Thema Ringen. Für Ambrose und Bailey ist dieser Sport sehr wichtig und wird dementsprechend oft erwähnt. Leider werden kaum Regeln oder Begriffe erklärt, sodass man als Laie keineswegs hinterherkommt und das hat mich oft geärgert. Ich wusste weder wieso jetzt derjenige gewonnen hatte, noch wieso manche Mitspieler nicht mehr ringen können. Das fand ich sehr schade und teilweise auch sehr ärgerlich, hat mich aber letztendlich nicht dazu bewegt, einen Punkt abzuziehen, da es nur eine Nebenhandlung betrifft. Alles in allem ist es ein wunderbares Buch über Liebe, Freundschaft und Verlust. Es berührt die Seele (und die Tränendrüsen) zu tiefst. Ich möchte es allen ans Herz legen, die sich so richtig verlieben möchten, aber zugleich mehr als nur eine Lovestory wollen. Cover/Buchgestaltung Eigentlich gefiel mir das Cover sehr gut, da es so mädchenhaft und herbstlich aussah, doch nach dem Lesen muss ich sagen, dass es zu schüchtern ist und dem Buch nicht die Aufmerksamkeit gibt, die es verdient. Für Fans von * "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes * "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green Fazit Ich gebe eine klare Leseempfehlung an alle, die ein Buch über Liebe, Mut, Verzweiflung und Freundschaft lesen wollen, denn die Geschichte über Ambrose, Bailey und Fern ist emotional, packend und bewegend. Sie handelt von verletzten Gefühlen, Stolz, Verlust, Tod und Kraft, aber auch von Freundschaft, Liebe und innerer Schönheit. Ich hatte viel Spaß beim Lesen, obwohl ich viel geweint habe. Bewertung 5/5
Wow
Drei Jugendliche, drei ganz besondere Schicksale und eine tiefe Freundschaft. Fern ist zwar klug, aber nicht besonders hübsch. Zeit ihres Lebens träumt sie von Ambrose, dem attraktiven Ringerstar der Highschool. Ambrose scheint alles zu haben, ist jedoch trotzdem nicht glücklich. Und dann ist da noch Bailey, Ferns Cousin, der an Duchenne-Muskeldystrophie leidet und mit jedem Tag dem Tod ein Stück näher kommt. Die Geschichten dieser drei Jugendlichen sind so wunderbar miteinander verwoben, dass der Roman geradezu wie aus dem Leben gegriffen wirkt. Amy Harmon hat einen locker-leichten Schreibstil und schafft es jeder einzelnen ihrer Figuren Leben einzuhauchen. Die vielen Zeitsprünge haben mich anfangs etwas verwirrt, was sich aber spätestens nach den ersten hundert Seiten änderte. Mich hat diese Geschichte wirklich berührt und zum Nachdenken gebracht. Dieser Roman ist nicht nur ausschließlich für Jugendliche zu empfehlen, da er Themen behandelt, die auch Erwachsene noch beschäftigen und berühren.
Wow
Ein absolut schönes Buch! Nach anfänglichen Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden, hat mich das Buch "Vor uns das Leben" dann doch noch in seinen Bann gezogen. Es erzählt die Geschichte von drei völlig unterschiedlichen Jugendlichen, Fern, Bailey und Ambrose. Sie stehen am Ende ihrer Highschoolzeit und dachten, sie wüssten, was die Zukunft für sie bereithält. Doch das Schicksal hatte andere Pläne mit ihnen... Fern ist schüchtern, rothaarig, klein, trägt eine riesige Brille und zu allem Überfluss auch noch eine Zahnspange. Sie findet sich hässlich und unscheinbar. Bailey ist Ferns Cousin und Bester Freund. Durch eine seltene Muskelkrankheit, die ihn Tag für Tag schwächt, sitzt er im Rollstuhl und kann sich kaum noch bewegen. Ambrose ist der Ringerstar der ganzen Stadt. Er ist beliebt, gutaussehend und steht vor dem Beginn einer erfolgreichen Karriere. Doch ein Ereignis verändert alles... Das Cover Das Cover ist zwar nichts besonderes, aber es gefällt mir sehr gut und es ist wunderschön! Die Farben harmonieren schön miteinander. Der dezente Grünton im Hintergrund symbolisiert für mich Hoffnung und in irgendeiner Weise auch Mut. Die Vögel sind ein Symbol der Freiheit und die verschnörkelte Schrift passt für mich perfekt ins Bild. Meine Meinung Dieses Buch ist an manchen Stellen klischeehaft und vielleicht auch etwas vorhersehbar, aber es lohnt sich wirklich es zu lesen! Es ist traurig, herzerwärmend, bringt einen zum Lachen und weinen, aber vor allem reißt es einen mit in die Geschichte. Ungefähr ab der Hälfte konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin hat die Gefühle richtig rübergebracht und ich konnte die Gedankengänge, Handlungen u.s.w. nachvollziehen. Erinnerungen wurden perfekt in die Handlung mit eingebunden. Mit einigen wunderschönen Zitaten bringt es einen zum Nachdenken über sein eigenes Leben. Das Zitat zu Beginn des Buches hat mir besonders gut gefallen: " Ich bin nur einer, aber ich bin immer noch jemand. Ich kann nicht alles tun, aber ich kann immer noch etwas tun; und nur weil ich nicht alles tun kann, werde ich mich nicht weigern, das Etwas zu tun, was ich tun kann."
Wow
lifeisbetterwithbooks
Inhalt Ambrose wird in seiner Heimatstadt als talentierer Ringer gefeiert. Doch keiner merkt, wie es in ihm aussieht. Bailey ist wegen einer Krankheit auf seinen Rollstuhl angewiesen und auf die Hilfe seiner Eltern und seiner Cousine Fern. Die beiden sind unzertrennlich. Fern selbst ist schlau, aber nicht hübsch, worunter sie während ihrer Schulzeit sehr leidet. Nach dem Schulabschluss verändert sich für alle drei das Leben auf ungeahnte Weise.. Meinung Ich bin überwältigt und überrascht von der Geschichte. Zum einen überrascht, weil die offizielle Inhaltsangabe nicht verrät, dass der Leser die drei Jugendlichen nicht mehr lange während ihrer Schulzeit begleitet. Dann gibt es entscheidendes Detail in der Geschichte, welches ich jedoch nicht spoilern möchte, wodurch viele Veränderungen im Leben der drei passieren. Damit hatte ich ebenfalls gerechnet, bin aber positiv überrascht. Das Buch ist toll geschrieben. Ich habe beim Lesen so viel gefühlt: Freude, Liebe, Trauer, Wut, Erleichterung... das Buch behandelt einige tiefgründige Themen. Es unterhält, aber regt auch zum Nachdenken an. Bailey ist ein ganz besonderer Charakter: Seine Krankheit ist wirklich eine große Belastung, aber er lässt sich nicht davon unterkriegen und hat eine tolle Art an sich. So optimistisch, ehrlich und direkt. Ich hoffe, dass es auch in der Realität Leute gibt, die ihr Schicksal angehen wie Bailey Sheen! Fern als weibliche Protagonistin ist eine tolle Seele. Sie kümmert sich viel um ihren Cousin. Sie steht auf kitschige Liebesgeschichten und deshalb ist es auch genau richtig, dass ihre eigene Liebesgeschichte auch oftmals kitschig ist. Ambrose habe ich ebenfalls ins Herz geschlossen: Ein toller Charakter, der unter einer folgenschweren Entscheidung und seinen Erfahrungen leidet, aber durch die beiden anderen wieder ins das Leben zurück findet. Zusammen sind die drei ein tolles Team und erleben viele schöne Sachen. Die Autorin hat ein tolles Gespür, Situationen emotional zu gestalten und bringt generell viele Weisheiten und tiefrgündige Gedanken in das Buch ein. Fazit Das Buch hat mich so gefangen genommen, dass ich es nicht weglegen wollte. Es hat mich im positiven Sinne überrascht und ich kann es sehr empfehlen!
Wow
Simone Scamander
Worum geht's? Ambrose, der Star der Highschool, der Held einer ganzen Stadt. Er scheint alles zu haben - und doch kämpft er mit Problemen, die der Außenwelt verborgen bleiben. Bailey, der Junge im Rollstuhl. Er ist krank, weiß, dass er sterben wird. Und er lebt jeden Tag seines Lebens, als wäre es sein letzter. Fern, die schlau ist, aber nicht hübsch, und trotzdem in allem um sich herum das Schöne erkennt. Fern, Bailey und Ambrose. Drei Jugendliche in einer Kleinstadt in den USA, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Jugendliche, die dachten, sie wüssten, was das Leben für sie bereithält. Und denen das Schicksal in die Quere kommt … (Quelle: Egmont INK) Meine Meinung: „Vor uns das Leben“ von Amy Harmon ist eines jener Bücher, die einen ganz besonderen Platz im eigenen Herzen erreichen, der weit über den Titel „Lieblingsbuch“ hinausragt. Es ist ein Buch, das man am liebsten jedem Menschen, der einem in seinem Leben begegnet, ohne viele Worte in die Hand drücken will. Es ist ein Buch, das einen sprachlos und mit unbeschreiblichen Gefühlen zurücklässt. Über das man reden will, obwohl man ganz genau weiß, dass kein Wort der Geschichte jemals gerecht werden kann. Mit „Vor uns das Leben“ hat Amy Harmon wirklich ein Meisterwerk geschrieben, das ich niemals vergessen werde. Eine Geschichte, die mich nicht nur berührt, sondern mir auch unglaublich viel für mich selbst mitgegeben hat. Kurzum: Ihr könnt die Rezension an dieser Stelle eigentlich schon wegklicken – rennt zum Buchladen und lest dieses Buch! Da „Vor uns das Leben“ mich allerdings so sehr aufgewühlt hat, dass ich mir meine Gefühle unbedingt von der Seele schreiben muss, lasse ich mir eine ausführlichere Rezension nicht nehmen. Obwohl der Begriff „Rezension“ möglicherweise gar nicht so passend ist – „Liebeserklärung“ trifft es viel besser! Dabei verbindet „Vor uns das Leben“ und mich gar keine Buchliebe auf den ersten Satz. Wie auch die Charaktere des Romans habe ich lange Zeit nicht erkannt, welche Schönheit in ihrer Geschichte verborgen liegt. Die Handlung beginnt sehr ruhig und zaghaft, erweckt zunächst den Eindruck einer typischen Highschool-Geschichte über das schüchterne Mädchen und den attraktiven Star der Schule. Doch „Vor uns das Leben“ ist so viel mehr. Es ist ein Roman über die „Was-wäre-wenn“s, „Ich-wär-so-gern“s und „Hätte-ich-doch“s des Lebens. Amy Harmon erzählt die Geschichte von Fern, Ambrose und Bailey, die jeweils mit ihrem eigenen Schicksal zu kämpfen haben. Sie schreibt so authentisch, so lebendig, so realistisch, dass man sich mit jedem Satz mehr in die Handlung und ihre Charaktere verliebt. „Vor uns das Leben“ ist ein ergreifende und mitreißende Geschichte, die niemanden kalt lässt. Amy Harmon thematisiert viele verschiedene Themen, wie zum Beispiel die tragischen Ereignisse des 11. Septembers und seine Konsequenzen, tödliche Krankheiten und ihre Bedeutung für die Betroffenen und ihre Angehörigen oder aber auch die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und die Suche nach sich selbst. Trotz der vielen unterschiedlichen Aspekte, die die Autorin in ihre Geschichte hat einfließen lassen, wirkt „Vor uns das Leben“ niemals überladen. Vielmehr ist es ein Buch, das mitten aus dem Leben erzählt – mitsamt seinen Schattenseiten, die uns prägen, und seinen Lichtblicken, die uns Hoffnung und Kraft schenken. Amy Harmon beschönigt nichts. Sie stellt das Leben in seiner knallharten Realität dar und doch gibt es so viele schöne Momente, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich habe gelacht, geweint und manchmal auch beides zusammen. Ambrose Young ist jung, beliebt und talentiert. Er ist ein Sport-Ass. Der beste Ringer, den die Stadt je gesehen hat. Gesegnet mit einem Lächeln, das alle Mädchenherzen zum Schmelzen bringt, und einer Herzensgüte, die selbst die Herzen ihrer Mütter höher schlagen lässt. Jemandem wie Ambrose kann doch nur eine strahlende Zukunft bevorstehen. Doch ausgerechnet Ambrose entscheidet sich nach den Ereignissen des 11. Septembers dafür, als Soldat für sein Land in den Krieg zu ziehen. Aber das Leben ist hart und fordert Opfer von seinen Mitspielern – und Ambrose kehrt als Mann zurück, der kaum noch etwas mit dem Star der Highschool gemein hat, der er einst war. Ambrose ist ein facettenreicher Charakter, der beweist, dass hinter dem schönsten Lächeln das hässlichste Chaos verborgen sein kann. Nach allem, was er erlebt hat, muss er erst wieder zum Leben zurückfinden. Ihn auf diesem Weg zu begleiten ist so berührend und schockierend zugleich, dass es einen selbst im Herzen aufwühlt und zum Nachdenken bewegt. Fern Taylor ist ein Mädchen, in dessen Haut niemand stecken will. Die Pfarrerstochter ist klug, aber nicht sonderlich hübsch. Sie ist bloß das nette Mädchen von Nebenan, das immer höflich belächelt, aber niemals zu einem Date eingeladen wird; das wunderschöne Briefe schreibt, aber Jungs nicht mit einem strahlenden Lächeln verzaubern kann. Sie ist die, die von ganzem Herzen liebt, ehrlich und mit ganzer Seele. Aber sie wird nie genug sein. Kein Wunder, dass Ferns Selbstbewusstsein quasi gar nicht existiert und sie sich selbst nicht zu schätzen weiß. Dabei hat es gerade die selbstlose junge Frau verdient, endlich die Aufmerksamkeit zu bekommen, die sie auch ihren Freunden stets entgegenbringt. Trotz ihrer zurückgezogenen Art steckt in Fern so viel Lebensfreude, so viel Liebe zum Leben, dass sie einen sogar über die Seiten hinaus damit ansteckt. Sie ist ein wunderschöner, sehr tiefgründiger Charakter, von dem man viel für sich selbst lernen kann. Bailey Sheen ist die Seele des Romans. Er leidet seit seiner frühsten Kindheit an einer besonders schweren Form der Muskeldystrophie, die seine Muskulatur mit jedem Tag stärker schwächt. Mittlerweile ist er voll und ganz an seinen Rollstuhl gefesselt und in jeglicher Hinsicht auf fremde Hilfe angewiesen. Bailey hat keine Heilungschancen und muss mit der Gewissheit leben, dass jeder Tag sein letzter sein könnte. Trotz dieser Umstände ist der junge Mann voller Lebensfreude und Lebenslust. Er ist schlagfertig, mutig, tapfer, … Er ist all das, was man einem Helden zusprechen würde, obwohl sich Bailey selbst natürlich nur im Spaß als einen solchen bezeichnen würde. Dabei ist Bailey genau das: Der Held der Geschichte, der einem beweist, wie schön das Leben sein kann, der einem zeigt, dass es sich zu leben lohnt, und der einem klarmacht, dass man für und um diejenigen kämpfen muss, die man liebt. Fazit: Fern, Ambrose und Bailey – drei junge Menschen, drei Schicksale, alle untrennbar miteinander verknüpft. Was die Autorin mit diesem Buch in mir ausgelöst hat, ist unbeschreiblich! Denn je tiefer man in „Vor uns das Leben“ eintaucht, desto deutlicher wird, dass Amy Harmon ihren Lesern nicht bloß eine Geschichte erzählt. Sie berichtet vom wahren Leben mit all seinen Facetten und schreibt ihren Lesern mit ihren eindringlichen und intensiven Worten mitten ins Herz. „Vor uns das Leben“ ist knallhart und brutal, aber zugleich auch zart und zerbrechlich. Es ist kein Buch für Zwischendurch, sondern eines, das einen sprachlos und mit ganzer Seele an den Seiten kleben lässt. Es ist eine Geschichte, die Weisheiten und Ratschläge bereithält. Die unter die Haut geht. Die einen beschäftigt – noch lange über die letzte Seite hinaus. Für „Vor uns das Leben“ vergebe ich volle 5 Lurche. Auf keinen Fall verpassen!
Wow
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