mojoreads
Community
Mariana Leky

Was man von hier aus sehen kann

!
4.4/5
10 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. >Was man von hier aus sehen kann< ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter besonderen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan ... Wie Innigkeit gelingen kann zwischen den Menschen - gegen viele Widerstände und Unwägbarkeiten -, zeigt dieses ebenso kluge wie zartfühlende Buch, das zum großen Überraschungserfolg wurde. Mit >Was man von hier aus sehen kann< beweist Mariana Leky, dass sie zu den kraftvollsten und unverwechselbaren Stimmen der deutschen Literatur gehört. Die erste Auflage erhält einen türkisen Farbschnitt!
BIOGRAFIE
Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Sie lebt in Berlin und Köln. Bei DuMont erschienen der Erzählband >Liebesperlen< (2001), die Romane >Erste Hilfe< (2004), >Die Herrenausstatterin< (2010) sowie >Bis der Arzt kommt. Geschichten aus der Sprechstunde< (2013). 2017 erschien ihr Roman >Was man von hier aus sehen kann<, der wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand und in über vierzehn Sprachen übersetzt wird. Die Verfilmung des

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
19.08.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783832164577
Sprache
German
Seiten
320
Schlagworte
WuB, Weihnachtsgeschenke Bücher, Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels, Tod eines geliebten Menschen, ein Buch zum Lachen und Weinen, Okapi, lieblingsbuch 2017, Coming of Age, Tapir, Mon Chéri, Weihnachtsgeschenke für Frauen, Japan, erste Liebe, Shortlist unabhängiger Buchhandel, buecher die man gelesen haben muss
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von claudi-1963, steffimgl und 3 andere
claudiastückner
steffimgl
sommerlese
tashabloom
buecher_rauschen
"Wenn wir etwas anschauen, kann es aus unserer Sicht verschwinden, aber wenn wir nicht versuchen, es zu sehen, kann dieses etwas nicht verschwinden" (Auszug aus dem Buch) Ein kleines Dorf im Westerwald, immer wenn Selma in der Nacht von einem Okapi träumt, dann gab es innerhalb von 24 Stunden jemanden, der Tod war. In dieser Nacht hatte Selma wieder von einem Okapi geträumt und alle die Selma kannte überdachten jetzt ihr Leben und blieben zu Hause, aus Angst es würde was geschehen. Nur Selma nicht, den sie dachte, dass es einfach Zufall war, das jemand nach diesem Traum starb. Der Optiker besah sich seine Liebesbriefe, die er nie Selma gegeben hatte und überlegte sich, ob er Selma nun endlich alles gestehen sollte. Doch als nach Ablauf der Zeit nichts geschah, waren alle froh darüber, den keiner konnte ja ahnen, dass der Tod sich diesmal länger Zeit nahm. Auch konnte keiner ahnen, dass es jemanden treffen würde, bei dem man es nicht erwartet hätte. Dann gibt es noch Luise die Enkelin von Selma um die sie sich kümmert, weil ihre Eltern keine Zeit für sie haben. Luises Mutter lebt mit Antonio dem Eisverkäufer zusammen und ihr Vater tingelt in der Welt herum, weil er im Dorf nicht vergammeln wollte. Luise kümmert sich um Alaska den Hund, der schon sehr alt ist, liebevoll seit ihr Vater auf Reisen ist. So begeben wir uns auf Luises Zeitreise, in dem Leben, Tod, Freundschaft, Träume, Trauer und die Liebe eine große Rolle spielen. Meine Meinung: Ich musste mich am Anfang mit der etwas eigenwilligen Sprache der Autorin anfreunden, doch dann war es ein Buch, das mich immer mehr angesprochen hat. Der Schreibstil ist sehr gut, aber auch eigenwillig und anders, mit so viel Esprit das es mich manchmal sprachlos machte und mit so viel Witz das ich oft schmunzelnd über dem Buch saß. Die Autorin besitzt meiner Ansicht nach viel an Lebenserfahrung, das man so ein Buch schreiben kann. Die Menschen und der Ort in diesem Buch könnten im Grunde überall sein, den es spiegelt, das Leben, das jeder führen könnten. Luise und Selma sind mir am Ende richtig ans Herz gewachsen, weil man über die beiden am meisten erfährt. Auch hier in dieser Geschichte schlägt das Schicksal wie im wahren Leben erbarmungslos zu und man leidet und hofft mit Luise und ihren Freunden. Es handelt sich bei diesem Buch nicht um ein Kriminalfall, sondern es geht wahrlich um das Leben, Tod, Träume, Trauer, Freundschaft, Liebe und was daraus entsteht oder wie es gelebt wird. Genauso seltsam wie das Okapi, sind diese Menschen die uns in dieser Geschichte begegnen. Der Roman bei dem wir mehr die Welt hineinlassen, bekommt von mir 5 von 5 Sterne.
1 Wow
Mariana Leky's 'Was man von hier aus sehen kann' beginnt mit Selma, die von einem Okapi träumt, was eigentlich bedeutet das innerhalb von 24 Stunden jemand aus dem Dorf stirbt. Direkt auf den ersten Seiten fiel mir der ungewöhnliche Schreibstil und die Erzählweise von Mariana Leky auf. Darauf muss man sich einlassen können, denn viele Informationen die man erhält wirken vielleicht wirr, ulkig oder sogar unnütz, aber sorgen für den besonderen Charme der Charaktere und ihrer Geschichte. Protagonistin ist eigentlich Selma's Enkelin Luise wobei wir auch andere Blickwinkel bekommen. Luise war mir sympathisch, manchmal wirkte sie aber etwas doof. Das war in manchen Situationen recht niedlich, in anderen empfand ich das als ein bisschen nervig. Sehr sympathisch war mir vor allem der Optiker. Den habe ich sehr ins Herz geschlossen mit seiner ganzen Art. Selma wirkte wie eine Art Dumbledore. Sie war weise, liebevoll und strahlte diese Ruhe aus. Ein wirklich toller Charakter. Ich mochte sie sehr gern. Die Geschichte ist an sich eher flach. Kommt also ohne größere Höhen und Tiefen oder Drama aus. Dafür ist sie aber sehr emotional. Es gab ein paar Momente die mich zum Lachen oder auch zum Weinen gebracht haben. Leider empfand ich im Mittelteil manchmal als ein wenig gezogen, aber darüber liest man gut weg. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön und bewegend. Ich kann das Buch eingeschränkt empfehlen. Mir hat es sehr gut gefallen, aber ich denke wem das Genre nicht zusagt, würde damit seine Probleme haben.
Wow
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. ›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan … "Dass mein Großvater gestorben war, hatte ich mir selbst erschlossen, keiner hatte das ausdrücklich gesagt. Selma hatte behauptet, er sei im Krieg gefallen, was in meinen Ohren hieß, dass er gestolpert war, und mein Vater hatte gesagt, er sei im Krieg geblieben, was in meinen Ohren hieß, dass der Krieg etwas war, in dem man sich irgendwann im Leben länger aufgehalten hatte." Zitat Seite 72 Etwas abstrus und philosophisch kommt der Roman am Anfang daher, aber dann kommt Bewegung in die Geschichte und man versteht die Zusammenhänge und die Menschen besser. Außergewöhnlich ist der spezielle Erzählstil von Mariana Leky, der durch seine Lebensbetrachtung interessant wirkt, mal humorvoll, mal schwermütig, so wie das Leben selbst. Die Geschichte erscheint zuerst etwas ungewöhnlich, wenn man sich ihr allerdings widmet, lernt man viele wunderbare Figuren kennen und erfährt viel über die Liebe, das Leben und das Sterben. Man sieht die Welt aus Kindersicht der kleinen Luise, die als Protagonistin in einem kleinen Dorf im Westerwald bei ihrer Großmutter aufwächst. Ihre Eltern haben sich getrennt und sind beide weggezogen. Luise erlebt mit den Nachbarjungen Martin eine wunderbare Kindheit, bis ein Unglück passiert. Die Geschichte spielt bis zu Luises Erwachsenenalter, dabei ist die Entwicklung ihres Charakters glaubhaft und sehr schön nachzuvollziehen. Dieser Roman zeigt das unglaubliche Sprachvermögen der Autorin. Sie spielt mit der Sprache, zeichnet Bilder mit einfachen Worten, die man so nie zuvor gelesen hat. Dadurch erschafft sie Beschreibungen, die nicht immer direkt greifbar sind, sie schafft eine symbolische Bedeutung und dieser Stil zieht sich durch das ganze Buch. "Es geht im Leben darum, eine Intimität mit der Welt herzustellen." Seite 237 Solche Sätze lassen mich nachdenklich zurück. Auch wenn dieser Roman nicht immer deutlich wird, sich etwas in Andeutungen und Wortspielereien verliert, so bringt die besondere Sprache eine unnachahmliche Stimmung in die Geschichte, der man gebannt folgt. Es ist eine Geschichte, in der die Liebe eine große Rolle spielt. Es beginnt mit der Liebe der Enkelin Luise zu ihrer Großmutter Selma. Dann gibt es die unausgesprochene Liebe zwischen dem Optiker und der Großmutter. Weitere folgen und nicht immer kommen die Liebenden zusammen. Manchmal stehen ihre Lebenswege ihrer Liebe im Weg oder sie suchen nach dem Sinn des Lebens, dabei begegnen sie dem eigentlichen Leben und auch dem Tod. Mir haben die vielen lebensnahen Passagen in Luises Leben und auch die Reaktion der Dorfbewohner auf Selmas Okapi-Träume sehr gefallen. Ein Buch mit Gefühlen, die es im wahren Leben auch gibt: Liebe und Freude, Trauer und Leid und eine Prise Humor, die das Leben würzt. Mariana Leky schafft es, mich in die Welt von Luise zu ziehen und mich mit ihren Lebensweisheiten zu überraschen und nachdenklich zu machen. Ein erstaunliches Buch, das ich ausdrücklich und gern empfehle.
2 Wows
Dieses Werk wurde mir von meiner Schwester empfohlen, und ich bin ihr echt dankbar dafür. Ohne ihre Empfehlung hätte ich das Buch wahrscheinlich nie auch nur in die Hand genommen, aber dank ihr tat ich es. Das Buch handelt von einem kleinen Ort, indem immer, wenn der alten Selma im Traum ein Okapi erscheint, am nächsten Tag jemand stirbt. Wen es treffen wird, ist allerdings unklar. Es geht vor allem um Luisa - die zehnjährige Enkelin Selmas und um die Leute, die den beiden nahe sind - Luisas Vater, ihre Mutter, dem Optiker des Dorfes, Luisas besten Freund Martin und seinem nicht ganz so vorbildlichen Vater Palm, die traurige Marlies und Selmas Schwägerin Elsbeth. Es geht darum, wie sie die Stunden an jenem Tag gestalten, an welchem einer von ihnen wahrscheinlich sterben muss und auch um deren Leben nach diesem Tag. Der Schreibstil ist flüssig, voller Poesie, Lebensweisheiten und Humor. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, aber das Buch zu lesen war, als wäre man selbst Teil dieser Gruppe von Leuten, die alle so verrschieden und trotzdem ganz besonders sind. Ihr müsst das Buch einfach selbst lesen, dann werdet ihr es selbst sehen. Ihr werdet es nicht bereuen. Fazit: das Buch bekommt 5/5 ⭐, da ich einfach nichts auszusetzen habe.
Wow
buecher_rauschen
Mit "Was man von hier aus sehen kann" hat Mariana Leky ein wunderbares Buch geschrieben, dass ich jedem nur ans Herz legen kann. Protagonistin und Ich-Erzählerin Louise lebt in einem kleinen Dorf, gemeinsam mit ihrer Oma Selma, ihren Eltern, dem Optiker und einigen anderen schrulligen, aber liebenswerten Figuren. Erzählt wird, was Louise während ihres Lebens erlebt. Der Leser begleitet sie dabei, wie sie erwachsen wird. Aber nicht nur sie verändert sich im Laufe des Buches, auch die Dorfbewohner wachsen im Laufe des Buches. Sie alle sind Karikaturen, nur mit wenigen Eigenschaften ausgestattet, aber das machte sie umso liebenswerter. Dominantes Thema des Buches ist die Liebe. Allerdings geht es nicht nur um die Liebe eines Paares, sondern auch um die Liebe innerhalb der Famlie, um Freundschaft, um Gemeinschaft. All das erzählt Mariana Leky in einer unaufgeregten, fast poetischen Sprache. Es war mir ein leichtes, in das Buch einzutauchen und das Dorf vor meinen Augen zu sehen. Die Handlung des Buches ist ebenfalls unaufgeregt. Einige überraschende Wendungen deutet die Ich-Erzählerin in geschickter erzählerischer Weise an. Aber auch ohne diesen Trick war ich neugierig darauf, wie es Louise und den Dorfbewohnern ergeht. Das Buch lebt von einigen wenigen Figuren, aber ihre Dynamik untereinander, ihr Miteinander haben dafür gesorgt, dass das Buch an keiner Stelle langweilig wurde. Insgesamt ist "Was man von hier aus sehen kann" ein Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Das Gesamtpaket stimmt. Die Geschichte ist durch und durch herzerwärmend und trotz ihrer Unaufgeregtheit fesselnd. Der Schreibstil hat mich in das Buch eintauchen lassen und jede der Figuren war auf ihre eigene Art liebenswert.
Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook