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Wenn ich nicht genug bin
A. L. Kahnau

Wenn ich nicht genug bin

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5/5
3 Bewertungen
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Die Leute sagen, wir sind eine Familie voller Versager. Ein Vater, der trotz Arbeit seine Familie nicht ernähren kann. Eine Mutter, die bereits in ihrer Jugend ihr erstes Kind bekam und nun mit bald vier Kindern und Haushalt überfordert ist. Eine kleine Schwester, die in der vierten Klasse noch am Daumen lutscht. Ein großer Bruder, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt und nachts sturzbesoffen in sein Bett kotzt. Und dann bin da noch ich. Ich bin die Schlimmste von allen. Denn ich betrüge jeden Einzelnen von ihnen. Jeden Tag aufs Neue.
BIOGRAFIE
A.L. Kahnau: A.L.Kahnau (geboren 1987 im Siegerland) lässt ihre Protagonisten nicht irgendwo herumspazieren. Nein, sie leben in deiner Nachbarschaft. Sie könnten dein Nachbar sein, deine Tochter oder auch dein bester Freund. Trotzdem bleiben A.L.Kahnaus Geschichten vom Beginn bis zum Ende spannend, gefühlvoll und vor allem authentisch. Besuche A.L.Kahnau auch auf ihrer Homepage: www.alkahnau.com oder auf Facebook.

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REZENSIONEN
Bewertet von Louisa, Luisa und andere
isas_bookworld
lulu_13
michellesbookworld
Erschreckend ehrlich und unfassbar bewegend! Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Ich hatte praktisch das Gefühl nur so durch die Seiten zu fliegen. Das Thema "Armut", das in diesem Buch behandelt wird, ist leider viel zu real und echt. Deswegen finde ich dieses Buch aber auch umso wichtiger. Und ganz ehrlich? Die Umsetzung war einfach genial! Ich konnte die Protagonisten verstehen, habe ihre Schmerzen gefühl, ihre Handlungen 100%ig verstanden. Johanna ist wirklich sympathisch und wirkt auf mich sehr authentisch. Das trifft übrigens auch auf alle anderen Charaktere zu. Dieses Buch hat mir den Atem geraubt, mir Angst gemacht, weil ich mir wirklich große Sorgen um Johanna gemacht habe, und mich zum Nachdenken angeregt. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es absolut nicht fair ist. Wie kann es sein, dass Familien in Deutschland so leiden, obwohl sie eigentlich schon mehr arbeiten als sie eigentlich können? Dieses Buch ist wichtig, unglaublich wichtig, denn es zeigt die Wahrheit von unendlich vielen Menschen auf dieser Welt, und ja, auch in Deutschland, die unbedingt gesehen werden muss. Absolut verdiente 5 Sterne!
1 Wow
Erstmal zum Klappentext: Die Leute sagen, wir sind eine Familie voller Versager. Ein Vater, der trotz Arbeit seine Familie nicht ernähren kann. Eine Mutter, die bereits in ihrer Jugend ihr erstes Kind bekam und nun mit bald vier Kindern und Haushalt überfordert ist. Eine kleine Schwester, die in der vierten Klasse noch am Daumen lutscht. Ein großer Bruder, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt und nachts sturzbesoffen in sein Bett kotzt. Und dann bin da noch ich. Ich bin die Schlimmste von allen. Denn ich betrüge jeden Einzelnen von ihnen. Jeden Tag aufs Neue. Man wird ab dem ersten Wort sofort reingezogen. Es beschäftigt sich mit vielen Sachen in unserer Gesellschaft, was ich sehr gut finde. Das größte Thema ist hierbei aber die Armut in Deutschland. Dabei erkennt man viele Rollen wieder, ob es der überarbeitete Vater, die ausgelaugte Mutter oder der Teenager der mit seinen Freunden mitmischen will ist. In diesem Buch habe ich mitgefiebert und mitgelitten und wollte Jo immer wieder helfen. Man muss dazusagen, es ist nicht wirklich ein typisches Jugendbuch, denn es hat sehr viel Tiefgang. Es ist realistisch geschrieben und man sieht solche Familiendramen auch alltäglich, im Fernsehen oder Nachrichten. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund, was auch gut so ist. Von mir gibt es 5/5 Sterne
Wow
michellesrainbookworld
In „Wenn ich nicht genug bin“ wird das Thema Armut ganz großgeschrieben. Aber nicht die Armut alleine ist das Tragische an dieser Geschichte: Es sind viel mehr die Konsequenzen, welche diese mit sich bringt. Vor allem für die 15-Jährige Joe. Ihr Leben wirkt auf den ersten Blick sehr mitleidsbedürftig…Sie lebt mit ihrer Familie in einer Hartz4 Hochhaussiedlung, die bekannt ist für ihre ärmlichen Verhältnisse. Ihre kleine Schwester Emily ist das Küken und wird dementsprechend auch von ihren Eltern stets beschützt. Ihr großer Bruder hat keinen Schulabschluss und auch keine Ausbildung in Sichtweite…und Joe steckt als Mittelkind dazwischen. Und so entwickelt sich diese Geschichte rund um Johanna und ihre Familie in eine Richtung, die besonders ehrlich und schonungslos ist. Die Autorin schreibt nahe an der Realität und aus dem Leben gegriffen. Denn grade heute gibt es immer mehr Familien, die nicht genug haben zum Leben. Und leider wird es in diesem Zusammenhang auch immer Vorurteile geben. Aber mit dieser Geschichte führt uns die Autorin hinter die Kulissen. Lässt uns hinter die Fassade schauen und so auch die Beweggründe für das Verhalten von Johanna verstehen. Denn es fängt immer klein an, wird dann grösser und irgendwann weiss man nicht mehr wie es weitergehen soll. Was ich damit meine, werdet ihr verstehen, wenn ihr dieses Buch lest. A.L.Kahnau lässt uns hier hinter die Fassade blicken, auf eine mitreißende Art und Weise, die man besser hätte kaum beschreiben können. Bis zum Schluss war es schwer das Buch zur Seite zu legen, da es mich oft zu Tränen gerührt hat. Ich habe mit Joe gelitten, gezittert und ihre Angst gespürt, in jeder Faser meines Körpers. Immer mehr zog die Spirale der Verzweiflung mich hinab, und ließ mich alles hautnah miterleben. Erst als ich das Buch schloss, konnte ich wieder aufatmen. Ein wunderbares und auch bedrückendes Werk, was mich auch im Nachhinein noch mitnimmt. Die Protagonisten sind toll herausgearbeitet und man erkennt viele wieder, die es tatsächlich im wahren Leben gibt. Ob es nun der überarbeitete Vater ist oder die ausgelauchte Mutter, weil sie zu früh schon in ihre Mutterrolle hineinwachsen musste oder aber eben eine junges Mädchen, dass ihren Freundinnen imponieren möchte. Wir haben hier eine Geschichte, die einem ans Herz geht. Ich habe mit Joe mit gelitten und mit gefiebert und wollte ihr immer wieder helfen, was ich natürlich nicht konnte, aber ich möchte euch das Gefühl näher bringen, dass einem hier erwartet. Das ist keine typische Jugendgeschichte, sondern eine mit sehr viel Tiefgang. Die erste zarte Liebe, Kriminalität, Freundschaft, Selbstzweifel, Geldnot und das Gefühl dazugehören zu wollen. Wir alle wollen uns immer in irgend ein Raster einfügen, sein wie alle anderen, kaufen was alle kaufen. Dabei vergisst man sich selbst und wer man wirklich ist. Genau das, wird in der Geschichte sehr gut rüber gebracht und es ist erschreckend, was man alles tut um dazu zu gehören. Alles sehr realistisch geschrieben und genau solche Familiendramen sieht man alltäglich, ob nun im Fernsehen oder auch in den Nachrichten. Sie kennt kein Tabu bei ihren Büchern und bringt alles genau auf den Punkt. Das Buch ist ehrlich. Ehrliche Gefühle, stark und übernehmend, Gefühle wie man sie nur als jugendlicher Mensch empfinden kann und dann über die Jahre vergisst. Es ist als hätte Johanna selbst das Buch geschrieben, und nicht eine junge Mutter die weder derselbe Typ wie ihre Protagonistin ist, noch in diesem Alter, aber es ist so echt.
Wow
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