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ZUSAMMENFASSUNG
Ein abgeschiedener Fleck im Südschwarzwald, Anfang des 19. Jahrhunderts. Umgeben von mächtigen Wäldern lebt eine verschworene Dorfgemeinde. Eines Tages kommt ein junger Fremder namens Gabriel in den Ort. Er wird Knecht im Haus der Bauernfamilie Steinhauer. Bald schon fasziniert er seine Umgebung durch seine Schönheit und Anmut, außerdem vermag er Menschen mit seiner Naturheilkunde zu heilen. Als sich die Bäuerin Steinhauer in den jungen Mann verliebt, spitzen sich die Ereignisse auf dramatische Weise zu und bringen manchem den Tod. Wer ist dieser Fremde, und was birgt er für ein Geheimnis?
BIOGRAFIE
Marie Brunntaler wurde in Menzenschwand im Südschwarzwald geboren und verbrachte ihre Kindheit als Bauernmädchen. Sie studierte Biologie und arbeitete später als Sachbearbeiterin für Landschaftsplanung in Heidelberg und Bonn. Heute lebt sie mit ihrem Sohn in der Nähe der Schweizer Grenze. Nach ihrem Debüt Das einfache Leben ist Wolf ihr zweiter Roman.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
13.09.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783961610679
Sprache
German
Seiten
238
Schlagworte
Aberglaube, Schwarzwald, Südschwarzwald, Historischer Roman, Bigotterie, Rachegeschichte, Heimatroman
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REZENSIONEN
Bewertet von kupfisbuecherkiste
kupfisbuecherkiste
kupfisbuecherkiste
Vielleicht habt ihr bereits in den Buchhandlungen das Buch „Wolf“ von Marie Brunntaler entdeckt. Mir gefällt ja das Cover sehr gut: Am Rand etwas düster, in der Mitte wirkt die Schwarzwaldidylle sehr hell. Und diese Stimmung wird sehr gut im Buch wieder gegeben. Wir schreiben das Jahr 1820 in einem kleinen Schwarzwalddorf namens Schrötten. Dort lebt die Bäuerin Antonia mit ihrem Mann, der durch einen Unfall nicht mehr ansprechbar ist, und vor sich hinvegetiert. So muss Antonia mit der Tochter Marie und den Knechten den Hof selber bewirtschaften. Als eines Tages im Dorf dann ein junger Mann erscheint, fängt für die Familie ein neues Leben an. Gabriel, so wird der junge Mann genannt, hilft auf Antonias Hof wo er nur kann, und wird unersetzlich für die Familie. So hilft Gabriel nicht nur auf dem Bauernhof als Arbeiter mit, er verdingt sich auch als Heilkundiger, und verarztet allerlei Krankheiten, und dies sehr erfolgreich. Das weiß auch das naheliegende Kloster sehr zu schätzen, die den mysteriösen jungen Mann auch hin und wieder aufgenommen haben. Doch die Anwesenheit des jungen Mannes bringt nicht nur Glück. Jeder möchte von dem Glück haben: So buhlt nicht nur Antonia um die Gunst des jungen Fremden, sondern auch Maria. Dies ruft die Eifersucht Ruperts auf die Tagesordnung, der eigentlich Maria heiraten wollte, um selber Bauer zu werden. Als schließlich dann ein neuer Lehrer ins Dorf kommt, lichtet sich langsam das Geheimnis um Gabriel. Das Dorf Schrötten mit dem nahe gelegenen Kloster ist für sich eine abgekapselte Welt. Von dem Krieg, der ringsherum herrscht, haben die Bewohner wenig bis fast gar nichts mitbekommen. So sind die Bewohner mehr mit sich selber beschäftigt und leben wie in einer kleinen Blase. Abwechslung gibt es nur durch den Besuch der Klosterbewohner. Da ist Gabriel doch eine willkommene Abwechslung und bringt frischen Wind in diese kleine Welt. Marie Brunntaler verwendet gekonnt verschiedene Stilmittel in ihrem Buch. So wird der fremde Unbekannte ja eigentlich schon zu einem Erzengel erkoren, weil er so hübsch ist, so perfekt, und hilfreich ist. Doch die Zweifler erkennen schnell: es ist nicht alles Gold, was glänzt. Viele fragen sich, ob man nicht den Wolfs im Schafspelz im Dorf hat. Langsam erkennen die Dorfbewohner, dass der Schein trügt.Hinter jeder Fassade steckt eine Geschichte. Aber auch im ach so frommen Kloster menschelt es, und auch hier spinnt sich manche Intrige, die nur durch Zufall aufgedeckt wird. „Wolf“ ist ein Buch, das mir gerade wegen seiner Tiefe und Symbolhaftigkeit sehr sehr gut gefallen hat. Marie Brunntaler hat sich sehr viel Mühe gegeben, auf kleinstem Raum viele Metaphern bewusst zu platzieren, ohne das sie einen erschlagen hätten. Die Romantik des Schwarzwaldes gegenüber der harten Arbeit und Mangel an Luxus, der Wunsch nach Veränderung gegenüber der Bereitwilligkeit, diese Veränderung auch wirklich anzunehmen. All dies wurde gekonnt sprachlich und bildlich umgesetzt. Auch dass das Buch ohne großes Happy End auskommt, hat mich überzeugt.
Wow
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