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Wullefump
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ZUSAMMENFASSUNG
Ist es ein Elch, ein Fuchs, ein Fisch? Ist es ein Seeungeheuer? Nein! Es ist WULLEFUMP! Im Süffelsee lebt ein Wesen, das anders ist, als alle anderen: Der überaus liebenswerte Wullefump. Bauer Schlocke hat schonmal seinen riesigen Rücken an der Wasseroberfläche aufblitzen sehen und glaubt, er sei ein geheimnisvolles Seeungeheuer. Wullefumps allerbester Möwenkumpel Maximus weiß das natürlich besser: Wullefump ist doch kein Ungeheuer, sondern einfach nur der knuffelige Wullefump! Schlocke und Maximus schmieden gemeinsam einen Plan, um Wullefump seinen Traum von einer Reise ans Meer zu ermöglichen. Vielleicht gibt es dort im Meer ja noch mehr von seiner Art. Wird es den Freunden gelingen, Wullefump zu helfen? Werden sie es schaffen, ihren Kumpel in das große Fass Fassbrause von Getränkehändler Fippsen zu hieven? Oder wird der fiese Bauer Pampel ihre Pläne noch durchkreuzen? Ein lustiges und berührendes Buch über eine äußere und eine innere Reise, über Mut und Freundschaft. Für Kinder von 6-123 Jahren.
BIOGRAFIE
Henry Sperlingist Autor, Maler, Filmemacher, Produzent, Verleger und Musiker. "Wullefump- Die Reise ans Meer" ist Henrys Debut als Kinderbuch-Autor. Zuvor schrieb und produzierte er bereits zwei Kinder-Hörspiele mit und um "Käpt'n Wattenschnack". Er war sieben Jahre lang - gemeinsam mit seinen Teambrüdern Jens Böttcher und Karsten Deutschmann ("schwarzweissradio") - verantwortlich für die kultige Miniserie "Neulich im Bundestag" bei Extra3 (ARD/NDR), in der er unter anderem Angela Merkel seine Stimme lieh. Das TV-Talkformat "Tiefsehtauchen" trägt seine Handschrift in der Bild- und Schnittästhetik. Henry ist und blieb und bleibt Sinnsucher, erfolgreicher Gemüsezüchter und seit einigen Jahren auch wieder (ebenfalls erfolgreicher) Segler

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.03.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783943745085
Sprache
German
Seiten
117
Schlagworte
Freundschaft, Resilienz, Mut
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REZENSIONEN
Bewertet von gwyn und buchkoenig
gwyn
buchkoenig
»Der erste Satz: »Die Sonne tauchte den Süffelsee in helles Licht und ein paar kleine Strahlen kitzelten Wullefump in der Nase.« Ein Kinderbuch für das Erstlesealter mit einer schrägen, abenteuerlichen Geschichte. Wullefump lebt im Süffelsee, einem ziemlich großen See bei Prümpeldorf. Er sammelt am Seeboden das Zeug auf, das Menschen hineinschmeißen, einiges ist nämlich noch brauchbar, und aus den alten Autoreifen hat er sich ein Reifenlabyrinth gebaut, durch das er zusammen mit den lilafarbenen Knadderkarpfen flitzt. In der Froschlöffelbucht lässt er sich von den blubbernden Fiesmuscheln den Rücken massieren. Wullefumps bester Freund ist die Möwe Maximus, ein verfressenes Plappermaul, das sich von Pfannkuchen, Fischbrötchen, Eiswaffeln, Kuchen und anderen Dingen ernährt, die haufenweise in den Mülleimern am Seeblick herumliegen. Was für ein Tier ist Wullefump? Das weiß er selbst nicht genau. Eben Wullefump. Maximus erklärt, das sei ein Name, wie Maximus – Möwe ist bei ihr die Gattung. Und davon gibt es ganz viele. Er erklärt, es gibt viele Seen und Flüsse, das große Meer ist nicht weit entfernt. Noch nie ist Wullefump aus seinem See herausgekommen, vielleicht gibt es irgendwo anders einen von seiner Art? Nur wie soll er aus dem See herauskommen, um zum Meer zu gelangen? Maximus ist sicher, irgendwas wird ihm einfallen. Da gibt es noch Bauer Schlocke, den die Leute für verrückt halten, weil er behauptet, im See ein Ungeheuer entdeckt zu haben und lila Fische. – Was für ein Blödsinn. Eine Segelregatta und Fassbrause sind im weiteren Verlauf der Geschichte von Wichtigkeit. »Oke, ich gebe zu, ich weiß auch nicht so richtig, was er ist. Irgendwie eine Mischung aus Elch, Robbe und Fuchs in der Größe einer Kuh, die Miau macht. Also, so’ne Art Robbenelchkuhkatzenfuchs vielleicht.« Ich fange damit an, was mir gefallen hat: Die ganze Geschichte ist absolut witzig und kreativ! Die Zeichnungen sind recht bunt, knallig, was aber nicht stört, da es nur kleine Grafiken sind, die im Text eingefügt werden und so eine Wirkung erzielen. Die Darstellungen erinnern an das »Werner-Comic«, sind lustig gestaltet. Die Sprachkreativität ist fantastisch und enthält viel Sprachwitz. Ob es nun um Neuerfindungen geht wie Fiesmuscheln oder schlicht Namensfindung von Orten wie »Schnatterenten aus der Bürzelbucht«, »Froschlöffelbucht« oder um die Neuerfindung von Ausrufen und Schimpfworten. Das klingt auch alles sehr norddeutsch und authentisch, Meeresbrise liegt in der Luft. Sein eigenes Dorf verlassen, sich die Welt ansehen, schauen, was sie zu bieten hat, eine gute Aufforderung. Mit Hilfe von Freunden kann man Ideen verwirklichen, im Team kommt die Lösung, Ideen Mithilfe. Auch hier eine klare Aussage: Wenn du nicht weiterkommst, frag deine Freunde. Hilfe naht. Die Message ist in ein Abenteuer verpackt, das hat mir gut gefallen, auch die Umweltanspielungen auf die Wegwerfgesellschaft, die so ganz nebenbei ohne Zeigefinger aufgenommen werden. Durch Kreativität und Gestaltung bekommt das Buch für mich einen hohen Wert. Leider rumpelt es gewaltig in der Sprache. »Ja, und dann sagte er, dass er gerne das Meer sehen würde, um herauszufinden, wie es da wohl ist und ob es da noch andere Wullefumps gibt. Wir haben dann ausprobiert …« Die vielen Füllwörter sind mir ziemlich schnell auf die Nerven gegangen. Doch, noch, dann, ja jagten mir irgendwann Schauer über den Rücken. Es gibt ein paar Ausdrucksfehler, Rechtschreib- und Grammatikfehler, was bei der kleinen Menge an Text nicht schön ist. Die Möwe soll anscheinend einen eigenen Sprachcharakter bekommen, indem sie bei Verben das e am Ende weglässt: »hab, treff, komm«. Wenn man das macht, muss man es durchgängig anwenden. Doch Maximus spricht manchmal so, manchmal korrekt. Das ist ein Kinderbuch, eins für Erstleser! Natürlich kann man einem Charakter eine eigene Sprache geben, aber bitte nicht so, mit schlechter Umgangssprache. Kinder sollen eine richtige Grammatik lernen – hier lernen sie falsches Deutsch. Weiteres zum Thema Erstleser: »Klar, Mampffimuff, bring fi doch mal mit.« Die Möwe isst viel und redet beim Essen. Klar, ab drei Gramm wird die Aussprache bei Möwen undeutlich. Aber auch der Erstleser kommt damit nicht klar. – Es soll witzig sein, doch bitte an die Zielgruppe denken! Insgesamt ein gutes Buch. Henry Sperling hat das Kinderbuch selbst im Kleinverlag herausgebracht, seine Idee, sein Text, seine Illustration. Meine Hochachtung! Vor einer Neuauflage sollte ein Lektor über den Text gehen, jemand, der auf Kinderbücher spezialisiert ist und ein Korrektor. Dann wird es insgesamt gut. Der Verlag Schwarzweißradio empfiehlt ein Lesealter von 6 -123 Jahren. Danach ist man eindeutig zu alt für dieses Buch. Meine Empfehlung: 6-8 Jahre. Henry Sperling ist Autor, Maler, Illustrator, Filmemacher, Produzent, Verleger und Musiker. Henry ist an der Ostsee in der DDR aufgewachsen, war dort im Leistungskader der Segler. In der Sportschule wunderte er sich über schwergewichtige Schwimmerinnen mit tiefen Stimmen und mit sechzehn stieg er aus dem plagenden Leistungs- und Kaderleben aus und erlernte den Beruf des Elektromechanikers. Später baute er ein eigenes Tonstudio auf, um als selbstständiger Produzent für Musik, Radio und TV zu agieren. Er war sieben Jahre lang – gemeinsam mit seinen Teambrüdern Jens Böttcher und Karsten Deutschmann - verantwortlich für die kultige Miniserie „Neulich im Bundestag“ bei Extra3 (ARD/NDR), in der er unter anderem Angela Merkel seine Stimme verlieh. Mit ihnen gründete er das »Schwarzweißradio«, das Hörbücher und Bücher verlegt (Eigenproduktionen), sowie Hör- und TV-Produktionen anbietet.
1 Wow
Darauf stoßen Wullefump und seine Freunde bestimmt mit einem Glas prickelnder Fassbrause an: wir - Wenke vom Blog Kinderbibliothek, Dagmar vom Buchkind Blog und Miriam vom Blog Geschichtenwolke haben dieses Buch mit dem Buchkönig Kinderbuchpreis ausgezeichnet. Wortwitz, skurrile Figuren zum Liebhaben und eine flotten Geschichte mit Tiefgang zeichnen dieses Buch aus. Der gutmütige Wullefump, die hyperaktive Möwe Maxismus und der eher schüchterne Bauer Schlocke, ein echter Außenseiter, könnten unterschiedlicher kaum sein. Doch nur dank dieser Unterschiedlichkeit und dank ihrer Empathie und ihrem Mut, können sie ein so großes Projekt wie die Reise des Wullefumps ans Meer überhaupt angehen. Ob es dort noch weitere Wesen wie Wullefump gibt? Ihr Plan ist verwegen und bedarf einer Segelregatta, eines grossen Fass Fassbrause und eines roten Traktors. Eine Leichtigkeit schwebt über allem. Und doch gibt es auch diese ernsten, eindringlichen Momente: die Einsamkeit Wullefumps, das Anderssein von Schlocke. Die Themen Mut, eigene Identität, Akzeptanz, Helfen, ein gutes Miteinander, Frage nach Zugehörigkeit und Heimat verarbeitet Sperling in seinem Kinderbuch grandios in einer unterhaltsamen, vergnüglichen, aber auch mal nachdenklichen Abenteuergeschichte. Dabei entwickelt sich die Handlung, wie wir es aus guten Zeichentrickfilmen kennen. Dramatik wird in Lachen aufgelöst, auf Tempo folgt eine ruhige Szene, die Charaktere sind skurril, durchleben aber eine Wandlung. Damit ist Wullefump von Henry Sperling auch ein Buch für Kinder, die lesen sonst eher langweilig finden und lieber Filme schauen.
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