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David Albertyn

Zeit der Vergeltung

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ZUSAMMENFASSUNG
Als Tyron Shaw nach zehn Jahren bei den US-Marines in seine Heimatstadt Las Vegas zurückkehrt, ist er überrascht, dass zwei seiner Jugendfreunde die Schlagzeilen beherrschen: Antoine Deco gibt sein Profidebüt im Vorkampf des Boxfights des Jahrzehnts; Keenan Quinn hat im Polizeidienst einen unbewaffneten schwarzen Teenager getötet. Dass er ohne Urteil davonkommt, ist Auslöser für einen Protestmarsch gegen Polizeigewalt - organisiert durch Freunde von Tyrons verstorbenen Eltern aus der Bürgerrechtsbewegung. Tyron versucht in diesem Gefüge seinen Platz zu finden. Doch in nicht einmal 24 Stunden stellt ein Mord alles infrage, woran er glaubt.
BIOGRAFIE
David Albertyn wurde in Durban, Südafrika geboren. Als er zehn Jahre alt war, ist er mit seiner Familie nach Kanada ausgewandert. Er ist Absolvent der Queen's University sowie der Humber School for Writers und lebt in Toronto. Zeit der Vergeltung ist sein Debüt.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
17.12.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783959673730
Sprache
German
Seiten
304
Schlagworte
roman amerika, neuanfang, thriller neuerscheinungen, bücher neuerscheinungen, thriller usa, roman usa, las vegas buch, thriller, thriller neu, roman dramatisch, soldat, thriller buch, alte freunde, las vegas, las vegas roman
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REZENSIONEN
Bewertet von stefanb
stefanb
Etwas Monumentales wird passieren „Die Ambivalenz, die Tyron beim Betrachten der Gewalt verspürt, besorgt ihn. Die kommerzialisierte Brutalität stößt ihn ab und gleichzeitig hat sie eine seltsam beruhigende Wirkung auf ihn.“ [71] Der Verlag HarperCollins bringt mit „Zeit der Vergeltung“, des Autors David Albertyn, ein Buch in den Handel, welches mich sehr beeindruckt hat. Kaum zu glauben, dass das Werk das Debüt von Albertyn sein soll. Die Geschichte dreht sich um vier Personen, alles frühere Jugendfreunde, welche sich nach zehn Jahren wieder begegnen und nach nur 24 Stunden in ernsthaften Problemen stecken. „Die ganze Clique wiedervereint, zum ersten Mal nach über zehn Jahren.“ [52] Der Thriller begeistert mit einer Story, welche bildgewaltig, durchdacht und intensiv durch Albertyn dargestellt wird. Man hat das Gefühl, dass das Gelesene nicht Fiktion, sondern auch eine Reportage sein könnte. Alles ist sehr authentisch und lebendig beschrieben. Dabei verleiht Albertyn seinen Protagonisten Charakter. Er stellt sie glaubhaft dar, skizziert diese perfekt, detailreich und lässt sie reflektierend auftreten. Wie so oft ist Rassismus ein Thema der amerikanischen Geschichte, welches sich auch immer wieder in den Büchern wiederspiegelt. So auch hier. „Hierbei geht es darum, institutionalisierten Rassismus zu bekämpfen. Es beginnt damit, den polizeilichen Terrorismus in schwarzen Nachbarschaften aufzudecken und zu beenden.“ [165] Jedoch ist dies nicht das einzige Thema. Und so lässt Albertyn die verschiedenen Erzählstränge zu etwas Großem zusammenlaufen, gewährt Einblicke in Vergangenes, ohne den Fokus zu verlieren. Der Schreibstil ist, man kann es nicht anders sagen, einfach umwerfend. Es macht so viel Spaß der Geschichte rund um Tyron zu folgen. Man ist gefesselt, kann nicht die nötige Kraft aufbringen das Buch zur Seite zu legen. Von Wortgewalt zeugend bleibt dieses überzeugende Werk im Kopf. Der Boxkampf in der Mitte des Buches dürfte jedem Leser das Blut in den Adern gefrieren lassen. Wie Albertyn die Stimmung der Arena, er beschreibt diese als unterirdische Höhle oder auch als Gruft, wo die Massen lautstark nach Gewalt lechzen, transportiert, lässt einen glauben, man sei selbst vor Ort. Fazit: Eine klare Leseempfehlung für ein Buch, das in keinem Bücherregal fehlen sollte.
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