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Zerbrechlich

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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Willow, ihr lang ersehntes Kind, ist perfekt. Das ist das Erste, was Charlotte O'Keefe hört, als sie ihr Baby auf dem Ultraschallbild sieht. Ja, es ist perfekt. Daran ändert auch Willows Krankheit nichts. Charlotte liebt ihr Kind abgöttisch und will nur eins: es beschützen. Denn Willow braucht allen Schutz der Welt. Beim kleinsten Stoß brechen ihre Knochen. Jedoch auch ihr Herz kann brechen. Das scheint Charlotte zu vergessen, als sie vor Gericht das Geld für die richtige Behandlung erkämpfen will. Die Krankheit hätte früh erkannt und die Eltern gewarnt werden können. Charlotte muss jedoch behaupten, ihr geliebtes Kind sei besser nie geboren worden.
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
20.06.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783404166985
Sprache
German
Seiten
622
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von rainbowly, readabookwith__n und 2 andere
rainbowly
nan
eldorinina
kittycatinaxo
Inhalt Willow leidet unter Osteogenesis imperfecta, auch Glasknochenkrankheit genannt. Das bedeutet für die ganze Familie eine enorme Belastung - emotional, aber auch finanziell. Die finanziellen Sorgen möchte Charlotte durch eine Klage gegen ihre Geburtshelferin aus der Welt schaffen, dafür muss sie aber die Geschworenen davon überzeugen, dass die Krankheit schon eher hätte festgestellt werden können und auf „ungewollte Geburt“ plädieren. Sprache In diesem Buch steckt so viel drin! Deshalb weiß ich gar nicht wo ich anfange soll und ob ich das alles in Worte fassen kann. Die Story an sich ist einfach: Charlotte klagt und erhofft sich dadurch finanzielle Absicherung für Willow. Doch was sie dafür alles in Kauf nimmt ist enorm. Und welche Fragen dadurch aufgeworfen werden ist beinahe erdrückend. Was ist wirklich wichtig im Leben? Was darf man für die finanzielle Sicherheit der Familie opfern? Ist emotionale Sicherheit für Kinder nicht wichtiger als finanzielle? Ab wann ist ein Leben nicht mehr lebenswert? Und wer darf das entscheiden? Wann beginnt Leben überhaupt? Was kann eine Ehe aushalten? Und wie viel ist einem Freundschaft wert? Es geht um Leben mit Behinderung, es geht um Kunstfehler, um Abtreibung, um Adoption. Es geht um Freundschaft, um Liebe, um Zweifel, um Vernachlässigung und um Selbsthass. Es geht um die Beziehung zu den eigenen Kindern, um Prioritäten, um Moralfragen. Und ganz automatisch startete bei mir das Gedankenkarussell. Wie denke ich über diese Fragen? Wie würde ich in so einer Situation entscheiden? Wie würde ich handeln? Wäre ich stark genug, um für ein so schwer krankes Kind zu sorgen? Und dann gibt es noch die Geschichte rund um Amelia, die mir beinahe das Herz zerrissen hat. Charaktere Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Aus der Sicht von Charlotte (die Mutter), von Sean (der Vater), von Amelia (die Schwester), von Piper (die Geburtshelferin) und von Marin (Charlottes Anwältin). Dadurch entsteht eine abwechslungsreiche Erzählung und man kann sich in jeden Charakter gut hineinversetzen. Dreh- und Angelpunkt der Story ist aber Charlotte. Charlotte ist die absolute Löwenmutter. Wenn Willow sich etwas bricht, ist sie zur Stelle, zu jeder Zeit. Sie kümmert sich um die richtige Behandlung für Willow. Sorgt dafür, dass Willow zur Schule gehen kann und dass sie dort gerecht behandelt wird. Alles in ihrem Leben dreht sich um Willow. Dadurch trägt sie natürlich einen großen Teil der Last, die die Fürsorge für Willow mit sich bringt. In vielen Dingen konnte ich sie gut verstehen. Als Mutter versucht man alles richtig zu machen, sorgt sich um die Kinder, kämpft für sie und es ist manchmal schwer alles unter einen Hut zu bringen. Wie viel mehr mit einem Kind, das so viel Zuwendung und Fürsorge benötigt. Allerdings konnte sie mir bis zum Ende der Geschichte nicht sympathisch werden. In meinen Augen ging sie zu weit, war zu egoistisch, stur und uneinsichtig. Sie ließ keine andere Meinung gelten und war zu fixiert auf ihr Ziel. Sie wollte nur das Beste für Willow, hat in meinen Augen aber zu viel dafür geopfert. Fazit Ein Buch, dass man schwer in Worte fassen kann, dass sich aber auf jeden Fall lohnt zu lesen.
1 Wow
readabookwith__n
DAS ich mit Abstand mein absolutes Lieblingsbuch von Jodi Picoult. Ich liebe die Geschichte um die kleine Willow. Die Geschichte hat mich unglaublich berührt. Ich kann den Roman wirklich jedem ans Herz legen. Es geht nicht nur um die Familie, die an dem Prozess zu Grunde geht. Es geht vor allem um eine ganz besondere Freundschaft, die sehr unter den Umständen leidet. Ich war sprachlos beim lesen.. DAS habe ich nicht erwartet. Es geht um Willows Bedürfnisse, wie sie darum kämpft ein ganz normales Leben führen zu dürfen. Es geht um ihre Mutter, die alles daran setzt ihre kleine Tochter zu schützen, dabei jedoch ihre zweite Tochter aus den Augen verliert. Es geht um Willows Vater, der langsam die Kraft verliert. Es ist wirklich eine tragische Geschichte, die unglaublich realistisch und wundervoll geschrieben ist. Traurig und Herzzerreissend. Jodi schreibt so unglaublich gefühlvoll und sensibel. Sie beschreibt detailreich und sehr anschaulich. Ich liebe sie und ihre Bücher einfach sehr.
Wow
Eldorininas.books
Dieses Buch (als gekürztes Hörbuch gehört) lässt mich ziemlich zwiegespalten zurück! Von der ersten Minute an ist es sehr nervenaufreibend (nicht im negativen Sinne gemeint). Es appelliert absolut an die eigenen Gefühle und man kann kaum fassen, was passiert. Die Glasknochenkrankheit wurde gut beleuchtet und war absolut interessant, da ich bisher noch nicht so viel darüber wusste. Die Erzählperspektive aus der Sicht der verschiedenen Charaktere und mit unterschiedlichen Stimmen war sehr gut gewählt. So konnte man jede einzelne Person besser kennenlernen und die Geschichte noch besser verfolgen. Nur die Perspektive von Sean mochte ich überhaupt nicht, da der Erzähler einen flüsternden Ton hatte – das konnte ich tatsächlich kaum ertragen und war froh, dass nicht das ganze Hörbuch so gesprochen wurde. Man leidet mit den Charakteren mit und kann sich gut in sie hineinversetzen. Besonders in die beiden Schwestern, die auf so unterschiedliche Arten leiden müssen und trotzdem irgendwie ähnlich fühlen. Die Handlungen der Mutter und des Vaters konnte ich hingegen nur bedingt nachvollziehen. Ich habe überhaupt nicht verstanden, woher auf einmal der Gedanke der Mutter kam, auf Biegen und Brechen jemanden verklagen zu wollen. Eigentlich war das der Plan, weil sie sich ungerecht behandelt fühlten und auf einmal ging es um die Zukunft von Willow. Ich habe auch nicht verstanden, wieso sie nicht vorher mit den betroffenen Personen spricht und das wäre hier definitiv nötig gewesen! Auch, wie es überhaupt dazu kommen konnte, ist mir ein Rätsel. Als Eltern ist man hier doch vorbelastet und weiß, wie man handeln muss, damit jeder einen versteht. Sie stellten so oft dar, wie gut sie sich kümmern, aber eine Kopie von der ärztlichen Bescheinigung zu machen und diese an allen erdenklichen Orte zu deponieren, kam ihnen nicht in den Sinn? Unwahrscheinlich! Trotz dieser Makel war das Buch auch sehr spannend. Man wollte erfahren, wie der Prozess ausgeht. Man wollte erfahren, was Willow noch passiert und wie man mit den Problemen ihrer Schwester umgeht und man wurde einfach mitgerissen. Das Ende fand ich etwas unnötig und hätte ich mir definitiv anders gewünscht, aber nunja. Ich bin alles in allem nun weiterhin zwiegespalten, würde es aber trotzdem empfehlen.
Wow
Dieses Buch ist damals eher durch Zufall als Mängelexemplar bei mir eingezogen und stand dann ziemlich lange in meinem Regal. Dass ich es erst jetzt gelesen habe, ist allerdings eine Schande, denn ich wurde recht positiv überrascht. Aber erstmal zum Schreibstil. Dieser ist hier etwas gewöhnungsbedürftig. Die Handlung wird von verschiedenen in die Geschichte involvierte Personen geschildert und zwar so, als würden sie alles Willow erzählen. Dabei ist der Stil recht einfach und schnell lesbar. Was mich allerdings ein Wenig gestört hat, waren die Begriffserklärungen und nachfolgenden Rezepte vor einigen Kapiteln. Ich verstehe zwar den Sinn dahinter, aber für mich hätten sie nicht sein müssen. Die Geschichte an sich hat sich anfangs zwar ein bisschen gezogen, wurde aber von Seite zu Seite immer spannender und ergreifender. Schon allein die Leidensgeschichte der kleinen, zerbrechlichen Willow hat mich enorm berührt. Dazu kamen dann noch die ganzen anderen Schicksale, die sich rund um die Klage abspielten. Man bekommt durchweg die Konsequenzen mit, die sie nicht nur für Willow und ihre Mutter mit sich bringt, sondern auch, was dies alles mit ihrer großen Schwester Amelia, die mitten in der Pubertät steckt, anrichtet oder mit ihrem Vater, der gegen die Klage ist, und das Leben aller anderen Beteiligten beeinflusst. Dabei gelingt es der Autorin aber, keine Wertung in das Geschehen einfließen zu lassen. So steht man als Leser selbst zwischen allen Stühlen, fühlt mit jedem Einzelnen und kann irgendwie auch für alle irgendwie ein Stück weit Verständnis aufbringen. Man wünscht sich einfach nur, dass es für jeden einzelnen beteiligten Charakter gut ausgehen möge. Außerdem bekommt man einen sehr umfangreichen und interessanten Einblick in ein Krankheitsbild, mit welchem man nicht jeden Tag zu tun bekommt. Hier zeigt Jodi Picoult eine gute Recherchearbeit. Was allerdings absolut nicht hätte sein müssen, ist das Ende. Dieses hat mich nicht nur geschockt, sondern auch extrem gestört. Diese Art von einer Extraportion Drama hätte das Buch absolut nicht gebraucht. Was die einzelnen Charaktere angeht, so hat die Autorin auch hier viel Fingerspitzengefühl bewiesen. Wie schon erwähnt, kann man sich in eine jede einzelne Person hinein versetzen und man fühlt und leidet mit ihnen. Außerdem sind sie alle wirklich gut und nachvollziehbar geschrieben und ihr Schicksal lässt einen nicht kalt. Gerade Willow ist ein so liebenswertes kleines Wesen, dass man sie von der ersten Seite an ins Herz schließt, aber auch Amelia hat mich tief berührt, ebenso wie die ebenfalls sehr emotionale Geschichte der Anwältin Marin, die Willows Mutter vertritt. Ich kann abschließend nur sagen, dass ich selten eine so berührende und eindrucksvolle Geschichte gelesen habe, wie diese hier, die mich trotz ihres schwierigen Themas in ihren Bann ziehen konnte. Wer tiefgründige und emotionale Geschichten mag und keine Angst hat, die eine oder andere Träne zu vergießen, sollte unbedingt nach diesem Buch greifen.
2 Wows
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