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Matt Haig

Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

Ist Teil der Reihe
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4.7/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
»Weise, komisch, lebensbejahend.« Joanne Harris
BIOGRAFIE
Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller >Ich und die Menschen<.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
18.03.2016
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783423280716
Sprache
German
Seiten
304
Schlagworte
Autobiografie, Lebenswille, Krankheitsgeschichte, Angststörung, Trost, Depression, Bestseller, schwarzer Hund, Lebensmut
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REZENSIONEN
Bewertet von nina 🌸, collectionofbookm... und 3 andere
zeilenvertraeumt
collectionofbookmarks
einlachgummi
lisa_plzk
ingridpabst
Ein ehrlicher und hoffnungsvoller Roman für Betroffene und Angehörige. Meine ausführliche Meinung: Für mich war es mal ein ganz anderes Buch, das definitiv nicht meinen üblichen Genres entspricht und ich fand es toll! Es war unglaublich interessant, witzig und berührend. Mit einigen Dingen konnte ich mich gut identifizieren, mit vielen aber auch nicht. Matt Haig zeigt sehr schön, wie individuell Depressionen erlebt werden und dass eben nicht jede*r das Gleiche fühlt und ihr*ihm dementsprechend auch nicht das Gleiche hilft. Er macht in seiner Anmerkung zu Beginn deutlich, dass es sich hier lediglich um seine persönlichen Erfahrungen handelt und nicht um eine allumfassende Darstellung des Krankheitsbildes Depression. Diese Klarstellung finde ich ungemein wichtig und sie wird bei Büchern dieser Art leider viel zu oft vergessen. In meinen Augen bekommt man durch dieses Buch eine sehr gute Vorstellung davon, wie sich Depressionen anfühlen können (aber nicht anfühlen müssen). Es ist ein ergreifender Erfahrungsbericht mit vielen anschaulichen Beschreibungen und Vergleichen, die man gut nachvollziehen und nachempfinden kann. Dieses Buch hilft dabei, sich ein (erstes) Bild von dieser psychischen Erkrankung zu machen und sich dadurch ein bisschen besser in Betroffene einfühlen zu können. Es ist schonungslos ehrlich, unbeschönigt, authentisch und doch so hoffnungsvoll. An mancher Stelle hätte man vielleicht noch etwas mehr in die Tiefe gehen können, aber für Einsteiger in diese Thematik war es so sicherlich besser. Dieses Buch hat eindeutig eine informierende und aufklärende Funktion, liest sich dabei aber keinesfalls wie ein wissenschaftliches Werk. "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" vereint verschiedene Genres in sich. Es ist Sachbuch, Ratgeber, Biographie und Roman mit Unterhaltungswert in einem und genau das macht es so einzigartig und besonders. In diesem Buch steckt sehr viel von Matt Haig selbst darin und ich finde es unglaublich mutig von ihm, seine persönlichsten Erfahrungen, seine intimsten Gedanken und Ängste mit uns zu teilen. Sein Buch bestärkt darin, sich anderen anzuvertrauen und über seine eigenen Probleme zu reden. Es macht Mut und zeigt Möglichkeiten auf, sowohl für Betroffene als auch für deren Angehörige, ohne dabei einen universellen Wahrheitsanspruch zu erheben. Wie der Titel schon sagt, geht es um die positiven Dinge, Dinge die ihm gut getan und geholfen haben. Es ist ein optimistisches und hoffnungsvolles Buch, das den Fokus auf die guten Momente legt, ohne dabei die schlechten außen vor zu lassen. Besonders interessant fand ich noch seine Befragungen von Betroffenen zu ihren #reasonstostayalive. Die Vielfältigkeit ihrer Antworten macht noch einmal sehr schön deutlich, wie individuell und unvergleichlich diese Krankheit ist und erlebt wird. Das Buch gliedert sich in 5 Teile, die noch einmal in kurze Kapitel unterteilt sind. Matt Haig hat verschiedene Elemente in die Geschichte eingebaut: Es gibt Einblicke in seine Gedanken, Beschreibungen banaler Alltagssituationen und wie er diese empfunden hat, Fakten zur Krankheit an sich und ihrer Ausbreitung, Listen und Ratschläge. Das Buch hat trotz der Schwere der Themen einen leichten Schreibstil und lässt sich flüssig lesen. Matt Haig schreibt sehr einfühlsam und gefühlvoll mit einem gesunden Menge an Wortwitz und Sarkasmus. Sein Schreibstil ist mehr als eloquent und er kann sehr anschaulich beschreiben. Er stellt sehr detailliert und nachvollziehbar dar, wie er einzelne Dinge und Ereignisse erlebt und empfunden hat. Fazit: Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die sich mit dem Thema Depression und Angststörung auseinandersetzen möchten, ohne trockene Fachliteratur lesen zu müssen. Dieses Buch legt den Fokus auf das Individuelle und persönliche Erfahrungen, was es sehr authentisch und berührend macht. Matt Haig macht mit seinem Buch Mut und spendet Hoffnung und Trost. Es ist sicherlich eine Bereicherung für viele Betroffenene und deren Angehörige, aber eben nicht für alle! Mir gefallen der Optimismus und die Leichtigkeit dieses Werkes sehr gut. Gerade für Einsteiger in diese Thematik sehr empfehlenswert :) 4,5/ 5 Sterne ⭐️
Wow
collectionofbookmarks
Es ist gar nicht so einfach, das eigene Lieblingszitat zu nennen, denn Matt Haigs neues Buch steckt voller kluger und ehrlicher Sätze, die man am liebsten in die Welt hinaus schreien würde. Sehr glaubwürdig schildert er darin, wie er mitte zwanzig an einer Depression erkrankte und gleichzeitig an starken Angststörungen litt, die es ihm teilweise unmöglich machten, vor die Tür zu gehen. Sein Leben veränderte sich mit einem Schlag, aber das beinahe Schlimmste war, dass keiner sehen konnte, was für schreckliche Dinge in ihm vorgingen, denn - und das sagt er in seinem Buch immer wieder - Depression ist eine unsichtbare Krankheit und genau das macht sie so gefährlich.  Wie man sich nun sicherlich denken kann, ist "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" ein sehr persönliches Buch, was zwar hin und wieder auch Kapitel voller Fakten präsentiert, aber zum Großteil aus Haigs Erfahrungen mit dieser tückischen Krankheit besteht. Es ist somit auch ganz klar ein Buch, was Mut machen und die Botschaft übermitteln soll, dass man, selbst wenn man glaubt, der einzige Mensch auf der großen weiten Welt zu sein, der jemals solch ein Tief erlebt hat, nicht alleine ist. Dieses Vorhaben gelingt dem Autor ziemlich gut, was auch daran liegt, dass er zwischendurch auf andere berühmte Fälle von Depressionen eingeht, seine eigenen Leser zu Wort kommen lässt und eigene (meist sehr gesellschaftskritische) Interpretationen der Krankheit mitteilt. Man spürt mit jeder Seite, dass dieser Mann Ahnung hat, dass er weiß, wovon er spricht und er eben kein Arzt ist, der diese Erkrankung (nur) untersucht, sondern ein Schriftsteller, der schreiben muss, um damit fertig zu werden. Und trotz all der positiven Nebenffekte hatte diese Intimität auch etwas Negatives an sich. Depressionen unterscheiden sich von Mensch zu Mensch, das sagt auch Haig, und so muss auch jeder für sich seinen Ausweg aus dieser Krankheit finden. Wenn man jedoch Herr Haigs Umfeld betrachtet, bestehend aus einer verständnisvollen Frau, die ihn bedingungslos liebt; Eltern die ihn unterstützen; eine Schwester, die für ihn da ist, dann fragt man sich doch, was all jene Menschen tun sollen, die solch eine Hilfe nicht haben, insbesondere wenn man bedenkt, dass Haigs Antwort auf alles "Liebe" zu sein scheint. Ich weiß, dass dieses Buch kein Ratgeber ist, aber ich finde, dass es manchmal auch das Potential eines Mutmachers verliert, indem es ungemütliche Fragen (ja, noch ungemütlichere Dinge, als die Krankheit selbst) verschweigt und die depressiven Menschen ausschließt, die nicht so viel "Glück" haben wie der Autor.
Wow
weinlachgummi
Ich und die Menschen war ein großer Erfolg, so war mir der Autor auch schon bekannt. Hier sprach mich vor allem der Titel an. In meinen Berufsleben wie in meinem Alltag sind psychische Erkrankungen ein fester Bestandteil, so war mir klar. Dieses Buch will ich lesen. Müsste ich dieses Buch in drei Worten beschreiben. Wären es die Wörter ehrlich, authentisch und offen.  Ich glaube, wenn wir genau hinhören, bietet das Leben immer Gründe, nicht zu sterben. Seite 25  Matt Haig erzählt erschreckend ehrlich, wie ihn Depression und Panik überkamen. Wie hilflos er sich fühlte, erschlagen und erdrückt. Alls gebe es nur noch Dunkelheit, nie wieder Licht. Zu keiner Sekunde zweifelte ich daran, dass er dies genau so erlebt hat. Auch wenn einige Ereignisse / Gefühle für mich, als jemanden der nie so gefüllt hat nicht nachvollziehbar waren. Man merkt ganz deutlich, da erzählt jemand aus seiner eigenen Erfahrung. Für einen Außenstehenden sind diese Empfindungen kaum realisierbar. Deswegen hilft es enorm, so ehrlich zu lesen, wie man sich fühlt, wenn einen z.B eine Panik Attacke überrascht. Es gibt da diese Vorstellung, dass man entweder liest, um zu fliehen, oder um sich zu finden. Eigentlich sehe ich da keinen großen Unterschied. Indem wir fliehen, finden wir uns. Seite 161 Wie gesagt ist dieses Buch sehr ehrlich. So berichtet der Autor auch, dass auch jetzt nicht immer alles gut ist. Es immer noch dunkle Tage gibt. Doch nun weiß, wie er etwas Licht schaffen kann. Was nicht immer klappt. Man begleiten langsam wie es im besser geht. Gefallen hat mir, wie er sich nicht als allwissend dargestellt hat. Nur weil er es so empfand, heißt es nicht ,das andere es auch so empfanden. So mochte er z.b keine Psychopharmaka nehmen, verteufelt diese aber nicht allen anderen gegenüber. Er beurteilt nicht, sondern berichtet nur. Fragst dich, ob auf dem Brettspiel des Lebens alles, was wir für Leitern nach oben hielten, in Wirklichkeit Rutschen waren, auf denen wir immer weiter nach unten geschlittert sind. Seite 200 Geschrieben ist dieses Buch nicht als klassischer Roman. Es sind immer wieder kurze Texte. Diese sind eher etwas lose, knüpfen also nicht direkt an den Vorherigen an. Es gibt auch einige Aufzählungen / Faktensammlungen z.b von Prominenten die an Depressionen erkrankt sind und sich nicht umgebracht haben. Gegen Ende gibt es eine Sammlung von hashtags mit Gründen am Leben zu bleiben. Dies ist zwar eine schöne Idee, hat mir im Buch aber nicht so gut gefallen, da es recht viel Raum einnahm.   Fazit Ehrlich, offen und authentisch. Und doch auch mit Humor. Psychische Erkrankungen sind leider immer noch etwas, über dass man nicht spricht. Dieses Buch ist ein guter Schritt gegen das Schweigen. Betroffene können sich zumeist identifizieren und Angehörige /interessierte Außenstehende bekommen einen guten Einblick, wie es sein kann von Depressionen und Panikattack beherrscht zu werden.
Wow
Ich möchte euch allen wirklich sagen: LEST DIESES BUCH! Im Ernst, jeder sollte es gelesen haben. Es ist so gut. Ich habe es eben beendet und bin einfach so emotional. Berührend, ehrlich, echt, großartig! Dieses Buch ist wichtig für alle, die mit Depressionen zu kämpfen haben und einen stillen Kampf führen, oder für die, die Menschen kennen, die damit kämpfen oder auch für alle, die die Krankheit einfach besser verstehen wollen. Denn Depressionen sind so viel mehr als einfach nur ein starkes Unwohlsein oder Trauer. Depressiv ist nicht gleich intensiv traurig zu sein. Es ist so viel mehr und mit diesem Buch kann man verstehen und „nachempfinden“. Auch wenn man die Qualen einer Depression natürlich niemals wirklich nachempfinden kann. Aber man kriegt eine bessere Vorstellung, kann den Betroffenen besser zur Seite stehen, kann helfen. Matt Haig entblößt seine Seele und spendet damit so viel Trost. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Menschen. Das Buch spendet so viel Kraft, auch wenn man selbst nicht betroffen ist. Der Schreibstil ist so authentisch. Auf den 180 Seiten steht wahnsinnig viel, das jeder lesen sollte und sich auch jeder merken sollte. Es lässt sich so gut lesen, man kann zwischendurch längere Pausen machen, was ich auch getan habe, aber man könnte es auch in einem weglesen. Ich kann meine Begeisterung kaum in Worte fassen. Ich kann euch nur ans Herz legen dieses Buch zu lesen! Es ist sooooooo wichtig!!!! Und so gut. So unfassbar gut. Matt Haigs letztes Wort an seine Leser ist "Danke" und ich kann ihm nur danken, dass er den Mut hatte, dieses Buch zu veröffentlichen. Danach folgt noch die Danksagung, welche sich ebenso gut hat lesen lassen wie die ganze Geschichte. Ein neues Lieblingsbuch, das mir definitiv nie wieder aus dem Kopf gehen wird. Absoluuuuute Herzensempfehlung!!! „Im Moment steckst du hier fest, aber die Welt wartet auf dich. Halt durch, wenn du irgend kannst. Das Leben ist es immer wert.“
Wow
Wie hat's mir gefallen Zu erst einmal muss ich euch vom Klappentext abraten, denn der führt völlig in die Irre. Vor allem der Satz "Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend." hat in mir große Erwartungen hervorgerufen und ich habe mich mit der völlig falschen Stimmung auf dieses Buch eingelassen. Gerade diese falschen Erwartungen haben mir viel Lesefreude "geklaut", obwohl das Buch durchweg gut war. "An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu." S. 290 Alles beginnt mit Matt Haig, der seinen Lebensweg autobiographisch schildert. Stück für Stück beschreibt der Autor nicht nur, wie es ihm ergangen ist, sondern er erklärt, was alles hinter dem Wort "Depressionen" steckt. Ich selbst war überrascht, denn ich verband bisher damit eher depressive Gedanken. Doch Matt Haig leidet nicht nur daran, sondern auch an (Zwangs)Neurosen und vielen weiteren körperlichen Leiden, die seinen Alltag zunehemds einschränken. Gerade die sachbuchartigen Kapitel, die niemals im Fachchinesisch verfasst sind, haben mich positiv überrascht. Doch für meinen Teil zog sich das Buch in der Mitte etwas zu sehr. Zu lange wartete ich auf die unterhaltsamen Stellen und den lebensbejaenden Teil. So schön Matt Haig schreibt, so furchtbar er seine Lebensgeschichte schildert, ich hatte immer den Klappentext und auch den Titel im Kopf und wartete auf die besagten Stellen. Gegen Ende war ich dann doch berührt, denn die #reasonstostayalive waren sehr vielseitig, emotional und haben mich zu Tränen gerührt. Auch die Anleitung zum Leben fand ich sehr gut. Hier ein Auszug: "Lies ein Buch, ohne schon daran zu denken, es fertigzulesen. Lies es einfach. Genieße jedes Wort, jeden Satz, jeden Absatz. Wünsch dir nicht, dass es schon zu Ende wäre, aber auch nicht, dass es nie endet." S. 290 Alles in allem war es dennoch ein tolles Leseerlebnis, auch wenn es für den Preis doch recht kurz war. Gerade bei den #reasonstostayalive hätte ich noch ewig weiterlsen können. Cover/Buchgestaltung Es passt wirklich gut zum Inhalt. Das Buch ist recht "klein" und man schafft es auch ohne Stress an einem Abend. Dennoch finde ich es gut, dass nicht alles so zusammengepresst ist und dem Leser somit Zeit und Raum zum lesen gibt. Gut zu wissen Es handelt sich hierbei um eine Mischung aus Sachbuch, Biographie und unterhaltender Literatur. Für Fans von * "Big Magic" von Elizabeth Gilbert Fazit Auch wenn dieses Buch sicher nicht für Jedermann ist, so kann ich es allen Neugierigen und Interessierten zum Thema "Depressionen" empfehlen. Der Mix aus Sachbuch und Autobiographie ist wunderbar gelungen, doch mir fehlten die vom Klappentext versprochenen witzigen Abschnitte. Bewertung 4/5
Wow
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