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1943 in den Südstaaten. Der junge Will ist zum Tode verurteilt. Schon nach einigen Seiten deutet sich an, dass das Verbrechen für das Will verurteilt wurde, an den Haaren herbeigezogen ist. Denn Will ist dunkelhäutig, zu damaliger Zeit schlicht die „falsche Hautfarbe“.
Gelähmt wird man von dieser Ungerechtigkeit und der Heftigkeit mit der Elizabeth H. Winthrop davon erzählt.
Genauso gelähmt sind die meisten Protagonisten, die zwar in der Position wären um etwas ausrichten zu können, aber zu große Angst haben vor den „weißen Wutbürgern“.
Und so verfolgen wir die letzten Stunden in Wills Leben, die Reise des elektrischen Stuhls zu dem Gefängnis in dem Will sitzt, ein Ehepaar der Gemeinde, den Staatsanwalt der das Urteil vertreten hat und seine Familie, den Vater von Will, der nur ein letztes Mal seinen Sohn sehen möchte und den Pfarrer der Gemeinde.

Eine Geschichte die beim Lesen starke Gefühle auslöst. Von Wut, Traurigkeit, Fassungslosigkeit, Herzwärme war wirklich alles dabei. Der Schreibstil ist direkt, die Geschichte schonungslos. Einnehmend und emotional waren die Worte, welche die anderen Leserinnen am häufigsten bei ihrem Kurzfazit zum Buch verwendet haben und dem kann ich nur zustimmen. Erschütternd würde ich noch hinzufügen, denn es ist mir immer wieder eine schiere Unbegreiflichkeit zu was Menschen in der Lage sind. Wie es manch einer der Gattung Mensch schafft sein Gewissen offenbar komplett zu ignorieren und jeglichen Anstand und jede Moral zu verlieren.

Ein heftiges Buch und absolut lesenswert.
Mercy Seat
Mercy Seat
Elizabeth H. Winthrop
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