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Ich war erneut zu Besuch in Maierhofen. Und wurde sofort herzlich empfangen und in alle Geschehnisse eingeweiht, die in den letzten Wochen so passiert sind. Nach Band 1 – Kräuter der Provinz und Band 2 – Das Weihnachtsdorf stand für mich fest, dass ich auch dem Kochwettbewerb in Band 3 – Die Blütensammlerin beiwohnen wollte.

Titel: Die Blütensammlerin

Autor: Petra Durst-Benning

Verlag: blanvalet

Preis: € 9.99

Seitenanzahl: 512 Seiten

Erster Satz: „Es hatte die ganze Nach hindurch geschneit.“



DIE TRÄUME DES WINTERS SIND DIE BLUMEN DES FRÜHLINGS …

NACH IHRER TRENNUNG SOLL CHRISTINE ENTWEDER AUS IHREM HAUS AUSZIEHEN ODER IHREN MANN AUSZAHLEN. WER ABER GEWÄHRT EINER HAUSFRAU ENDE VIERZIG EIN DARLEHEN ODER STELLT SIE EIN? DOCH DIE MAIERHOFENER FRAUEN HALTEN ZUSAMMEN UND HELFEN CHRISTINE, IHR HAUS IN EIN BED & BREAKFAST UMZUWANDELN. UND SIE WIRD SINGLE-WOCHENENDEN AUSRICHTEN, AN DENEN MAN NICHT NUR DAS LANDLEBEN, SONDERN AUCH NEUE MENSCHEN KENNENLERNT. SOGAR MARKETINGEXPERTIN GRETA IST BEGEISTERT: IM JUNI FINDET DOCH DER GROSSE KOCHWETTBEWERB STATT – UND WIE WÄRE ES, WENN CHRISTINE EIN TEAM ZUSAMMENSTELLTE, DAS DARAN TEILNIMMT? SO KÖNNTE JEDER TOPF SEINEN DECKEL FINDEN 

Schon nach den ersten 15 Seiten habe ich mich heimisch gefühlt. Oder eher so, als würde ich meinen Urlaub in Maierhofen verbringen, so wie jedes Jahr aufs Neue. Die Charaktere, die mir in den ersten beiden Büchern schon so ans Herz gewachsen sind, haben sich nicht geändert, eher hat man sie noch ein wenig mehr kennengelernt. Auch wenn mir vorher nicht klar war, dass dies wirklich möglich war.

Besonders gefreut hat es mich, dass die Protagonistin dieses Buches Christine ist. Sie war in ‚Kräuter der Provinz‘ nur ein Nebencharakter, mir aber schon dort sehr sympathisch.

Sowieso ist dies ein Roman, der erst durch seine Charaktere so schön wirdund es einem Freude bereitet, ihn zu lesen. Die Story an sich ist nicht spannend, man muss nicht die Luft anhalten, weil etwas unvorhergesehenes passiert, dennoch flog ich nur über die Seiten. Was der Autorin super gelingt, ist es, so viele neue Charaktere aus dem Nichts zu erschaffen und sie perfekt in das bestehende Maierhofen einzugliedern. Es gibt Charaktere, die so sind und sich so entwickeln, wie man es sich denkt. Dann gibt es wiederum welche, mit deren Verhalten man so nicht unbedingt rechnete, es aber durchaus logisch ist.

Während des Lesens plagte mich das Fernweh. Wie gern würde ich auch in den Bergen wandern gehen, durch ein kleines Dorf spazieren und mich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Eine Blume am Wegesrand oder ein selbstgebackenes Brötchen beim hiesigen Bäcker. Schon durch Band 1 und Band 2 war ich sehr interessiert an verschiedensten Kräutern. Würde ich auf dem Land wohnen: Ich wäre eine Kräuterfee! Aber finde mal hier in Berlin Wildkräuter. Bis auf Löwenzahn, der von einem Hund angepieselt wurde, findet man hier nichts.

Leider gab es im hinteren Viertel des Buches eine totale Flaute, die sich über gut 30-40 Seiten zog. Auf diesen Seiten war mir alles viel zu sehr Friede-Freude-Eierkuchen, viel zu Gemeinsam-schaffen-wir-alles, viel zu klischeebehaftet. Es war derart positiv, dass es mir schon beinahe zum Hals heraushing, obwohl ich selbst auch ein sehr positiver Mensch bin. Mein Glas ist stets halbvoll. Ein bisschen weniger rosa-rote-Liebe-Freundschaft-ist-alles-was-du-brauchst wäre dort angebrachter gewesen.

Dennoch vergebe ich 4 von 5 Feivels und hoffe, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich in Maierhofen zu Besuch war
Die Blütensammlerin
Die Blütensammlerin
Petra Durst-Benning
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