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Wir begleiten Martha, wie sie festgenommen und in die erste Zelle gesteckt wird. Über Rückblicke erfährt der Leser viel über ihre schwere Vergangenheit in den Kratzern und wie es dazu kam, dass sie jetzt des Mordes "angeklagt" ist.


Die Autorin hat hier eine originelle und spannende Zukunftsvision, die ich wahnsinnig erschreckend fand. Casting Shows und Telefonvotings kennen wir bereits. In Marthas Welt gibt es keine Gerichte mehr, sondern sieben Zellen - eine pro Tag. Und die Bewohner des ganzen Landes, die in einer Fernsehsendung Details zum Fall erfahren und per Voting darüber abstimmen können, ob der Angeklagte schuldig oder unschuldig ist. Schuldig bedeutet Tod auf dem elektrischen Stuhl. Das perfide ist, dass es ein sehr ungerechtes System ist, das zusätzlich von Manipulation und Korruption geprägt ist.


Einerseits ist das eine wahnwitzige Idee, aber auch einfach sehr erschreckend! Es regt zum Nachdenken an und auch ein wenig mehr Wertschätzung, dass es Gerichte, Richter und Anwälte und Polizisten gibt, die auf Gerechtigkeit aus sind.


Martha war mir mittelmäßig sympathisch, allerdings habe ich in den Zellen richtig mit ihr gelitten.


Der Schreibstil ist spannend, viele Cliffhanger am Ende der Kapitel. Neben Marthas Gegenwart und ihre Erinnerungen gibt es auch die Perspektive von Eve, die ihre psychologische Betreuerin ist. Außerdem gibt es auch Kapitel, die im Drehbuchstil geschrieben sind, und die Sendung "zeigen".


Mir gefiel das alles gut und das Buch ist schnell lesbar.


Fazit


Ein tolles Jugendbuch/Dystopie mit neuer Idee. Es gibt einen Stern Abzug, weil ich mit dem Ende nicht ganz zufrieden bin. Aber vielleicht wird es noch einen zweiten Teil geben?
Marthas Widerstand
Marthas Widerstand
Kerry Drewery
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