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Mord für die Karriere?

Korbinian Löffelholz ist ein Immobilienmakler der gehobenen Preisklasse – und kein besonders netter oder gar mittfühlender Mensch. Ich habe es ihm fast ein bisschen gegönnt, dass seine Chefs ihn degradieren, indem sie ihm einen großen Auftrag entziehen und kurz vor Weihnachten in ein kleines Dorf schicken, wo er die Jugendstilvilla des Großonkels von einem seiner Geschäftsführer verkaufen soll. Was sie ihm nicht sagen – die Villa ist seit Jahren an den Jugendtreff des Dorfes vermietet. Als Korbinian dort ankommt, proben die Betreuer Sören und Rike gerade das jährliche Weihnachtsmusical mit den Teenies. Diese singen und musizieren nicht besonders schön, aber schön falsch, wie Korbinian feststellen muss. Natürlich kommt es zum Streit und Korbinian wird rausgeworfen. In der örtlichen Kneipe schwört Korbinian betrunken Rache. Am nächsten Morgen ist Sören tot und Korbinian voller Blut. Und er kann sich an nichts erinnern …


Doch Korbinian hat Glück im Unglück. Zwar ist der Akku von seinem Elektroauto leer und das Handynetzt tot, aber kurz nachdem die Polizei die Ermittlungen wegen Sörens Tod aufnimmt, wird das Dorf eingeschneit und niemand kommt mehr rein oder raus. Korbinian muss also nur schneller als die Ermittler sein und dem Täter selbst auf die Spur kommen. Er findet bald raus, dass auch Sören ein nicht besonders beliebter Einzelgänger war.

Um sich am Tatort umsehen zu können, unterstützt Korbinian Rike bei den Musical-Proben. Dabei kommt ihm zugute, dass er früher selber im Chor gesungen hat. Das geruhsame Dorfleben, wo man sich noch gegenseitig hilft, Rike und die pubertierenden Jugendlichen machen Korbinian klar, dass sein Leben vielleicht doch nicht so toll ist, wie er bisher immer dachte.

Unterschlupf findet er bei Elisabeth von Petersen, einer rüstigen Siebzigjährigen, die nicht immer ganz von dieser Welt zu sein scheint und ihren Mitbürger mit wirklich sehr gesundem Essen, Meditation und fremdsprachigen Glücksworten helfen will. Ich habe Elisabeth sofort in mein Herz geschlossen und mich köstlich amüsiert, wenn sie Korbinian wieder mal nett aber bestimmt die Meinung gegeigt hat. Sie ist meine absolute Lieblingsfigur des Buches – noch vor Carreras (Wer das ist, verrate ich natürlich nicht. Das müsst ihr schon selbst rausbekommen.).


„Lasst uns tot und munter sein“ ist ein typischer, sehr amüsanter und bis zum Ende spannender Whodunit-Krimi mit viel winterlichem bzw. weihnachtlichem Flair.
Lasst uns tot und munter sein
Lasst uns tot und munter sein
Elke Pistor
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