mojoreads
Community
Inhalt:

In Rom geschehen brutale Morde, deren Hintergründe komplizierter sind, als anfangs vermutet.
Währenddessen wird in Neapel eine historische Entdeckung in Zusammenhang mit dem verschollenen Sarkophag von Alexander dem Großen gemacht.
Schlussendlich wird klar, dass zwischen beiden Geschehnissen eine gefährliche Verbindung besteht.
Kann das verzweigte Netz aus Lügen letztendlich aufgedeckt werden?

Meinung:

Zu Beginn des Buches fiel es mir schwer, mich in der Geschichte zurechtzufinden. Man wird mit vielen verschiedenen (meist italienischen) Namen und Figuren konfrontiert, so dass man erst eine Weile braucht, um sich zu orientieren. Des Weiteren laufen während fast des gesamten Buches zwei Handlungsstränge parallel ab, eine auf die Geschehnisse in Neapel bezogen, die andere bezieht sich auf solche in Rom.
Dies war auch erst gewöhnungsbedürftig und ich habe eine Weile gebraucht um mich damit anzufreunden.
Dieser Prozess wurde von dem guten, flüssigen Schreibstil des Autors begünstigt.

Nach diesem holprigen Einstieg ging es auch weiterhin zwiespältig weiter.
Die Geschichte ist durchgehend spannend, was man allgemein negativ sowohl auch als positiv betrachten könnte.
In diesem Fall fördert es eher das Leseerlebnis, als das es dadurch behindert wird.

Die historischen Aspekte und Fakten, die in die Geschichte eingeflochten wurden, hatten ebenfalls einen positiven Effekt und waren sehr informativ und interessant. Dennoch muss ich an dieser Stelle anmerken, dass diese manchmal an gewissen Stellen zu sehr in den Vordergrund gerückt sind. Das heißt, dass teilweise bei historischen Aspekten zu sehr ins Detail gegangen wurde und es sich dann dementsprechend etwas gezogen hat. Natürlich waren diese Stellen auch interessant und es gibt sicher Leser, die diese Passagen sehr wertschätzen, dennoch wollte ich persönlich einfach nur unbedingt wissen, wie sich die Handlung weiterentwickelt. Dadurch, dass sich das verzögert hat, hat sich ein wenig Frustration bei mir aufgebaut. Dies ist jedoch kein großer Abzug.

Die Geschichte selbst ist gut durchdacht.
Jedoch war sie an manchen Stellen nicht gänzlich überzeugend logisch und zum Ende hin haben manche Aktionen einzelner Charaktere nicht mit ihrer Beschreibung zu Anfang übereingestimmt. Das heißt sie waren nicht authentisch.

Die Protagonisten wurden generell nur oberflächlich charakterisiert, sie besitzen also nicht an Tiefe. Dennoch fällt das nicht weiter negativ auf, da es in diesem Kriminalroman eher um die Handlung geht und nicht um die Charaktere selbst.

Fazit:

Allgemein denke ich mit gegensätzlichen Gefühlen an dieses Buch zurück. Man erfährt einige interessante Fakten und die Handlung gestaltet sich in größten Teilen ansprechend.
Dennoch existieren auch die oben angesprochenen negativen Aspekte.
In allem jedoch noch 3 Sterne!
Hochamt in Neapel
Hochamt in Neapel
Stefan von der Lahr
!!!!!
3
!
!1 Bewertungen
!!!!!
Jetzt bewerten!
Durchschnitt
Wow
Schreibe einen Kommentar

log.os GmbH & Co. KG

Dudenstraße 10

10965 Berlin

© 2020 mojoreads

Deutsch
Englisch