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Meinung

Vorweg möchte ich sagen, das 'The Book of Blood and Shadow' kein schlechtes Buch ist. Es gibt immer zwei Gründe für mich, einem Buch eine niedrigere Bewertung zu geben. 1) Das Buch war wirklich grauenhaft (einfallslos, klischeehaft, nervig, unlogisch etc.) oder 2) Das Buch hat meinen persönlichen Geschmack einfach überhaupt nicht getroffen'.in diesem Fall trifft Grund 2) auf das Buch zu.

Ich kann nicht anders, als 'The Book of Blood and Shadow' mit dem sehr bekannten Werk namens 'Der Davinci Code' vergleichen. Ständig habe ich beim Lesen diverse Parallelen gesehen und hatte den Gedanken im Kopf, dass die Autorin versucht hat dieses Buch zu kopieren und den Inhalt auf Jugendbuch umzustellen. Natürlich behandelt Robin Wassermans Buch nicht das exakt selbe Thema wie Dan Brown, aber die Richtung in die alles schlägt ist doch dieselbe. Rätsel, jede Menge religiöse Aspekte, eine Sekte, die etwas anbetet, geschichtliche Verstrickungen und und und'

Für diejenigen unter euch die keines der beiden Bücher kennen möchte ich einmal den Unterschied erklären. Dan Brown teilt dem Leser Stück für Stück Informationen mit, klärt Geheimnisse gut durchdacht auf und behält sich zwar etwas Gutes für den Schluss zurück, bietet dem Leser aber auch genug Spannung und Charakterentwicklung. Robin Wasserman bombardiert den Leser mit Informationen (da muss man sehr oft schon einmal Geschichtsdokumente über 13 (!!!) Seiten lang lesen), lässt den Leser zig verschiedenen Spuren nachgehen, die am Ende alle in einer Sackgasse enden und ihre Charaktere bleiben hier oberflächlicher als oberflächlicher.

So, damit wäre für mich schon einmal geklärt, das 'The Book of Blood and Shadow' kaum etwas von einem Thriller/Mystery ' Roman hat.

Allgemein fand ich es äußert schwer den roten Faden im Blick zu behalten. Die ganze Geschichte über verliert sich die Handlung in diversen Dialogen und unwichtigen Dingen, die keineswegs zur Haupthandlung beitragen. Der Beginn des Buches war unbestreitbar spannend. Nach dieser einen Nacht, aus der einer von Noras Freunden als tot erklärt wird, ihre beste Freundin keine Erinnerungen hat und ihr Freund verschwunden ist'da möchte man einfach wissen, was passiert ist! Doch bis es überhaupt zu diesem Zwischenfall kommt muss man an die 150 Seiten lesen. Bis dahin wird immer nur über die Briefe gesprochen, die später wichtig sein werden, zu diesem Zeitpunkt aber nur mit Alltagsgeschehen aus irgendeinem vergessenen Jahrhundert absolut gar nicht unterhalten.

Dazu kommt, das ich keinen der Charaktere mochte, da sie alle distanziert und oberflächlich beschrieben werden und man einfach keinen Bezug zu ihnen aufbauen kann. Bis auf Nora erfüllen auch ziemlich alle Klischees und daher bleiben ihre Handlungen immer sehr durchschaubar. Nora war mir persönlich etwas zu verbissen und zu besessen und zu mutig und'einfach zu heldenhaft. Es gab keine Szene, in der sich einmal Angst hatte. Sie denkt verdammt rational, als ob die Welt ihr nichts anhaben könne und sogar, als sie gefangen genommen wird scheint ihr das nicht nahe zu gehen, als wäre sie einfach nur ein kalter Mensche, ohne Gefühle.

Zwischenzeitlich kann das Buch aber trotzdem glänzen. Besonders die Abschnitte in denen die Freunde in andere Länder reisen und eine Entdeckung machen haben mir gefallen. Spannend wurde es leider an diesen Stellen immer noch nicht.

Ich habe mich größtenteils durch das Buch gequält, einfach nur in der Hoffnung auf mögliche Wendungen und ein tolles Ende. Wie ihr euch sicher schon denken könnt, hat mir dieses auch nicht gefallen, da die Geschichte ihr Muster durchgehend beibehält. Eine Abfolge von starken Dialogen (das Beste am Buch!), langweiligen, gedehnten Handlungen und einer immergleich bleibenden monotonen Atmosphäre.

Positiv zu erwähnen wäre vielleicht noch Robin Wassermans Idee hinter dem ganzen.Ich bin mir nicht sicher, wie viel Fiktion ist und wie viel der Wahrheit entspricht, aber tolle Ansätze waren auf alle Fälle dabei!

Fazit

Skinned fand ich wirklich klasse, aber Th Book of Blood and Shadow hat mir einfach nicht gefallen. Die Charaktere leblos, das Potenzial des Settings maßlos vergeudet und besonders der Plot, der sich oft in sich selbst verstrickt und zu oft langatmige geschichte Briefe enthält, deren Inhalt man auch mit zwei Sätzen hätte beschreiben können.
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Das Buch aus Blut und SchattenDas Buch aus Blut und Schatten
Das Buch aus Blut und Schatten
Robin Wasserman
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