Mein erster Kontakt mit "Literatur" war ein Weidenkorb vollgestopft mit Büchern neben dem Kopfende vom Bett meines verstorbenen Grossvaters. Meine Neugierde, den Deckel vom Weidenkorb zu heben wurde belohnt mit einem Buch, das ich dann mit nach Hause nehmen durfte. Es war 1955 im Bertelsmann-Lesering erschienen und meine Tante hatte es 1964 meinem Vater zu seinem Geburtstag gewidmet. "Dir lieber Bruder zum Andenken.". Ein Satz aus dem Buch begleitet mich seitdem, weil er mir Sehnsucht nach Sprache geschenkt hat. - Und es ist verrückt, der Satz ist Literaturgeschichte geworden, man kann ihn googlen. -
Habt ihr auch Sätze aus Büchern mit in euer Leben genommen?
4 Wows
21 April, 2018 at 19:52
Volker Oppmann
Jetzt hast Du mich neugierig gemacht – magst Du diesen Satz verraten?
21 April, 2018 at 19:59
Volker Oppmann
Und ja, es gibt viele Sätze, die mich begleiten und ich freue mich immer, wenn sie hier und da wieder auftauchen, andere sie zitieren oder sich auf sie beziehen. Es ist ein wenig als würde man unverhofft alte Freunde wiedertreffen und sofort ist da wieder diese Chemie da.

Manche Sätze wiederum sind zum "Handwerkszeuge" geworden und begleiten mich ganz pragmatisch – wie z.B. "von den Funktionen h...
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02 June, 2018 at 9:39
Karin Sakowski
Oh ja, Volker, ich mag ihn verraten.
Der Satz, den ich meine, entspringt der Geschichte zwischen ihr, der Guerilla im Spanischen Bürgerkrieg, die er "guapa" (Schöne) nennt, und ihm, dem Freiwilligen in den Internationalen Brigaden, den sie "Ingles" nennt. Und mitten in den Bergen, zwischen dem zerdrückten Heidekraut, mit der Sonne auf den geschlossenen Augen, geschieht das, von dem er sagt, „die ...
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02 June, 2018 at 9:42
Karin Sakowski
+For Whom the Bell Tolls heißt es im Original.
04 June, 2018 at 10:56
Volker Oppmann
Danke Dir :)
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