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Auf den ersten Seiten habe ich ein wenig gebraucht, um in das Buch und den Schreibstil der Autorin reinzukommen. Verglichen mit anderen guten Büchern ist das aber keinesfalls eine Seltenheit. Je nach dem welches Buch vorher gelesen wurde, kann ein anderer Schreibstil zunächst irritierend sein. Und wenn dann gleich mehrere Bücher parallel (vor-)gelesen werden, wie in meinem Fall, ist das erst recht kein Wunder. Zum Glück fand ich dann auch sehr schnell in die Geschichte rein. Ich muss gestehen, dass mir der Charakter von Kjaras Partner von der ersten Nennung an nicht sonderlich sympathisch war. Da er auch lange eher eine Notiz am Rande war, blieb er für mich bis zur Hälfte des Buches ungefähr schwer greifbar. Gleichzeitig wurden die anderen Figuren Kjara, Akuma und der Pfarrer schön ausgearbeitet. Die Autorin Nicole Siemer ließ allen drei Figuren genug Platz im Buch um ihre eigene Geschichte erzählen zu können. Hierfür wurde auch das ein oder andere Mal in die Vergangenheit gesprungen. Der Hauptteil der Geschichte spielte jedoch in der Gegenwart. Hier störte mich lediglich das sich ständig wiederholende „Heute“ am Anfang der Kapitel im Jetzt. Da diese so stark vertreten waren, erübrigte sich diese vollkommen unpräzise Zeitangabe sehr.
Nachdem zunächst der generelle Verlauf der Geschichte sehr vorhersehbar wirkte und sich auf die bereits angesprochenen eigenen Geschichten der Figuren plus die schwierige Beziehung zwischen Akuma und Kjara richtete, gab es zur Hälfte dann spannende Wendungen. Diese peppten das Buch für mich noch einmal so richtig auf und ließen mich gebannt dem Ende entgegen fiebern. Auf der letzten Seite wird meiner Meinung nach noch einmal etwas mit de Gefühlen der LeserInnen gespielt. Für mich sorgte die Umschreibung der letzten Szene nämlich für Zweifel zum Ende und so ließ die Autorin mich mit meiner Grübelei allein zurück. Wie gemein! 😉 Möglicherweise interpretiere aber auch nur ich die Formulierungen von Nicole Siemer so und andere LeserInnen erleben ein vollkommen klares Ende.

Alles im allem ein rundum gelungener Thriller, der die übernatürliche Freundschaft zwischen einem Meschen und ihrem Hausdämon schön in den Fokus stellt, gleichzeitig aber auch mit einer tiefergehenden, spannenden Geschichte vermischt.
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Akuma
Akuma
Nicole Siemer
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