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| © Janna von www.KeJasWortrausch.de |

Dieses beidseitig schlichte und dezent unterschiedliche Cover zog meine Aufmerksamkeit auf sich und Kerstins Rezension ((https://kejaswortrausch.de/davor-und-danach-nicky-singer/)) überzeugte mich dann, es auch lesen zu wollen. Und nun sind wir alle inmitten von #Covid-19 und ich wusste nicht recht, ob ich das Buch lesen will. Es war eines meiner erwürfelten Januar-#bookopolys-Titel und ich dachte mir dann, dies ist nur eine Geschichte und ich kann es ansonsten zuklappen und für später beiseitelegen. Konnte ich nicht!

Diese Geschichte hat keinen Virus, der für den Plot verantwortlich ist, aber auch der Klimawandel ist uns allen nicht unbekannt! Und da kommen wir dem Inhalt schon näher – eine dystopische Welt mit zu vielen Menschen und zu wenig bewohnbarer Fläche. Und so zieht die Menschheit in den Norden, unter ihnen ein vierzehnjähriges Mädchen, allein und erwachsener als ich zu Beginn dachte. Es ist zwar bei den Jugendbüchern einsortiert und auch die zwei Protagonist:innen die im Fokus stehen sind minderjährig, aber es ist ein absolut sogenannter All Age-Titel!

"Die Nacht ist nicht dazu da, um zu finden, sie ist dazu da, um zu verlieren." (Seite 191)

Und verloren hat Mhairi viel. Ihre Heimat, ihre Eltern. Sie ist auf der Flucht in den Norden und bekommt einen ungewollten Begleiter. Ein namenloser stummer Junge, der ebenso viel verloren hat, wie sie selbst. Sie nennt ihn Mo. Er folgt ihr.

Ungewollt entwickelt sich eine zarte Freundschaft, die ich in ihrem Wachstum gerne begleitet habe! Die geschlossenen Grenzen und Auffanglager werden skizziert und die Gesamtsituation bekommt durch Mhairis Erzählungen ein Bild, dennoch war es mir stellenweise nicht intensiv genug. In der Mitte gingen die Ereignisse so voran, wie ich sie nicht erwartet hätte, zu problemlos. Dann jedoch kam die Insel.

"Denn so ist das mit der Hoffnung. Sie verhindert, dass dein Herz weiß, was dein Verstand weiß." (Seite 232)

Fast so erging es mir, als ich mich dem Ende entgegen las. Ich bin keine Verfechterin von Happy Ends, eine Geschichte darf auch schmerzvoll enden und doch hoffe ich manchmal … so auch bei Mahiri und Mo, bittersüß waren die letzten Zeilen!
Davor und Danach
Davor und Danach
Nicky Singer
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