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Ernst gemeint


Gebhard Borcks neuestes Buch hält, was es verspricht. Playbook steht auf dem Titel, und genau das ist es. Borck hat, beeindruckend kompakt, die Spielregeln einer intelligenten Kollaboration beschrieben, die von Tag eins eine Transformation ist. Weil sie nämlich von Beginn an Ergebnisse liefert. Wer sich entscheidet, mitzuspielen, gewinnt also in jedem Fall.

Katalysieren

Borck hat schon mehrere Unternehmen bei ihrer Transformation begleitet und greift deshalb auf seine ganz praktischen Erfahrungen zurück. „Berühmtestes“ Beispiel ist das Familienunternehmen Alois Heiler GmbH. Über die gesamte „Reise“ gibt es ein separates Buch.

Betriebskatalyse - so heißt das, was Borck über die Jahre entwickelt und vielleicht schon perfektioniert hat. Dabei wurde mir beim Lesen klar, wie tief sein Wissen und wie breit sein Horizont ist. Erzählen tun ja Viele so manches, vor allem unter dem Deckmantel von „New Work“, aber umsetzen, so richtig mit Blut, Schweiß und Tränen, das können nur Wenige.

Für echte „Transformer“

Das Buch ist für Unternehmer:innen geschrieben, die die Betriebskatalyse verstehen und anwenden wollen. Zu Beginn des Buches (oder Spiels) stellt Borck deshalb einige Fragen, um sich selbst einzuschätzen: bin ich Einsteiger:in, Fortgeschrittene:r oder Profi? Und je nach Ergebnis liest man weiter.

Wir lernen in Episode 1, dass es drei „Welten“ in der Unternehmenslandschaft gibt: die von Pippi Langstrumpf (das sind die alteingesessenen Unternehmen), die Pippi-Zombie-Apokalypse (das sind die „hippen“ Unternehmen, die glauben, attraktiv sein reicht) und dann gibt es den Unternehmen auf dem Donut (das sind diejenigen, die katalisiert haben). Beim Lesen musste ich immer wieder schmunzeln, wie gut der Autor die Welten beschreibt, und wie wahr das meiste aus Welten 1 + 2 auch aus meiner Erfahrung ist. Und ein bisschen habe ich mich auch fremdgeschämt.

Episode 2 erklärt die Regeln des Spiels, und hierbei stellt Borck die Betriebskatalyse vor.

In Episode 3 schließlich wird’s praktisch: wir lernen, was eine Betriebskatalyse braucht: Menschen, Werkzeuge, Methoden, Konzepte - mit sehr viel Details und Hintergrundwissen.

Speziell in dieser Episode wird klar, dass sich das Ganze nicht einfach mit Hilfe des Buches umsetzen lässt, zumindest nicht von A-Z. Es bedarf einer großen Methodenkompetenz und vieler verschiedener Gaben, um all das auf sichere Beine zu stellen.

Mein Fazit

Das Buch liest sich flüssig, ist unterhaltsam und verständlich geschrieben (wenn auch speziell in Episode drei die Fachbegriffe und Abkürzungen stark zunehmen) und öffnet die Tür zu einer weit(er)en Dimension des Unternehmertums.

Ich freute mich, einige „alte Bekannte“ zu treffen, wie Kate Raworth und ihre Donut Ökonomie, Erich Fromm (der Haben und Sein zu unterscheiden wußte) und Viktor Frankl (der viel von Sinn verstand). Auch einige andere bekannte Namen aus der „Szene“ erkennt man. Dennoch ist das Buch nicht überladen mit Verweisen und Quellenangaben, das nervige Nachschlagen von Fußnoten entfällt.

Das Playbook „Die selbstwirksame Organisation“ ist ein Muss für alle, die wahres Unternehmertum vom bloßem Start-up-Weltverbesserer-Hype unterscheiden können (wollen).
Die selbstwirksame Organisation
Die selbstwirksame Organisation
Borck Gebhard
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