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Es begann mit dem ersten Schuss. Der englische König hat das Feuer auf die Rebellion der Magdalenen eröffnet. Auch auf seine Kinder, die sich unter den Rebellen befinden und für die Berührungsfreiheit kämpfen. Der radikale Entschluss ihres Mannes bringt die Königin zum Handeln: Sie lässt den König ermorden und setzt sich selbst als Regentin ein. Kronprinz Robin dagegen träumt von einer ganz anderen Zukunft. Einer, die er mit Rea an seiner Seite in Frieden und Freiheit verbringen kann. Als am Tag der Hochzeit von Rea und Robin ein Anschlag auf die beiden verübt wird, wird deutlich, dass es bis zur Freiheit noch ein langer und blutiger Weg ist.

Das Setting spielt wieder in England. Durch die vorherigen Bände bin ich wieder sofort in der Welt gewesen und konnte mir daher auch die Begebenheiten ohne Probleme vorstellen. Besonders aufregend fand ich die Szenen in der Kanalisation .

Das Ende der Geschichte um Rea entspricht konsequent dem Verhalten der Protagonistin. Wie wenig hätte man sie als Tyrannin auf dem englischen Thron gesehen. Tatsächlich erschien Rea mir noch zerrissener, noch geplagter von ihren inneren Dämonen als in den vorherigen Bänden - was sie für mich sympathischer und glaubwürdiger machte. Vergleichsweise blass blieb dagegen Robin, ihr Geliebter; doch auch das entspricht ganz seinem Charakterprofil. Richtig überrascht haben mich nur zwei Charaktere: die englische Königin, deren Ausbruch aus ihrer Rolle absolut unerhört (im doppelten Sinn einer Novelle) ist, sowie Madame Hiver. Letztere vollzieht die beeindruckendste Entwicklung: Zwar wird sie nicht direkt zum Sympathieträger, aber ihr Verhalten wird durchsichtiger, sie erscheint menschlicher und erregt (fast) schon Mitleid. Von allen Figuren fand ich ihren Charakter, gerade jetzt im vierten Band, am eindrucksvollsten. Es ist auch eine Kunst, einem negativ konnotierten Charakter die nötige Größe zu verleihen.

Das Cover passt perfekt zu den anderen Bändern und auch dieses hier finde ich einfach nur gelungen und sehr schön gestaltet. Die Farben sind hier in Silber und in Blautönen gehalten und natürlich ist auch hier die rote Seide abgebildet.

Der Schreibstil ist einfach nur sehr besonders und außergewöhnlich. Bisher habe ich noch kein Buch mit so vielen Sichtweisen gelesen und dennoch war es einfach nur perfekt geschrieben. So erkennt man was für eine tolle Autorin C. E. Bernard ist. Auch die Spannung und das gewisse Etwas durch die Charaktere ist hier wunderbar mit eingebracht worden. Auch ist die Geschichte leicht und locker zu lesen.

Das Ende ist der positive Ausblick auf eine Zukunft, in der jeder sein kann, wer er ist und werden kann, wozu er bestimmt wurde. Der neue Charakter, dem wir am Ende noch begegnen, ist ein Symbol für diese neue Zeit. Mich söhnt der Schluss mit dem Ende des dritten Bandes aus - "Ende gut, alles gut". Ich freue mich schon sehr auf die Folgeprojekte von C.E. Bernard und kann sagen, dass sie eine der wenigen AutorInnen ist, deren Bücher ich künftig ungesehen kaufen (und lesen) werde.
Palace of Blood - Die Königin
Palace of Blood - Die Königin
C. E. Bernard
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